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Erste Richtlinie 79/796/EWG der Kommission vom 26. Juli 1979 zur Festlegung gemeinschaftlicher Analysemethoden für die Kontrolle von zur menschlichen Ernährung bestimmten Zuckerarten

CELEX
31979L0796
Document type
DIR
Sector
Legislation
Date of document
1979-07-26
In force since
1979-07-30
Status
In force

Text

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Erste Richtlinie 79/796/EWG der Kommission vom 26. Juli 1979 zur Festlegung gemeinschaftlicher Analysemethoden für die Kontrolle von zur menschlichen Ernährung bestimmten Zuckerarten Amtsblatt Nr. L 239 vom 22/09/1979 S. 0024 - 0052 Finnische Sonderausgabe: Kapitel 13 Band 10 S. 0080 Griechische Sonderausgabe: Kapitel 13 Band 8 S. 0222 Schwedische Sonderausgabe: Kapitel 13 Band 10 S. 0080 Spanische Sonderausgabe: Kapitel 13 Band 10 S. 0190 Portugiesische Sonderausgabe: Kapitel 13 Band 10 S. 0190 ++++ ERSTE RICHTLINIE DER KOMMISSION vom 26 . Juli 1979 zur Festlegung gemeinschaftlicher Analysenmethoden für die Kontrolle von zur menschlichen Ernährung bestimmten Zuckerarten ( 79/796/EWG ) DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN - gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft , gestützt auf die Richtlinie 73/437/EWG des Rates vom 11 .

Dezember 1973 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten für einige zur menschlichen Ernährung bestimmte Zuckerarten ( 1 ) , insbesondere auf Artikel 11 , in Erwägung nachstehender Gründe : Artikel 11 der obengenannten Richtlinie bestimmt , daß die Zusammensetzung bestimmter Zuckerarten aufgrund gemeinschaftlicher Analysenmethoden nachgeprüft wird . Eine erste Reihe von Methoden , deren Untersuchung abgeschlossen ist , sollte erlassen werden . In der Anlage zur Richtlinie 73/437/EWG werden festgelegt : die Methode zur Untersuchung des Farbtyps von Zucker oder Weißzucker und von raffiniertem Zucker oder raffiniertem Weißzucker ; die Methode zur Bestimmung der Leitfähigkeitsasche in raffiniertem Zucker oder raffiniertem Weißzucker , in Flüssigzucker , Invertfluessigzucker und Invertzuckersirup ; die Methode zur Untersuchung der Farbe der Lösung von raffiniertem Zucker oder raffiniertem Weißzucker und von Flüssigzucker .

Bis zur Festlegung anderer gemeinschaftlicher Methoden zur Ermittlung der reduzierenden Zucker soll den Mitgliedstaaten die Möglichkeit belassen bleiben , weiterhin die Lane-Eynon-Methode ( Methoden 7 und 8 , Anlage II , Nr . III.3 und III.4 ) anstelle der Luff-Schoorl-Methode ( Methode 6 von Anlage II Nr . III.3 und III.4 ) anzuwenden . Die in dieser Richtlinie enthaltenen Analysenmethoden entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Lebensmittelausschusses - HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN : Artikel 1 ( 1 ) Die Mitgliedstaaten schreiben vor , daß die für die Nachprüfung der in Anlage I aufgeführten Kriterien notwendigen Analysen nach den in Anlage II dieser Richtlinie beschriebenen Methoden durchgeführt werden .

( 2 ) Vorbehaltlich nachstehendem Satz 2 ist die Methode Luff-Schoorl ( Anlage II , Methode 6 ) zur Bestimmung der reduzierenden Zucker bei folgenden Zuckerarten anzuwenden : - Flüssigzucker , - weissem Flüssigzucker , - Invertfluessigzucker , - weissem Invertfluessigzucker , - Invertzuckersirup , - weissem Invertzuckersirup , - Glukosesirup , - getrocknetem Glukosesirup , - Dextrosemonohydrat , - wasserfreier Dextrose . Die Mitgliedstaaten können jedoch innerhalb ihres Hoheitsgebiets die Anwendung der Methode Lane-Eynon ( Anlage II , Methode(n ) 7 und/oder 8 ) zur Bestimmung der reduzierenden Zucker in einem oder mehreren der oben angeführten Zuckerarten vorschreiben .

( 3 ) Falls ein Mitgliedstaat von der in Absatz 2 Satz 2 vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch macht , teilt er dies unverzueglich der Kommission und den übrigen Mitgliedstaaten mit . Artikel 2 Die Mitgliedstaaten erlassen die erforderlichen Rechts - und Verwaltungsvorschriften , um dieser Richtlinie spätestens achtzehn Monate nach ihrer Bekanntgabe nachzukommen . Sie setzen die Kommission unverzueglich davon in Kenntnis . Artikel 3 Diese Richtlinie ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet . Brüssel , den 26 . Juli 1979 Für die Kommission Etienne DAVIGNON Mitglied der Kommission ( 1 ) ABl . Nr . L 356 vom 27 .

12 . 1973 , S . 71 . ANLAGE I ANWENDUNGSBEREICH DER GEMEINSCHAFTLICHEN ANALYSEMETHODEN FÜR EINIGE FÜR DIE MENSCHLICHE ERNÄHRUNG BESTIMMTE ZUCKERARTEN I . Bestimmung des Masseverlustes durch Trocknung bei : - Halbweißzucker * Anlage II Methode 1 * - Zucker oder Weißzucker * Anlage II Methode 1 * - raffiniertem Zucker oder raffiniertem Weißzucker * Anlage II Methode 1 * II . Bestimmung der Gesamttrockenmasse in : II.1 . - Glukosesirup * Anlage II Methode 2 * - getrocknetem Glukosesirup * Anlage II Methode 2 * - Dextrose , kristallwasserhaltig , oder Traubenzucker , kristallwasserhaltig * Anlage II Methode 2 * - wasserfreier Dextrose oder Traubenzucker , kristallwasserfrei * Anlage II Methode 2 * II.2 . - Flüssigzucker oder weissem Flüssigzucker * Anlage II Methode 3 * - Invertfluessigzucker oder weissem Invertfluessigzucker * Anlage II Methode 3 * - Invertzuckersirup oder weissem Invertzuckersirup * Anlage II Methode 3 * III .

Bestimmung des Gehalts an reduzierenden Zuckern in : III.1 . - Halbweißzucker * Anlage II Methode 4 * III.2 . - Zucker oder Weißzucker * Anlage II Methode 5 * - raffiniertem Zucker oder raffiniertem Weißzucker oder Raffinade * Anlage II Methode 5 * III.3 . - Flüssigzucker * Anlage II Methode 6 oder 7 * - weissem Flüssigzucker * Anlage II Methode 6 oder 7 * - Invertfluessigzucker * Anlage II Methode 6 oder 7 * - weissem Invertfluessigzucker * Anlage II Methode 6 oder 7 * - Invertzuckersirup oder weissem Invertzuckersirup * Anlage II Methode 6 oder 7 * III.4 . - Glukosesirup * Anlage II Methode 6 oder 8 * - getrocknetem Glukosesirup * Anlage II Methode 6 oder 8 * - Dextrose , kristallwasserhaltig , oder Traubenzucker , kristallwasserhaltig * Anlage II Methode 6 oder 8 * - wasserfreier Dextrose oder Traubenzucker , kristallwasserfrei * Anlage II Methode 6 oder 8 * IV .

Bestimmung der Sulfatasche von : - Clukosesirup * Anlage II Methode 9 * - getrocknetem Glukosesirup * Anlage II Methode 9 * - Dextrose , kristallwasserhaltig , oder Traubenzucker , kristallwasserhaltig * Anlage II Methode 9 * - wasserfreier Dextrose oder Traubenzucker , kristallwasserfrei * Anlage II Methode 9 * V . Bestimmung des Drehvermögens ( Polarisation ) von : - Halbweißzucker * Anlage II Methode 10 * - Zucker oder Weißzucker * Anlage II Methode 10 * - raffiniertem Zucker oder raffiniertem Weißzucker bzw . Raffinade * Anlage II Methode 10 * ANLAGE II ANALYSENMETHODEN FÜR DIE BESTIMMUNG DER ZUSAMMENSETZUNG EINIGER FÜR DIE MENSCHLICHE ERNÄHRUNG BESTIMMTER ZUCKERARTEN EINLEITUNG 1 .

Herstellung der Analysenprobe Die Laborprobe muß vor der Analyse sorgfältig homogenisiert werden . Für die Analyse wird eine Menge von mindestens 200 g entnommen und sofort in ein trockenes , luftdicht verschließbares Behältnis gegeben . 2 . Reagenzien und Geräte Bei der Aufzählung der benötigten Geräte werden nur die erwähnt , die besondere Ausführungen aufweisen oder bestimmten Anforderungen genügen müssen . Bei der Erwähnung von Wasser handelt es sich immer um destilliertes oder wenigstens gleichwertiges entmineralisiertes Wasser . Sofern nicht anderweitig spezifiert , müssen alle Reagenzien analysenreine Qualität besitzen .

Die Angabe von Lösungen bezieht sich , sofern nicht ein anderes Lösungsmittel angegeben ist , stets auf wäßrige Lösungen . 3 . Darstellung der Ergebnisse Das im Analyseprotokoll angegebene Ergebnis stellt den Mittelwert aus mindestens zwei Bestimmungen mit zufriedenstellender Wiederholbarkeit dar . Ausser bei besonderen Vorschriften wird das Ergebnis in Prozent ( m/m ) der Originalprobe , wie sie im Laboratorium eintraf , angegeben . Das Ergebnis ist mit nicht mehr Stellen nach dem Komma anzugeben , als die Genauigkeit des Analysenverfahrens zulässt . METHODE 1 BESTIMMUNG DES MASSEVERLUSTES DURCH TROCKNUNG 1 .

Zweck und Anwendungsbereich Das Verfahren ermöglicht die Bestimmung des Masseverlustes durch Trocknung bei : - Halbweißzucker , - Zucker oder Weißzucker , - raffiniertem Zucker oder raffiniertem Weißzucker . 2 . Definition Masseverlust durch Trocknung wird durch Anwendung der nachstehend beschriebenen Methode bestimmt . 3 . Prinzip Der Masseverlust durch Trocknung wird durch Trocknung bei 103 mehr oder weniger 2 * C bestimmt . 4 . Geräte 4.1 . Analysenwaage mit 0,1 mg Ablesegenauigkeit . 4.2 . Trockenschrank mit guter Ventilation und schnell wirkender Temperaturregelung bei 103 mehr oder weniger 2 * C .

4.3 . Metallschale mit flachem Boden ( Metall , das unter den Versuchsverhältnissen nicht angegriffen wird ) , einem Durchmesser von mindestens 100 mm und einer Höhe von mindestens 30 mm . 4.4 . Exsikkator mit trockenem , frisch aktiviertem Kieselgel oder einem gleichwertigen Trockenmittel , das einen Feuchtigkeitsindikator enthält . 5 . Verfahren Anmerkung : Die unter 5.3 bis 5.7 beschriebenen Verfahren sind sofort nach Öffnung der die Proben enthaltenden Behältnisse durchzuführen . 5.1 . Die Schale ( 4.3 ) wird im Trockenschrank ( 4.2 ) bei 103 mehr oder weniger 2 * C bis zur konstanten Masse getrocknet .

5.2 . Die Schale wird im Exsikkator ( 4.4 ) ( mindestens 30 bis 35 Minuten ) abgekühlt und auf 0,1 mg genau gewogen . 5.3 . Etwa 20 bis 30 g der Probe werden auf 0,1 mg genau in die Schale eingewogen . 5.4 . Die Schale mit Inhalt wird sodann 3 Stunden lang im Trockenschrank ( 4.2 ) bei einer Temperatur von 103 mehr oder weniger 2 * C aufbewahrt . 5.5 . Die Schale wird im Exsikkator ( 4.4 ) abgekühlt und auf 0,1 mg genau gewogen . 5.6 . Die Schale wird erneut für mindestens 30 Minuten in dem Trockenschrank ( 4.2 ) bei 103 mehr oder weniger 2 * C aufbewahrt . Man lässt im Exsikkator ( 4.4 ) abkühlen und wiegt auf 0,1 mg genau .

Dieser Vorgang wird wiederholt , wenn der Unterschied zwischen zwei aufeinanderfolgenden Wägungen mehr als 1 mg beträgt . Sollte sich eine Massenerhöhung ergeben , so ist die Bestimmung zu wiederholen . 5.7 . Die gesamte Trockenzeit darf 4 Stunden nicht übersteigen . 6 . Darstellung der Ergebnisse 6.1 . Formel und Berechnung der Ergebnisse Der Masseverlust durch Trocknung , in Masse-Prozent der Probe , ergibt sich aus folgender Formel : ( m0 - m1 ) /m0 mal 100 hier bedeuten : m0 = die ursprüngliche Masse der Versuchsprobe in Gramm , m1 = die Masse der getrockneten Versuchsprobe in Gramm . 6.2 .

Wiederholbarkeit Der Unterschied zwischen den Ergebnissen zweier unter denselben Bedingungen , durch denselben Analytiker , an derselben Probe parallel vorgenommenen Bestimmungen darf nicht mehr als 0,02 g auf 100 g der Probe betragen . METHODE 2 BESTIMMUNG DER TROCKENMASSE ( Vakuumtrocknung ) 1 . Zweck und Anwendungsbereich Die Methode ermöglicht die Bestimmung des Gehalts an Trockenmasse bei : - Glukosesirup , - getrocknetem Glukosesirup , - Dextrose , kristallwasserhaltig , oder Traubenzucker , kristallwasserhaltig , - wasserfreier Dextrose oder Traubenzucker , kristallwasserfrei . 2 . Definition Der Trockenmassegehalt wird durch Anwendung der nachstehend beschriebenen Methode erhalten .

3 . Prinzip Die Bestimmung des Masseverlustes durch Trocknung erfolgt , indem man eine verdünnte und bei Glukosesirup und getrocknetem Glukosesirup mit Kieselgur gemische Versuchsprobe im Vakuumtrockenschrank bei einem Druck von höchstens 3,3 kPa ( 34 mbar ) und einer Temperatur von 70 mehr oder weniger 1 * C trocknet . 4 . Reagenzien 4.1 . Kieselgur für Analysenzwecke wiederholt in einem Büchnertrichter mit verdünnter Salzsäure ( 1 ml konzentrierte Salzsäure , r 20 = 1,19 g/ml je Liter Wasser ) waschen , bis das Filtrat deutlich sauer reagiert . Man wäscht mit Wasser nach , bis der pH-Wert des Waschwassers über 4 liegt .

Das Kieselgur wird im Trockenschrank bei 103 mehr oder weniger 2 * C getrocknet ; das erhaltene weisse Pulver wird in einem dicht verschließbaren Gefäß aufbewahrt . 5 . Geräte 5.1 . Vakuum-Trockenschrank , mit automatischer Temperaturregelung , Thermometer und Vakuummanometer . Der Schrank muß so konstruiert sein , daß eine schnelle Wärmeuebertragung auf die Proben in den Einschüben sichergestellt ist . 5.2 . Einrichtung zur Lufttrocknung , bestehend aus einer mit frisch aktiviertem Kieselgel oder einem gleichwertigen Trockenmittel mit Feuchtigkeitsindikator gefuellten Trockensäule . Die Trockensäule ist mit einer konzentrierte Schwefelsäure enthaltenden Gaswaschflasche in Reihe geschaltet , die mit der Lufteintrittsöffnung des Trockenschrankes verbunden ist .

5.3 . Vakuumpumpe , mit der im Trockenschrank ein Vakuum von weniger als 3,3 kPa ( 34 mbar ) aufrechterhalten werden kann . 5.4 . Metallschale mit flachem Boden ( Metall , das vom Glukosesirup oder der Dextrose unter den Versuchsverhältnissen nicht angegriffen wird ) von etwa 100 mm Durchmesser und mindestens 30 mm Höhe . 5.5 . Glasstab , der über den Rand der Schale reicht . 5.6 . Exsikkator mit frisch aktiviertem Kieselgel oder einem gleichwertigen Trocknungsmittel sowie mit einem Feuchtigkeitsindikator . 5.7 . Analysenwaage : Ablesegenauigkeit 0,1 mg . 6 . Verfahren 6.1 . Etwa 30 g Kieselgur ( 4.1 ) werden in eine Schale ( 5.4 ) gegeben , die mit dem Glasstab ( 5.5 ) versehen ist .

Man stellt das Ganze in den Trockenschrank ( 5.1 ) bei 70 * mehr oder weniger 1 * C und verringert den Druck auf mindestens 3,3 kPa ( 34 mbar ) . Man trocknet 5 Stunden lang , wobei ein schwacher Strom getrockneter Luft durch den Trockenschrank geleitet wird . Man prüft den Druck von Zeit zu Zeit und berichtigt ihn notfalls . 6.2 . Man stellt den atmosphärischen Druck im Trockenschrank wieder her , indem man langsam trockene Luft einlässt . Man stellt die Schale mit dem Glasstab sofort in den Exsikkator ( 5.6 ) , lässt abkühlen und wiegt . 6.3 . Eine Probenmenge von etwa 10 g wird auf 1 mg genau in ein 100-ml-Becherglas eingewogen .

6.4 . Die Probe wird mit 10 ml warmem Wasser verdünnt und quantitativ in die gewogene Schale überführt , wobei man mit dem Glasstab ( 5.5 ) durchrührt und dreimal mit 5 ml warmem Wasser nachspült . Sehr sorgfältig homogenisieren . 6.5 . Die Schale mit der Probe und dem Glasstab wird in den Trockenschrank gestellt und der Druck im Trockenschrank auf mindestens 3,3 kPa ( 34 mbar ) verringert . Während der Trocknung bei 70 mehr oder weniger 1 * C wird wieder ein schwacher Strom getrockneter Luft durch den Trockenschrank geleitet . Man lässt die Probe 20 Stunden im Trockenschrank , führt aber das Verfahren in solcher Weise durch , daß die Trocknung schon vor Ende des ersten Tages weit fortgeschritten ist .

Man lässt die Vakuumpumpe ständig eingeschaltet , damit auch nachts bei vorgeschriebenem Druck von ungefähr 3,3 kPa ( 34 mbar ) ein schwacher Strom getrockneter Luft durch den Trockenschrank geleitet werden kann . 6.6 . Man stellt die Pumpe ab und leitet langsam trockene Luft in den Trockenschrank ein , bis normaler Luftdruck erreicht ist . Man stellt die Schale sofort in den Exsikkator ( 5.6 ) , lässt abkühlen und wiegt . 6.7 . Man setzt die Trocknung wie unter 6.5 beschrieben noch 4 Stunden fort und führt danach den Druckausgleich herbei und stellt die Schale sofort in den Exsikkator . Man lässt abkühlen und wiegt .

Man prüft die Konstanz der erhaltenen Masse . Konstantes Gewicht ist erreicht , wenn der Gewichtsverlust zwischen zwei Wägungen der gleichen Schale nicht mehr als 2 mg beträgt . Ist der Gewichtsverlust höher , so ist das Verfahren ( 6.7 ) erneut durchzuführen . 6.8 . Die Bestimmung des Trockenmassegehalts von Dextrose kristallwasserhaltig und Dextrose kristallwasserfrei wird nach dem Verfahren in Absatz 6 ohne Verwendung von Kieselgur und Wasser durchgeführt . 7 . Darstellung der Ergebnisse 7.1 . Formel und Berechnung der Ergebnisse Der in Masse -% ausgedrückte Gehalt an Trockenmasse errechnet sich aus folgender Gleichung :

( m1 - m2 ) mal 100/m0 Hierbei bedeuten : m0 = die ursprüngliche Masse der Versuchsprobe in g , m1 = die Masse der Schale mit Kieselgur , Glasstab und Trocknungsrückstand in g , m2 = die Masse der Schale mit Kieselgur und Glasstab in g . 7.2 . Wiederholbarkeit Der Unterschied zwischen den Ergebnissen zweier unter denselben Bedingungen , durch denselben Analytiker , an derselben Probe parallel vorgenommenen Bestimmungen darf nicht mehr als 0,12 g auf 100 g der Probe betragen . METHODE 3 BESTIMMUNG DER GESAMTTROCKENMASSE ( durch Refraktometrie ) 1 . Zweck und Anwendungsbereich Die Methode erlaubt die Bestimmung des Gehaltes an Trockenmasse von : - Flüssigzucker , - weissem Flüssigzucker , - Invertfluessigzucker , - weissem Invertfluessigzucker , - Invertzuckersirup , - weissem Invertzuckersirup .

2 . Definition Der Gehalt an Trockenmasse wird nach der nachstehend beschriebenen Methode bestimmt . 3 . Prinzip Der Brechungsindex der Probe wird bei 20 * C bestimmt und anhand der nachstehenden Umrechnungstabellen , die die Konzentration als Funktion des Brechungsindex angeben , die Trokkenmasse der Zucker ermittelt . 4 . Geräte 4.1 . Refraktometer zum Ablesen des Brechungsindex mit Ablesegenauigkeit bis zur vierten Dezimalstelle , Thermometer und Umlaufthermostat für 20 * mehr oder weniger 0,5 * C . 5 . Verfahren 5.1 . In der Probe etwa vorhandene Kristalle auflösen , indem 1 : 1 ( m/m ) verdünnt wird .

5.2 . Der Brechungsindex der Probe wird bei 20 * C mit dem Refraktometer ( 4.1 ) gemessen . 6 . Darstellung der Ergebnisse 6.1 . Berechnung der Ergebnisse Der Gehalt an Trockenmasse wird anhand der Brechungsindizes von Saccharoselösungen bei 20 * C nach den nachstehenden Tabellen ermittelt , mit einem Korrekturzuschlag von 0,022 je 1 % des in der Probe enthaltenen Invertzuckers . 6.2 . Sofern die Probe mit Wasser im Verhältnis 1 : 1 ( m : m ) verdünnt wurde , wird die berechnete Menge Trockenmasse mit 2 multipliziert . 6.3 . Wiederholbarkeit Der Unterschied zwischen den Ergebnissen zweier unter denselben Bedingungen , durch denselben Analytiker , an derselben Probe parallel vorgenommenen Bestimmungen darf nicht mehr als 0,2 g/100 g betragen .

REFERENZ-TABELLEN Brechungsindices ( n ) von Sucroselösungen bei 20 * C ( 1 ) n * Sucrose * 20 * * % * 1,3330 * 0,009 * 1,3331 * 0,078 * 1,3332 * 0,149 * 1,3333 * 0,218 * 1,3334 * 0,288 * 1,3335 * 0,358 * 1,3336 * 0,428 * 1,3337 * 0,498 * 1,3338 * 0,567 * 1,3339 * 0,637 * 1,3340 * 0,707 * 1,3341 * 0,776 * 1,3342 * 0,846 * 1,3343 * 0,915 * 1,3344 * 0,985 * 1,3345 * 1,054 * 1,3346 * 1,124 * 1,3347 * 1,193 * 1,3348 * 1,263 * 1,3349 * 1,332 * 1,3350 * 1,401 * 1,3351 * 1,470 * 1,3352 * 1,540 * 1,3353 * 1,609 * 1,3354 * 1,678 * 1,3355 * 1,747 * 1,3356 * 1,816 * 1,3357 * 1,885 * 1,3358 * 1,954 * 1,3359 * 2,023 * 1,3360 * 2,092 * 1,3361 * 2,161 * 1,3362 * 2,230 * 1,3363 * 2,299 * 1,3364 * 2,367 * n * Sucrose * 20 * * % * 1,3365 * 2,436 * 1,3366 * 2,505 * 1,3367 * 2,574 * 1,3368 * 2,642 * 1,3369 * 2,711 * 1,3370 * 2,779 * 1,3371 * 2,848 * 1,3372 * 2,917 * 1,3373 * 2,985 * 1,3374 * 3,053 * 1,3375 * 3,122 * 1,3376 * 3,190 * 1,3377 * 3,259 * 1,3378 * 3,327 * 1,3379 * 3,395 * 1,3380 * 3,463 1,3381 * 3,532 * 1,3382 * 3,600 * 1,3383 * 3,668 * 1,3384 * 3,736 * 1,3385 * 3,804 * 1,3386 * 3,872 * 1,3387 * 3,940 * 1,3388 * 4,008 * 1,3389 * 4,076 * 1,3390 * 4,144 * 1,3391 * 4,212 * 1,3392 * 4,279 * 1,3393 * 4,347 * 1,3394 * 4,415 * 1,3395 * 4,483 * 1,3396 * 4,550 * 1,3397 * 4,618 * 1,3398 * 4,686 * 1,3399 * 4,753 * n * Sucrose * 20 * * % * 1,3400 * 4,821 * 1,3401 * 4,888 * 1,3402 * 4,956 * 1,3403 * 5,023 * 1,3404 * 5,091 * 1,3405 * 5,158 * 1,3406 * 5,225 * 1,3407 * 5,293 * 1,3408 * 5,360 * 1,3409 * 5,427 * 1,3410 * 5,494 * 1,3411 * 5,562 * 1,3412 * 5,629 * 1,3413 * 5,696 * 1,3414 * 5,763 * 1,3415 * 5,830 * 1,3416 * 5,897 * 1,3417 * 5,964 * 1,3418 * 6,031 * 1,3419 * 6,098 * 1,3420 * 6,165 * 1,3421 * 6,231 * 1,3422 * 6,298 * 1,3423 * 6,365 * 1,3424 * 6,432 * 1,3425 * 6,498 * 1,3426 * 6,565 * 1,3427 * 6,632 * 1,3428 * 6,698 * 1,3429 * 6,765 * 1,3430 * 6,831 * 1,3431 * 6,898 * 1,3432 * 6,964 * 1,3433 * 7,031 * 1,3434 * 7,097 * n * Sucrose * 20 * * % * 1,3435 * 7,164 * 1,3436 * 7,230 * 1,3437 * 7,296 * 1,3438 * 7,362 * 1,3439 * 7,429 * 1,3440 * 7,495 * 1,3441 * 7,561 * 1,3442 * 7,627 * 1,3443 * 7,693 * 1,3444 * 7,759 * 1,3445 * 7,825 * 1,3446 * 7,891 * 1,3447 * 7,957 * 1,3448 * 8,023 * 1,3449 * 8,089 * 1,3450 * 8,155 * 1,3451 * 8,221 * 1,3452 * 8,287 * 1,3453 * 8,352 * 1,3454 * 8,418 * 1,3455 * 8,484 * 1,3456 * 8,550 * 1,3457 * 8,615 * 1,3458 * 8,681 * 1,3459 * 8,746 * 1,3460 * 8,812 * 1,3461 * 8,878 * 1,3462 * 8,943 * 1,3463 * 9,008 * 1,3464 * 9,074 * 1,3465 * 9,139 * 1,3466 * 9,205 * 1,3467 * 9,270 * 1,3468 * 9,335 * 1,3469 * 9,400 * n * Sucrose * 20 * * % * 1,3470 * 9,466 * 1,3471 * 9,531 * 1,3472 * 9,596 * 1,3473 * 9,661 * 1,3474 * 9,726 * 1,3475 * 9,791 * 1,3476 * 9,856 * 1,3477 * 9,921 * 1,3478 * 9,986 * 1,3479 * 10,051 * 1,3480 * 10,116 * 1,3481 * 10,181 * 1,3482 * 10,246 * 1,3483 * 10,311 * 1,3484 * 10,375 * 1,3485 * 10,440 * 1,3486 * 10,505 * 1,3487 * 10,570 * 1,3488 * 10,634 * 1,3489 * 10,699 * 1,3490 * 10,763 * 1,3491 * 10,828 * 1,3492 * 10,892 * 1,3493 * 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79,620 * 1,4898 * 79,659 * 1,4899 * 79,697 * 1,4900 * 79,735 * 1,4901 * 79,773 * 1,4902 * 79,811 * 1,4903 * 79,850 * 1,4904 * 79,888 * 1,4905 * 79,926 * 1,4906 * 79,964 * 1,4907 * 80,002 * 1,4908 * 80,040 * 1,4909 * 80,078 * 1,4910 * 80,116 * 1,4911 * 80,154 * 1,4912 * 80,192 * 1,4913 * 80,231 * 1,4914 * 80,269 * 1,4915 * 80,307 * 1,4916 * 80,345 * 1,4917 * 80,383 * 1,4918 * 80,421 * 1,4919 * 80,459 * n * Sucrose * 20 * * % * 1,4920 * 80,497 * 1,4921 * 80,534 * 1,4922 * 80,572 * 1,4923 * 80,610 * 1,4924 * 80,648 * 1,4925 * 80,686 * 1,4926 * 80,724 * 1,4927 * 80,762 * 1,4928 * 80,800 * 1,4929 * 80,838 * 1,4930 * 80,876 * 1,4931 * 80,913 * 1,4932 * 80,951 * 1,4933 * 80,989 * 1,4934 * 81,027 * 1,4935 * 81,065 * 1,4936 * 81,103 * 1,4937 * 81,140 * 1,4938 * 81,178 * 1,4939 * 81,216 * 1,4940 * 81,254 * 1,4941 * 81,291 * 1,4942 * 81,329 * 1,4943 * 81,367 * 1,4944 * 81,405 * 1,4945 * 81,442 * 1,4946 * 81,480 * 1,4947 * 81,518 * 1,4948 * 81,555 * 1,4949 * 81,593 * 1,4950 * 81,631 * 1,4951 * 81,668 * 1,4952 * 81,706 * 1,4953 * 81,744 * 1,4954 * 81,781 * 1,4955 * 81,819 * 1,4956 * 81,856 * 1,4957 * 81,894 * 1,4958 * 81,932 * 1,4959 * 81,969 * n * Sucrose * 20 * * % * 1,4960 * 82,007 * 1,4961 * 82,044 * 1,4962 * 82,082 * 1,4963 * 82,119 * 1,4964 * 82,157 * 1,4965 * 82,194 * 1,4966 * 82,232 * 1,4967 * 82,269 * 1,4968 * 82,307 * 1,4969 * 82,344 * 1,4970 * 82,381 * 1,4971 * 82,419 * 1,4972 * 82,456 * 1,4973 * 82,494 * 1,4974 * 82,531 * 1,4975 * 82,569 * 1,4976 * 82,606 * 1,4977 * 82,643 * 1,4978 * 82,681 * 1,4979 * 82,718 * 1,4980 * 82,755 * 1,4981 * 82,793 * 1,4982 * 82,830 * 1,4983 * 82,867 * 1,4984 * 82,905 * 1,4985 * 82,942 * 1,4986 * 82,979 * 1,4987 * 83,016 * 1,4988 * 83,054 * 1,4989 * 83,091 * 1,4990 * 83,128 * 1,4991 * 83,165 * 1,4992 * 83,202 * 1,4993 * 83,240 * 1,4994 * 83,277 * 1,4995 * 83,314 * 1,4996 * 83,351 * 1,4997 * 83,388 * 1,4998 * 83,425 * 1,4999 * 83,463 * n * Sucrose * 20 * * % * 1,5000 * 83,500 * 1,5001 * 83,537 * 1,5002 * 83,574 * 1,5003 * 83,611 * 1,5004 * 83,648 * 1,5005 * 83,685 * 1,5006 * 83,722 * 1,5007 * 83,759 * 1,5008 * 83,796 * 1,5009 * 83,833 * 1,5010 * 83,870 * 1,5011 * 83,907 * 1,5012 * 83,944 * 1,5013 * 83,981 * 1,5014 * 84,018 * 1,5015 * 84,055 * 1,5016 * 84,092 * 1,5017 * 84,129 * 1,5018 * 84,166 * 1,5019 * 84,203 * 1,5020 * 84,240 * 1,5021 * 84,277 * 1,5022 * 84,314 * 1,5023 * 84,351 * 1,5024 * 84,388 * 1,5025 * 84,424 * 1,5026 * 84,461 * 1,5027 * 84,498 * 1,5028 * 84,535 * 1,5029 * 84,572 * 1,5030 * 84,609 * 1,5031 * 84,645 * 1,5032 * 84,682 * 1,5033 * 84,719 * 1,5034 * 84,756 * 1,5035 * 84,792 * 1,5036 * 84,829 * 1,5037 * 84,866 * 1,5038 * 84,903 * 1,5039 * 84,939 * n * Sucrose * 20 * * % * 1,5040 * 84,976 * 1,5041 * 85,013 * 1,5042 * 85,049 * 1,5043 * 85,086 * 1,5044 * 85,123 * 1,5045 * 85,159 * 1,5046 * 85,196 * 1,5047 * 85,233 * 1,5048 * 85,269 * 1,5049 * 85,306 * 1,5050 * 85,343 * 1,5051 * 85,379 * 1,5052 * 85,416 * 1,5053 * 85,452 * 1,5054 * 85,489 * 1,5055 * 85,525 * 1,5056 * 85,562 * 1,5057 * 85,598 * 1,5058 * 85,635 * 1,5059 * 85,672 * 1,5060 * 85,708 * 1,5061 * 85,744 * 1,5062 * 85,781 * 1,5063 * 85,817 * 1,5064 * 85,854 * 1,5065 * 85,890 * 1,5066 * 85,927 * 1,5067 * 85,963 * 1,5068 * 86,000 * 1,5069 * 86,036 * 1,5070 * 86,072 * 1,5071 * 86,109 * 1,5072 * 86,145 * 1,5073 * 86,182 * 1,5074 * 86,218 * 1,5075 * 86,254 * 1,5076 * 86,291 * 1,5077 * 86,327 * 1,5078 86,363 1,5079 * 86,399 * ( 1 ) Die in diesen Tabellen aufgeführten Werte sind nach der von K .

Rosenhauer für ICUMSA entwickelten Gleichung berechnet , von Frank G . Carpenter ( USDA ) programmiert und computerverarbeitet und in SUGAR J . 33 , 15-22 ( Juni 1970 ) veröffentlicht . Der Brechungsindex würde bei 20 * mit der D-Linie von Na gemessen ; Brix ( Gewichts % Sucrose ) wurde durch Wiegen bei 20 % in Luftatmosphare - 760 Torr * mm Hg Druck und 50 % relative Feuchtigkeit - ermittelt . Sie ersetzt die frühere Tabelle 47.012 , 11 . Ausgabe , entnommen aus INTERN , SUGAR J . 39.22 * , 1937 . METHODE 4 BESTIMMUNG DES GEHALTS AN REDUZIERENDEN ZUCKERN , ALS INVERTZUCKER AUSGEDRÜCKT ( Methode des Instituts Berlin ) I .

Zweck und Anwendungsbereich Die Methode ist anwendbar bei einem Gehalt an reduzierenden Zuckern , als Invertzucker ausgedrückt : - Halbweißzucker . 2 . Definition Reduzierende Zucker , ausgedrückt als Invertzucker , werden nach nachstehend beschriebener Methode bestimmt . 3 . Prinzip Reduktion einer Cu-(II)-Lösung mittels einer Lösung reduzierender Zucker . Das gebildete Cu-(I)-Oxid wird durch eine Jodlösung oxydiert und der Jodüberschuß mit eingestellter Natriumthiosulfatlösung zurücktitriert . 4 . Reagenzien 4.1 . Cu-(II)-Lösung ( Müllersche Lösung ) 4.1.1 . 35 g Kupfer-(II)-sulfatpentahydrat ( CuSO4.5H2O ) werden in 400 ml kochendem Wasser gelöst .

Abkühlen . 4.1.2 . 173 g Kaliumnatriumtartrattetrahydrat ( KNaC4H4O6.4H2O ) und 68 g wasserfreies Natriumkarbonat werden in 500 ml kochendem Wasser gelöst . Abkühlen . 4.1.3 . Beide Lösungen ( 4.1.1 und 4.1.2 ) werden in einem 1-Liter-Meßkolben vermischt und mit Wasser zu 1 Liter aufgefuellt . Nach Zusatz von 2 g Aktivkohle wird durchgeschüttelt , mehrere Stunden stehen gelassen und durch ein gehärtetes Papierfilter oder ein Membranfilter abfiltriert . Scheiden sich beim Stehen kleine Mengen Cu-(I)-Oxid ab , so muß erneut filtriert werden . 4.2 . 5 mol/l Essigsäurelösung . 4.3 . 0,01665 mol/l Jodlösung .

4.4 . 0,0333 mol/l Natriumthiosulfatlösung . 4.5 . Stärkelösung : 1 Liter siedende * Wasser wird eine Mischung aus 5 g löslicher Stärke und 30 ml Wasser hinzugefügt . Nach 3 Minuten langem Sieden wird abkühlen gelassen ; gegebenenfalls werden als Konservierungsmittel 10 mg Quecksilber-(II)-Jodid hinzugefügt . 5 . Geräte 5.1 . 300-ml-Erlenmeyerkolben ; Pipetten und Büretten mit ausreichender Ablesegenauigkeit . 5.2 . Wasserbad . 6 . Verfahren 6.1 . In einen 300-ml-Erlenmeyerkolben wird eine Menge der Probe gegeben ( 10 g oder weniger ) , die nicht mehr als 30 mg Invertzucker enthält , und in etwa 100 ml Wasser aufgelöst .

Mittels Pipette werden 10 ml der Cu-(II)-Lösung ( 4.1 ) zugesetzt . Es wird geschüttelt und der Kolben genau 10 Minuten lang in ein kochendes Wasserbad gesetzt . Die Oberfläche der Lösung im Kolben muß mindestens 20 mm niedriger stehen als die Oberfläche des Wasserbads . Die Abkühlung erfolgt rasch in einem kalten Wasserstrom . Dabei darf die Lösung nicht bewegt werden , damit der Luftsauerstoff nicht einen Teil des Cu-(I)-Oxid-Niederschlags wieder auflöst . Danach werden 5 ml der Essigsäurelösung 5 mol/l ( 4.2 ) vorsichtig zugesetzt und unverzueglich mittels Bürette ein Überschuß der Jodlösung 0,01665 mol/l ( 4.3 ) ( 20 bis 40 ml ) hinzugefügt .

Nach Auflösung des Kupferniederschlags durch Umschwenken titriert man den Jodüberschuß mit der Natriumthiosulfatlösung 0,0333 mol/1 ( 4.4 ) unter Zusatz einiger Tropfen Stärkelösung ( 4.5 ) gegen Ende der Titration zurück . 6.2 . Zuvor wird ein Blindversuch mit Wasser durchgeführt . Der Blindversuch ist für jede Zubereitung von Cu-(II)-Lösung ( 4.1 ) durchzuführen ; der Blindwert sollte 0,1 ml nicht überschreiten . 6.3 . Mit der Zuckerlösung wird ein Kaltversuch durchgeführt . Hierbei lässt man die Lösung 10 Minuten lang bei Raumtemperatur stehen , um eventuell vorhandene andere reduzierende Stoffe wie z .

B . SO2 zu berücksichtigen . 7 . Darstellung der Ergebnisse 7.1 . Formel und Berechnung der Ergebnisse Menge der verbrauchten Jodlösung : ml der als Überschuß hinzugefügten 0,01665-mol/l-Jodlösung minus ml der für die Titration verwendeten 0,0333-mol/l-Natriumthiosulfatlösung . Von der Menge der verbrauchten 0,01665-mol/l-Jodlösung sind abzuziehen : 7.1.1 . die Anzahl ml , die bei dem vorangehenden Blindversuch ( 6.2 ) mit Wasser verbraucht wurden ; 7.1.2 . die Anzahl ml , die bei dem Kaltversuch ( 6.3 ) mit der Zuckerlösung verbraucht wurden ; 7.1.3 . 2,0 ml zur Berücksichtigung des reduzierenden Einflusses von 10 g Saccharose oder einer anteiligen Menge , wenn die Einwaage weniger als 10 g betrug ( Saccharosekorrektur ) .

Nach Vornahme dieser Korrekturen entspricht der Verbrauch von 1 ml Jodlösung einer Invertzuckermenge von 1 mg . Der Invertzuckergehalt in Prozent der Probe wird nach folgender Formel berechnet : V1/10 mal m o hierbei bedeuten V1 = Menge der 0,01665-mol/l-Jodlösung ( 4.3 ) in ml nach Abzug der Korrektur , m0 = Masse der Probe in g . 7.2 . Wiederholbarkeit Der Unterschied zwischen den Ergebnissen zweier unter denselben Bedingungen , durch denselben Analytiker , an derselben Probe parallel vorgenommenen Bestimmungen darf nicht mehr als 0,02 g/100 g betragen . METHODE 5 BESTIMMUNG DES GEHALTS AN REDUZIERENDEN ZUCKERN , ALS INVERTZUCKER AUSGEDRÜCKT ( Knight und Allen-Methode ) 1 .

Zweck und Anweadungsbereich Diese Methode erlaubt die Bestimmung eines Invertzuckengenalts in - Zucker oder Weißzucker , - Raffinadezucker oder Raffinadeweißzucker . 2 . Definition Reduzierende Zucker , ausgedrückt als Invertzucker , werden nach der nachstehend beschriebenen Methode bestimmt . 3 . Prinzip Ein Kupfer-II-Reagenz wird im Überschuß zu der Probenlösung gegeben , reduziert und der nicht reduzierte Anteil mit EDTA-Lösung zurücktitriert . 4 . Reagenzien 4.1 . Äthylendiaminteträssigsäure-Lösung ( Dinatriumsalz ) ( EDTA ) , 0,0025 mol/l : Man löst 0,930 g EDTA in Wasser und fuellt mit Wasser auf 1 000 ml auf .

4.2 . Murexidindikatorlösung : Man gibt 0,25 g Murexid in 50 ml Wasser und vermischt mit 20 ml einer 0,2-g/100 ml-Lösung von Methylenblau . 4.3 . Alkalisches Kupferreagenz : Man löst 25 g wasserfreies Natriumkarbonat und 25 g Kaliumnatriumtartrattetrahydrat in etwa 600 ml Wasser , das 40 ml 1,0-mol/l-Natronlauge enthält . Danach löst man 6,0 g Kupfer-(II)-sulfatpentahydrat ( CuSO45H2O ) in etwa 100 ml Wasser und gibt dies zu der Tartratlösung . Man fuellt mit Wasser auf 1 000 ml auf . Man beachte : die Lösung ist nur begrenzt haltbar ( 1 Woche ) . 4.4 . Invertzucker-standardlösung : In einem 250-ml-Meßkolben löst man 23,75 g reine Saccharose in etwa 120 ml Wasser , gibt 9 ml Salzsäure ( r 20 = 1,16 ) hinzu und lässt 8 Tage bei Zimmertemperatur stehen .

Die Lösung auf 250 ml auffuellen und die Vollständigkeit der Hydrolyse mittels Saccherimeter oder Polarimeter unter Verwendung eines Polarimeterrohres von 200 mm wirksamer Länge ( 8 ) kontrollieren . Man müsste - 11,80 * mehr oder weniger 0,05 * S erhalten . Mit einer Pipette 200 ml dieser Lösung in einen Meßkolben von 2 000 ml geben . Mit Wasser verdünnen und unter Schütteln ( um eine zu hohe lokale Alkalität zu vermeiden ) 71,4 ml Natriumhydroxid 1 mol/l ( 4.2 ) , die 4 g Benzoësäure enthalten , hinzufügen . Auf 2 000 ml auffuellen , um eine Lösung mit 1 g/100 ml Invertzucker zu erhalten .

Die Lösung müsste einen pH-Wert von ungefähr 3 haben . Diese stabile konzentrierte Lösung sollte unmittelbar vor der Verwendung verdünnt werden . 4.5 . Reine Saccharose : Probe von reiner Saccharose mit einem Invertzuckergehalt von nicht mehr als 0,001 g/100 g . 5 . Geräte 5.1 . Reagenzglas 150 mal 20 mm . 5.2 . Weisse Prozellanschale . 5.3 . Analysenwaage mit einer Genauigkeit von 0,1 mg . 6 . Verfahren 6.1 . 5g der Zuckerprobe werden in 5 ml kaltem Wasser , die man in das Reagenzglas ( 5.1 ) gibt , gelöst . Man fügt 2 ml Kupferreagenz ( 4.3 ) hinzu und mischt . Man hält das Reagenzglas 5 Minuten in ein kochendes Wasserbad und kühlt dann in kaltem Wasser .

6.2 . Man gibt die Lösung in eine Porzellanschale ( 5.2 ) und spült das Reagenzglas mit einigen ml Wasser . Man gibt drei Tropfen Indikator ( 4.2 ) hinzu und titriert mit EDTA-Lösung ( 4.1 ) . V0 ist die für die Titration gebrauchte Anzahl ml der EDTA-Lösung . Unmittelbar vor dem Titrationsendpunkt tritt in der Titrationslösung ein Farbumschlag von grün über grau nach purpurfarben am Titrationsendpunkt auf . Die purpurne Farbe verschwindet langsam , da Oxydation von Kupfer-(I)-Oxid zu Kupfer-(II)-Oxid stattfindet ; dabei hängt die Geschwindigkeit zum Teil von der Menge an in der Lösung vorhandenem reduziertem Kupfer ab .

Aus diesem Grund sollte der Titrationsendpunkt möglichst schnell erreicht werden . 6.3 . Man erstellt eine Eichkurve , indem man bekannte Mengen Invertzucker ( entsprechend verdünnte Lösung 4.4 ) zu 5 g Saccharose ( 4.5 ) gibt und 5 ml kaltes Wasser hinzufügt . Die Titrationswerte in ml werden in Abhängigkeit vom Prozentsatz an dem 5 g Saccharose zugegebenen Invertzucker aufgetragen : die erhaltene Kurve ist für den Bereich von 0,001 bis 0,019 g/100 g Invertzucker in der Probe eine Gerade . 7 . Darstellung der Ergebnisse 7.1 . Art der Berechnung Man liest auf der Eichkurve den Prozentsatz an Invertzucker a * der dem bei der Analyse der Probe festgestellten Wert von V0 ml EDTA entspricht .

7.2 . Wenn in der zu untersuchenden Probe Invertzuckerkonzentrationen von mehr als 0,017 g/100 g vorliegen , ist bei Anwendung des Verfahrens ( 6.1 ) eine entsprechend geringere Menge Probensubstanz zu verwenden ; die Analysenprobe muß jedoch mit reiner Saccharose ( 4.5 ) auf 5 g aufgefuellt werden . 7.3 . Wiederholbarkeit Der Unterschied zwischen den Ergebnissen zweier , unter denselben Bedingungen , durch denselben Analytiker , an derselben Probe parallel vorgenommenen Bestimmungen darf nicht mehr als 0,005 g je 100 g Probe betragen . 8 . Anmerkung Bei Verwendung eines Polarimeters ( Prazisionspolarimeterrohr von 200 mm Lange ;

Lichtquelle : Natriumdampflampe ; Temperatur des Raumes , in dem sich das Gerat befindet , in der Grössenordnung von 20 * C ) sind zur Umrechnung in * S die abgelesenen Bogengrade mit 2,889 zu multiplizieren . METHODE 6 BESTIMMUNG DES GEHALTS AN REDUZIERENDEN ZUCKERN , ALS INVERTZUCKER ODER D-GLUKOSE AUSGEDRÜCKT ( Methode Luff-Schoorl ) 1 . Zweck und Anwendungsbereich Die Methode erlaubt die Bestimmung : 1.1 . des Gehalts an reduzierenden Zuckern ( als Invertzucker ausgedrückt ) bei : - Flüssigzucker , - weissem Flüssigzucker , - Invertfluessigzucker , - weissem Invertfluessigzucker , - Invertzuckersirup , - weissen Invertzuckersirup ;

1.2 . des Gehalts an reduzierenden Substanzen , die , auf die Trockenmasse bezogen , das Dextroseäquivalent darstellen , bei : - Glukosesirup , - getrocknetem Glukosesirup ; 1.3 . der Dextrose ( D-Glukose ) bei : - Dextrose , kristallwasserhaltig , oder Traubenzucker , kristallwasserhaltig , - wasserfreier Dextrose oder Traubenzucker , kristallwasserfrei . 2 . Definition Reduzierende Zucker , ausgedrückt als Invertzucker : der Gehalt an reduzierenden Zuckern , ausgedrückt als Invertzucker , D-Glukose oder Dextroseäquivalent , wird bestimmt nach der nachstehend beschriebenen Methode . 3 . Prinzip Die Lösung , in der sich die reduzierenden Zucker befinden , wird gegebenenfalls geklärt ; sie wird nach Zugabe einer Kupfer-(II)-Lösung unter standardisierten Bedingungen gekocht , wobei Kupfer-(II ) teilweise zu Kupfer-(I ) reduziert wird .

Der Überschuß an Kupfer-(II ) wird jodometrisch bestimmt . 4 . Reagenzien 4.1 . Carrez-Lösung I : 21,95 g Zinkacetatdihydrat Zn(CH3COO)2.2H2O oder 24 g Zinkacetattrihydrat Zn(CH3COO)2.3H2O und 3 ml Eisessig werden in Wasser gelöst und auf 100 ml aufgefuellt . 4.2 . Carrez-Lösung II : 10,6 g Kaliumhexacyanoferrat-(II)-Trihydrat K4 ( Fe ( CN)6).3H2O werden in Wasser gelöst und auf 100 ml aufgefuellt . 4.3 . Reagenz nach Luff-Schoorl Folgende Lösungen sind herzustellen : 4.3.1 . Kupfer-(II)-sulfatlösung : 25 g Kupfer-(II)-sulfatpentahydrat CuSO4.5H2O , eisenfrei , werden in 100 ml Wasser gelöst .

4.3.2 . Zitronensäurelösung : 50 g Zitronensäuremonohydrat , C6H8O7.H2O ; werden in 50 ml Wasser gelöst . 4.3.3 . Natriumkarbonatlösung : in einem Meßkolben werden 143,8 g Natriumkarbonat p . a . , wasserfrei , in ungefähr 300 ml warmem Wasser gelöst . Die Lösung abkühlen lassen . 4.3.4 . Unter vorsichtigem Umschwenken wird die Zitronensäurelösung ( 4.3.2 ) in die Natriumkarbonatlösung ( 4.3.3 ) eingegeben . Dann wird bis zum Verschwinden der Gasbildung geschüttelt , anschließend die Kupfer-(II)-Sulfatlösung ( 4.3.1 ) dazugegeben und mit Wasser auf 1 Liter aufgefuellt . Das Gemisch wird über Nacht stehen gelassen und wenn nötig filtriert .

Die Molarität des erhaltenen Reagenzes ist nach 6.1 zu überprüfen ( Cu 0,1 mol/l ; Na2CO3 1 mol/l ) . 4.4 . Natriumthiosulfatlösung 0,1 mol/l . 4.5 . Stärkelösung : Ein Gemisch von 5 g löslicher Stärke und 30 ml Wasser wird einem Liter siedendem Wasser zugesetzt und 3 Minuten lang im Sieden gehalten . Dann wird abkühlen gelassen ; eventuell werden als Konservierungsmittel 10 mg Quecksilber-(II)-jodid zugegeben . 4.6 . Schwefelsäure 3 mol/l . 4.7 . Kaliumjodidlösung 30 % ( m/v ) 4.8 . Bimssteinkörner , mit Salzsäure ausgekocht , mit Wasser säurefrei gewaschen und getrocknet . 4.9 .

Isopentanol . 4.10 . Natriumhydroxidlösung 0,1 mol/l 4.11 . Salzsäure 0,1 mol/l . 4.12 . Phenolphthalein , 1 % ( m/v ) in Äthanol . 5 . Geräte 5.1 . 300-ml-Erlenmeyerkolben mit Rückflußkühler . 5.2 . Stoppuhr . 6 . Ausführung 6.1 . Prüfung des Luff-Schoorl-Reagenz ( 4.3 ) 6.1.1 . 25 ml des Luff-Schoorl-Reagenz ( 4.3 ) werden mit 3 g Kaliumjodid und 25 ml 3-mol/l-Schwefelsäure ( 4.6 ) versetzt . Mit einer 0,1-mol/l-Natriumthiosulfatlösung ( 4.4 ) wird unter Zugabe von Stärkelösung gegen Ende der Titration titriert . 25 ml 0,1-mol/l-Natriumthiosulfatlösung müssen verbraucht werden .

6.1.2 . 10 ml des Reagenz ( 4.3 ) werden abpipettiert und in einen 100-ml-Meßkolben gegeben ; dann wird mit Wasser bis zur Marke aufgefuellt . In einem Erlenmeyerkolben werden 10 ml der verdünnten Lösung mit 25 ml 0,1 mol/l Salzsäure ( 4.11 ) versetzt und eine Stunde lang auf siedendem Wasserbad gehalten . Dann abkühlen lassen , mit frisch abgekochtem Wasser auf das Ausgangsvolumen auffuellen und mit 0,1-mol/l-Natriumhydroxid-Lösung ( 4.10 ) gegen Phenolphthalein ( 4.12 ) titrieren . Es müssen 5,5 bis 6,5 ml der 0,1-mol/l-Natriumhydroxyd-Lösung ( 4.10 ) verbraucht werden . 6.1.3 . 10 ml verdünntes Reagenz ( 6.1.2 ) mit 0,1-mol/l-Salzsäure ( 4.11 ) gegen Phenolphthalein ( 4.12 ) titrieren .

Der Farbumschlag wird durch das Verschwinden der Purpurfärbung kenntlich . Es müssen 6 bis 7,5 ml 0,1-mol/l-Salzsäure ( 4.11 ) verbraucht werden . 6.1.4 . Der pH-Wert des Luff-Schoorl-Reagenzes muß bei 20 * C zwischen 9,3 und 9,4 liegen . 6.2 . Herstellung der Untersuchungslösung 6.2.1 . 5 g der Probe werden auf 1 mg genau abgewogen , in einen 250-ml-Meßkolben gegeben und in 200 ml Wasser gelöst . Zum Klären werden , falls nötig , unter Schütteln nacheinander 5 ml Carrez-Lösung I ( 4.1 ) und 5 ml der Carrez-Lösung II zugefügt . Danach wird mit Wasser auf 250 ml aufgefuellt , durchgemischt und , falls erforderlich , filtriert .

6.2.2 . Die Lösung 6.2.1 wird so verdünnt , daß 25 ml der Lösung mindestens 15 mg und höchstens 60 mg reduzierende Zucker , als Glukose ausgedrückt , enthalten . 6.3 . Titration nach Luff-Schoorl 25 ml des Luff-Schoorl-Reagenz ( 4.3 ) werden in einen 300-ml-Erlenmeyerkolben ( 5.1 ) pipettiert und anschließend genau 25 ml der gegebenenfalls geklärten Zuckerlösung ( 6.2.2 ) zugesetzt . Nach Zugabe von 2 Bimssteinkörnern ( 4.8 ) wird der mit Rückflußkühler versehene Erlenmeyerkolben ( 5.1 ) sofort auf ein Drahtnetz mit einer Asbestscheibe gestellt , die ein Loch in der Grösse des Durchmessers des Kolbenbodens hat .

Die Flüssigkeit wird in etwa 2 Minuten zum Sieden gebracht und genau zehn Minuten lang schwach am Sieden gehalten . Danach wird sofort mit kaltem Wasser abgekühlt und nach etwa fünf Minuten wie folgt titriert : Der Flüssigkeit werden 10 ml Kaliumjodidlösung ( 4.7 ) und unmittelbar anschließend vorsichtig ( wegen der Gefahr übermässigen Schäumens ) 25 ml 3-mol/l-Schwefelsäure ( 4.6 ) zugesetzt . Danach wird mit 0,1 mol/l Natriumthiosulfatlösung ( 4.4 ) zunächst bis zum Auftreten einer mattgelben Farbe titriert und nach Zugabe einiger ml Stärkelösung ( 4.5 ) als Indikator die Titration bis zum Verschwinden der Blaufärbung zu Ende geführt .

In gleicher Weise wird der Blindwert unter Verwendung von genau 25 ml Wasser anstelle der Zuckerlösung ( 6.2.2 ) ermittelt . 7 . Darstellung der Ergebnisse 7.1 . Berechnung der Ergebnisse Aus nachstehender Tabelle ist diejenige Menge Glukose bzw . Invertzucker in mg zu ermitteln , die dem Unterschied der beiden Titrationen in ml 0,1-mol/l-Natriumthiosulfat entspricht . ( Falls erforderlich , sind Zwischenwerte zu interpolieren . ) Das Ergebnis ist in Prozent ( m/m ) Invertzucker oder D-Glukose , auf die Trockenmasse bezogen , anzugeben . 7.2 . Wiederholbarkeit Der Unterschied zwischen den Ergebnissen zweier , unter denselben Bedingungen , durch denselben Analytiker , an derselben Probe parallel durchgeführten Titrationen darf nicht mehr als 0,2 ml betragen .

8 . Bemerkung 8.1 . Es empfiehlt sich , vor dem Ansäuern mit der Schwefelsäure etwa 1 ml Isopentanol ( 4.9 ) zuzusetzen , um Schaumbildung zu verhindern . Tabelle für das Luff-Schoorl-Reagenz 0,1 N/mol/l - Na2S2O3 * Glukose , Fruktose , Invertzucker C6H12O6 * ml * mg * Differenz * 1 * 2,4 * * 2 * 4,8 * 2,4 * 3 * 7,2 * 2,4 * 4 * 9,7 * 2,5 * 5 * 12,2 * 2,5 * 6 * 14,7 * 2,5 * 7 * 17,2 * 2,5 * 8 * 19,8 * 2,6 * 9 * 22,4 * 2,6 * 10 * 25,0 * 2,6 * 11 * 27,6 * 2,6 * 12 * 30,3 * 2,7 * 13 * 33,0 * 2,7 * 14 * 35,7 * 2,7 * 15 * 38,5 * 2,8 * 16 * 41,3 * 2,8 * 17 * 44,2 * 2,9 * 18 * 47,1 * 2,9 * 19 * 50,0 * 2,9 * 20 * 53,0 * 3,0 * 21 * 56,0 * 3,0 * 22 * 59,1 * 3,1 * 23 * 62,2 * 3,1 * METHODE 7 BESTIMMUNG DES GEHALTS AN REDUZIERENDEN ZUCKERN , ALS INVERTZUCKER AUSGEDRÜCKT ( Lane-Eynon-Methode - Modifizierung auf konstantes Volumen ) 1 .

Zweck und Anwendungsbereich Diese Methode erlaubt die Bestimmung der reduzierenden Zucker , ausgedrückt als Invertzucker , in - Flüssigzucker , - weissem Flüssigzucker , - Invertfluessigzucker , - weissem Inverfluessigzucker , - Invertzuckersirup , - weissem Invertzuckersirup . 2 . Definition Reduzierende Zucker , ausgedrückt als Invertzucker : Gehalt an reduzierenden Zuckern , bestimmt nach der nachstehend beschriebenen Methode . 3 . Prinzip Die Probenlösung wird bei Siedetemperatur gegen eine bestimmte Menge Fehlingsche Lösung titriert , wobei man Methylenblau als Indikator in die Lösung gibt .

4 . Reagenzien 4.1 . Fehling-Lösungen : 4.1.1 . Lösung A : 69,3 g Kupfer-(II)-sulfatpentahydrat ( CuSO4.5H2O ) in Wasser lösen und auf 1 000 ml auffuellen . 4.1.2 . Lösung B : 346 g Kaliumnatriumtartrattetrahydrat ( KNaC4H4O6.4H2O ) und 100 g Natriumhydroxid in Wasser lösen und auf 1 000 ml auffuellen . Die klare Lösung von etwaigen Sedimenten dekantieren . Anmerkung Beide Lösungen sollten in braunen oder bernsteinfarbenen Flaschen aufbewahrt werden . 4.2 . Natriumhydroxid 1 mol/l 4.3 . Invertzucker-Standardlösung : 23,75 g reine Saccharose in einem 250-ml-Meßkolben in ungefähr 120 ml Wasser lösen , 9 ml Salzsäure ( spezifisches Gewicht r 20 = 1,16 ) hinzugeben und 8 Tage lang bei Raumtemperatur stehen lassen .

Die Lösung auf 250 ml auffuellen und mit Hilfe eines Saccharimeters oder Polarimeters unter Verwendung eines Polarimeterrohres von 200 mm wirksamer Länge ( 8 ) auf vollständige Hydrolyse prüfen . Der abgelesene Wert sollte - 11,80 * mehr oder weniger 0,05 * S sein . Mit einer Pipette 200 ml dieser Lösung in einen 2 000-ml-Meßkolben geben , mit Wasser verdünnen und unter Schütteln ( um zu hohe örtliche Alkalität zu vermeiden ) 71,4 ml 1 mol/l Natronlauge ( 4.2 ) die 4 g Benzoesäure enthalten , hinzufügen . Auf 2 000 ml auffuellen , um eine Lösung von 1 g/100 ml Invertzucker zu erhalten .

Die Lösung muß einen pH-Wert von etwa 3 aufweisen . Diese stabile konzentrierte Lösung muß unmittelbar vor der Verwendung verdünnt werden . Zur Zubereitung der 0,25 g/100 ml Invertzuckerlösung fuellt man einen 250-ml-Meßkolben bei 20 * C bis zum Eichstrich mit der 1 g/100 ml Invertzucker-Vorratslösung . Der Inhalt des Kolbens wird in einen 1 000-ml-Meßkolben gegeben ; dann fuellt man mit Wasser bis zum Eichstrich auf ( wiederum bei 20 * C ) . 4.4 . Methylenblaulösung , 1 g/100 ml 5 . Geräte 5.1 . Enghalskochkolben , 500 ml 5.2 . Bürette mit seitlichem Hahn , 50 ml mit 0,05 ml Skala ;

5.3 . Vollpipetten 20 , 25 und 50 ml . 5.4 . Meßkolben 250 , 1 000 und 2 000 ml . 5.5 . Ein Heizgerät , mit dem die Lösung gemäß den unter 6.1 beschriebenen Bedingungen auf Siedetemperatur gehalten werden kann und das die Beobachtung der Farbänderung am Titrationsendpunkt zulässt , ohne daß dazu der Kochkolben ( 5.1 ) von der Wärmequelle genommen werden muß . 5.6 . Stoppuhr , die mindestens auf die Sekunde genau anzeigt . 6 . Verfahren 6.1 . Standardisierung der Fehlingschen Lösung 6.1.1 . Mit einer Pipette ( 5.3 ) zuerst 50 ml der Lösung B ( 4.1.2 ) und dann 50 ml der Lösung A ( 4.1.1 ) in ein sauberes und trockenes Becherglas geben .

Gut durchmischen . 6.1.2 . Die Bürette spülen und mit der Invertzucker-Standardlösung 0,25 g/100 ml ( 4.3 ) fuellen . 6.1.3 . Mit einer Pipette einen aliquoten Teil von 20 ml der Mischung der Lösungen A und B ( 6.1.1 ) in einen Kolben von 500 ml ( 5.1 ) fuellen . 15 ml Wasser hinzufügen . 39 ml der in der Bürette enthaltenen Invertzuckerlösung einfuellen , einige Bimssteinkörner hinzufügen und den Inhalt des Kolbens durch vorsichtiges Schütteln vermischen . 6.1.4 . Den Inhalt des Kolbens innerhalb von 2 1/2 Minuten zum Sieden bringen und genau 2 Minuten sieden lassen ; der Kolben darf während der restlichen Behandlung weder von der Wärmequelle gezogen werden noch aufhören zu sieden .

Nach 2 Minuten Sieden 3 oder 4 Tropfen der Methylenblaulösung ( 4.4 ) hinzufügen ; die Lösung muß eine deutlich blaue Färbung haben . 6.1.5 . Titration fortsetzen : aus der Bürette die Invertzucker-Standardlösung in geringen Mengen von zunächst 0,2 ml , dann 0,1 ml und schließlich tropfenweise bis zum Erreichen des Endpunktes , d . h . bis zum Verschwinden der durch das Methylenblau gegebenen blauen Farbe , zugeben . Die Lösung muß dann die mit einer Kupfer-(I)-Oxidsuspension entsprechende rötliche Farbe annehmen . 6.1.6 . Der Endpunkt müsste 3 Minuten nach Beginn des Siedens der Lösung erreicht sein .

Der Endtiter V0 muß zwischen 39 und 41 ml liegen . Überschreitet V0 diese Grenzen , die Kupferkonzentration der Lösung A ( 4.1.1 ) anpassen und das Standardisierungsverfahren wiederholen . 6.2 . Herstellung der Analysenlösung Die Konzentration der Analysenlösungen sollte so gewählt werden , daß diese in 100 ml zwischen 250 und 400 mg Invertzucker enthalten . 6.3 . Vorversuch 6.3.1 . Ein Vorversuch muß durchgeführt werden , um zu gewährleisten , daß die zu den 20 ml gemischter Fehlingscher Lösungen A und B zu gebende Menge Wasser genügend groß ist , damit man nach der Titration ein Gesamtvolumen von 75 ml erhält .

Dabei geht man so vor , wie unter 6.1.4 beschrieben , nur daß man anstelle der Invertzucker-Standardlösung Probenlösung verwendet , d . h . man lässt aus der Bürette 25 ml Probenlösung in den Kolben laufen , gibt 15 ml Wasser hinzu , lässt die Lösung genau 2 Minuten sieden und titriert dann bis zur Erreichung des Endpunktes wie unter 6.1.5 beschrieben . 6.3.2 . Ist die Färbung nach der Zugabe von Methylenblaulösung immer noch rötlich , dann ist die Probenlösung zu konzentriert . In diesem Fall ist der Versuch abzubrechen und ein neuer Versuch mit einer weniger konzentrierten Probenlösung durchzuführen .

Werden mehr als 50 ml Probenlösung benötigt , um die rötliche Färbung zu erhalten , so ist eine konzentrierte Probenlösung zu verwenden . Die zuzugebende Wassermenge erhält man , indem man die Menge an gemischter Fehlingscher Lösung ( 20 ml ) und die Menge an Probenlösung nach 6.3.1 von 75 ml abzieht . 6.4 . Genaue Analyse der Probenlösung 6.4.1 . Man pipettiert 20 ml Fehlingsche Lösung und die nach 6.3 bestimmte Wassermenge in den Kochkolben ( 5.1 ) . 6.4.2 . Aus der Bürette gibt man die benötigte Titermenge Probenlösung ( wie unter 6.3 ermittelt ) minus 1 ml zu . Man gibt einige Siedesteinchen in den Kolben , vermischt den Inhalt durch Schütteln , bringt ihn zum Sieden und titriert wie unter 6.3 beschrieben .

Der Titrationsendpunkt sollte etwa eine Minute nach der Zugabe der Methylenblaulösung erreicht werden . Endgültiges Titrationsvolumen = V1 . 7 . Darstellung der Ergebnisse 7.1 Formeln und Berechnungsmethode Der Gehalt der Probenlösung an reduzierenden Zuckern , ausgedrückt als Invertzucker , errechnet sich nach der Formel : Prozentsatz an reduzierenden Zuckern ( als Invertzucker ) = V0 * 25 * f/C * V1 hierbei bedeuten : C = die Konzentration der im Versuch verwendeten Probenlösung in g pro 100 ml , V0 = die Menge ( in ml ) an bei der Standardisierungstitration ( 6.1 ) verbrauchter Invertzucker-Standardlösung , V1 = die Menge ( in ml ) an bei der Analyse ( 6.4.2 ) verbrauchter Probenlösung , f = der Korrekturfakor , der die Saccharosekonzentration in der Probenlösung berücksichtigt .

Die Werte sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen : Saccharose ( g im kochenden Gemisch ) * Korrekturfaktor f * 0 * 1,000 * 0,5 * 0,982 * 1,0 * 0,971 * 1,5 * 0,962 * 2,0 * 0,954 * 2,5 * 0,946 3,0 * 0,939 * 3,5 * 0,932 * 4,0 * 0,926 * 4,5 * 0,920 * 5,0 * 0,915 * 5,5 * 0,910 * 6,0 * 0,904 * 6,5 * 0,898 * 7,0 * 0,893 * 7,5 * 0,888 * 8,0 * 0,883 * 8,5 * 0,878 * 9,0 * 0,874 * 9,5 * 0,869 * 10,0 * 0,864 * Die Korrekturen für andere als in der Tabelle aufgeführte Saccharosewerte der Probenlösung können aus der Tabelle durch Interpolation ermittelt werden . Anmerkung : Die ungefähre Saccharosekonzentration kann man ermitteln , indem man die Konzentration an in Lösung befindlicher Invertzucker-Festsubstanz ( die für diese Berechnung mit f gleich 1,0 angenommen wird ) von der Gesamtmenge an in Lösung befindlichen Festsubstanzen - ausgedrückt als Saccharose - abzieht ; diese kann aus dem Brechungsindex abgeleitet werden , den man nach der Methode 3 ermittelt .

7.2 . Wiederholbarkeit Der Unterschied zwischen den Ergebnissen zweier , unter denselben Bedingungen , durch denselben Analytiker , an derselben Probe parallel vorgenommenen Bestimmungen darf nicht mehr als 1,0 % ihres arithmetischen Mittels betragen . 8 . Anmerkung Vergleiche vorstehende Bemerkungen zu 4.4 und 8 der Methode 5 . METHODE 8 BESTIMMUNG DES DEXTROSEÄQUIVALENTS ( Lane-Eynon-Methode mit konstantem Titer ) 1 . Zweck und Anwendungsbereich Diese Methode erlaubt die Bestimmung des Dextroseäquivalents von : - Glukosesirup , - getrocknetem Glukosesirup , - Dextrose , kristallwasserhaltig , oder Traubenzucker , kristallwasserhaltig , - wasserfreier Dextrose oder Traubenzucker , kristallwasserfrei .

2 . Definitionen 2.1 . Reduktionsvermögen : Gehalt an reduzierenden Zuckern , bestimmt nach nachstehend beschriebener Methode , ausgedrückt als Dextrose , kristallwasserfrei ( D-Glukose ) und berechnet als Anteil in Masseprozent ( m/m ) der Probe . 2.2 . Dextroseäquivalent : das Reduktionsvermögen , berechnet als Anteil in Masseprozent ( m/m ) der Trockensubstanz der Probe . 3 . Prinzip Die zu analysierende Lösung wird bei Siedetemperatur unter genau festgelegten Versuchsbedingungen gegen eine bestimmte Menge Fehlingsche Lösung titriert , wobei man Methylenblau als Indikator in die Lösung gibt .

4 . Reagenzien 4.1 . Fehlingsche Lösung 4.1.1 . Lösung A 69,3 g Kupfer-(II)-sulfatpentahydrat ( CuSO4.5H2O ) in Wasser auflösen und mit Wasser auf 1 000 ml auffuellen . 4.1.2 . Lösung B 346,0 g Kaliumnatriumtartrattetrahydrat ( KNaC4H4O6.4H2O ) mit 100 g Natriumhydroxid in Wasser lösen und mit Wasser auf 1 000 ml auffuellen . Von eventuell auftretendem Bodensatz ist die klare Lösung zu dekantieren . Anmerkung : Beide Lösungen 4.1.1 und 4.1.2 sollten in braunen oder bernsteinfarbenen Flaschen aufbewahrt werden . 4.1.3 . Herstellung der Fehlingschen Lösung Mit einer Pipette ( 5.3 ) zuerst 50 ml der Lösung B ( 4.1.2 ) und dann 50 ml der Lösung A ( 4.1.1 ) in ein sauberes und trockenes Becherglas geben .

Gut durchmischen . Anmerkung : Die Fehlingsche Lösung ist täglich frisch herzustellen und nach 6.1 einzustellen . 4.2 . Referenzsubstanz : Dextrose , wasserfrei ( D-Glukose ) ( C6H12O6 ) Die Substanz 4 Stunden in einem Vakuumofen bei 100 * mehr oder weniger 1 * C und einem Druck von 10 kPa ( 103 mbar ) trocknen . 4.3 . Dextrose-Standardlösung 0,600 g/100 ml Man wiegt auf 0,1 mg genau 0,6 g wasserfreie Dextrose ( 4.2 ) ab , löst in Wasser auf , gibt die Lösung in einen 100-ml-Meßkolben ( 5.4 ) , fuellt mit Wasser bis zum Eichstrich auf und vermischt . Diese Lösung sollte stets frisch zubereitet werden .

4.4 . Methylenblau-Lösung 0,1 g/100 ml 0,1 g Methylenblau in 100 ml Wasser lösen . 5 . Geräte 5.1 . Enghals-Kochkolben 250 ml . 5.2 . Bürette mit seitlichem Hahn 50 ml ; mit 0,05 1-Skala . 5.3 . Messpipetten 25 ml und 50 ml . 5.4 . Meßkolben 100 ml und 500 ml . 5.5 . Ein Heizgerät , mit dem die Lösung gemäß den unter 6.1 beschriebenen Bedingungen auf Siedetemperatur gehalten werden kann und bei dem die Farbänderung am Titrationsendpunkt beobachtet werden kann , ohne daß dazu der Kochkolben ( 5.1 ) von der Wärmequelle genommen werden muß ( siehe 6.1 , Anmerkung 3 ) . 5.6 . Stoppuhr , die mindestens auf die Sekunde genau anzeigt .

6 . Verfahren 6.1 . Standardisierung der gemischten Fehlingschen Lösung 6.1.1 . Mit der Pipette ( 5.3 ) pipettiert man 25 ml gemischte Fehlingsche Lösung ( 4.1.3 ) in einen sauberen , trockenen Kochkolben ( 5.1 ) . 6.1.2 . Man fuellt die Bürette ( 5.2 ) mit Dextrose-Standardlösung ( 4.3 ) . 6.1.3 . In den Kochkolben ( 5.1 ) lässt man aus der Bürette 18 ml Dextrose-Standardlösung ( 4.3 ) laufen . Man schüttelt den Kolben , um den Inhalt zu vermischen . 6.1.4 . Man stellt den Kochkolben ( 5.1 ) auf das Heizgerät ( 5.5 ) , das vorher so eingestellt wurde , daß die Lösung nach 120 Sekunden mehr oder weniger 15 Sekunden zum Sieden kommt .

Während der gesamten Titration darf das Heizgerät nicht anders eingestellt werden ( siehe Anmerkung 1 ) . 6.1.5 . Wenn die Lösung zu sieden beginnt , setzt man die Stoppuhr in Gang ( ab Null ) . 6.1.6 . Den Kolbeninhalt lässt man 120 Sekunden lang kochen ( Zeitmessung mit der Stoppuhr ) . Gegen Ende dieser 120 Sekunden gibt man 1 ml Methylenblaulösung ( 4.4 ) hinzu . 6.1.7 . Nach Ablauf der 120 Sekunden ( mit der Stoppuhr gemessen ) gibt man aus der Bürette ( 6.1.2 ) Dextrose-Standardlösung 0,5 ml-weise in den Kochkolben ( 5.1 ) , bis die Färbung durch Methylenblau verschwindet ( siehe Anmerkungen 2 und 3 ) .

Man notiere die insgesamt zugegebene Menge an Dextrose-Standardlösung einschließlich der vorletzten Zugabe von 0,5 ml ( X ml ) . 6.1.8 . Man wiederhole Schritt 6.1.1 und 6.1.2 . 6.1.9 . Man lässt aus der Bürette ( X - 0,3 ml ) Dextrose-Standardlösung in den Kochkolben ( 5.1 ) laufen . 6.1.10 . Man wiederhole 6.1.4 , 6.1.5 und 6.1.6 . 6.1.11 . Nach Ablauf der 120 Sekunden ( mit der Stoppuhr gemessen ) gibt man Dextrose-Standardlösung aus der Bürette in den Kochkolben ( 5.1 ) , zunächst in Mengen von jeweils 0,2 ml und am Ende tropfenweise , bis die Methylenblaufärbung verschwindet . Gegen Ende dieses Arbeitsschrittes sollte die Zugabe der Dextrose-Standardlösung in Abständen von 10 bis 15 Sekunden erfolgen .

Die Zugaben von Standardlösung sollten innerhalb 60 Sekunden abgeschlossen sein , sodaß der Kochvorgang nicht länger als 180 Sekunden dauert . Um dies zu erreichen , kann eine dritte Titration erforderlich sein , bei der anfänglich eine etwas grössere Menge ( entsprechend berechnet ) Dextrose-Standardlösung ( 6.1.9 ) zugegeben wird . 6.1.12 . Man notiere die bis zum Endpunkt der letzten Titration verbrauchte Menge ( V o ml ) Dextrose-Standardlösung ( siehe Anmerkung 4 ) . 6.1.13 . V o soll zwischen 19 und 21 ml Dextrose-Standardlösung liegen ( 4.3 ) . Liegt V o ausserhalb dieser Grenzwerte , so ist die Konzentration von Fehling-Lösung A ( 4.1.1 ) entsprechend zu ändern und eine erneute Standardisierung durchzuführen .

6.1.14 . Da V o genau bekannt ist , ist für die täglich neu durchzuführende Standardisierung der gemischten Lösung nur eine Titration erforderlich , wobei anfänglich eine Menge von ( V o - 0,5 ) ml Dextrose-Standardlösung zugegeben wird . Anmerkung 1 Wenn die Lösung einmal zu kochen begonnen hat , muß eine heftige Dampfentwicklung auftreten , die während des gesamten Titrationsvorgangs anhält und somit weitestgehend verhindert , daß Luft in den Titrierkolben gelangt und dadurch eine Rückoxydation des Kolbeninhalts auftritt . Anmerkung 2 Das Verschwinden der Methylenblaufärbung lässt sich am besten beobachten , wenn man die oberen Schichten und die Oberfläche des Titrationskolbeninhalts betrachtet , da sie relativ frei vom ausgefällten roten Kupfer-(I)-oxid sind .

Bei indirekter Beleuchtung ist das Verschwinden der Färbung noch leichter festzustellen . Sehr nützlich ist das Anbringen eines weissen Schirmes hinter dem Titrierkolben . Anmerkung 3 Während der Bestimmung sollte die Bürette so gut wie möglich gegen die Wärmequelle isoliert sein . Anmerkung 4 Da ein individuell bedingter Faktor die Titrationsergebnisse beeinflusst , sollte derjenige , der die Bestimmung durchführt , die Standardisierungstitration selbst ausführen und bei der Berechnung seinen selbst ermittelten Wert von V o einsetzen . 6.2 . Vorprüfung der Probe 6.2.1 . Wenn das Reduktionsvermögen ( 2.1 ) der Probe nicht näherungsweise bekannt ist , muß eine Vorprüfung durchgeführt werden , um einen Näherungswert zu erhalten , damit man das Gewicht der bei der Untersuchung einzusetzenden Probensubstanzmenge ( 6.3 ) berechnen kann .

Dabei geht man folgendermassen vor : 6.2.2 . Man bereite ein Z %ige g/100 ml Lösung der Probe , wobei " Z " einen geschätzten Zahlenwert hat . 6.2.3 . Wie 6.1.2 , jedoch unter Verwendung der Probenlösung ( 6.2.2 ) anstelle der Dextrose-Standardlösung . 6.2.4 . Wie 6.1.1 . 6.2.5 . Wie 6.1.3 , jedoch unter Verwendung von 10 ml Probenlösung anstelle von 18 ml Dextrose-Standardlösung . 6.2.6 . Wie 6.1.4 . 6.2.7 . Man bringt den Inhalt des Kolbens zum Kochen . Danach gibt man 1 ml Methylenblau-Lösung ( 4.4 ) hinzu . 6.2.8 . Sobald die Lösung zu kochen anfängt , setzt man die Stoppuhr ( 5.6 ) in Gang ( von Nullstellung aus ) und gibt aus der Bürette milliliterweise Probenlösung in Abständen von 10 Sekunden in den Kolben , bis die blaue Farbe des Methylenblaus verschwunden ist .

Man notiere die insgesamt zugegebene Menge an Probenlösung einschließlich der vorletzten Zugabe ( Y ml ) . 6.2.9 . " Y " darf 50 ml nicht überschreiten . Sollte dies der Fall sein , so ist die Konzentration der Probenlösung grösser zu wählen und die Titration zu wiederholen . 6.2.10 . Das ungefähre Reduktionsvermögen der vorgeprüften Probe in Masseprozent errechnet sich nach der Formel : 60 mal V o/Y mal Z 6.3 . Bei der Untersuchung zu verwendende Probensubstanzmenge Man wiegt auf 0,1 mg genau eine Menge der zubereiteten Probe ( M g ) aus , die zwischen 2,85 und 3,15 g an reduzierenden Zuckern , ausgedrückt als wasserfreie Dextrose ( D-Glukose ) , enthält , wobei zur Berechnung entweder der bekannte Näherungswert für das Reduktionsvermögen ( 2.1 ) oder der nach 6.2.10 ermittelte Näherungswert einzusetzen ist .

6.4 . Probenlösung Die zu analysierende Probenmenge ( Mg ) in Wasser lösen und mit Wasser auf 500 ml auffuellen . 6.5 . Bestimmung 6.5.1 . Wie 6.1.1 . 6.5.2 . Man fuelle die Bürette ( 5.2 ) mit Probenlösung ( 6.4 ) . 6.5.3 . Aus der Bürette gibt man 18,5 ml Probenlösung in den Kochkolben . Man schüttelt den Kolben , um den Inhalt zu mischen . 6.5.4 . Wie 6.1.4 . 6.5.5 . Wie 6.1.5 . 6.5.6 . Wie 6.1.6 . 6.5.7 . Wie 6.1.7 . , jedoch unter Verwendung von Probenlösung anstelle von Dextrose-Standardlösung . 6.5.8 . Wie 6.1.8 . 6.5.9 . Wie 6.1.9 . , jedoch unter Verwendung von Probenlösung anstelle von Dextrose-Standardlösung .

6.5.10 . Wie 6.1.10 . 6.5.11 . Wie 6.1.11 . , jedoch unter Verwendung von Probenlösung anstelle von Dextrose-Standardlösung . 6.5.12 . Man notiere den Verbrauch der Probenlösung ( V1 ) bis zum Titrationsendpunkt . 6.5.13 . V1 soll zwischen 19 und 21 ml Probenlösung liegen . Liegt V1 ausserhalb dieser Grenzwerte , so ist die Konzentration der Probenlösung entsprechend anders zu wählen und die Schritte 6.5.1 bis 6.5.12 sind zu wiederholen . 6.5.14 . Mit jeder Probenlösung sind jeweils zwei Bestimmungen durchzuführen . 6.6 . Gehalt an Trockenmasse Man bestimmt den Anteil an Trockenmasse der Probe nach Methode 2 .

7 . Darstellung der Ergebnisse 7.1 . Formeln und Berechnungsmethode 7.1.1 . Reduktionsvermögen Das Reduktionsvermögen , berechnet als Anteil in Masseprozent der Probe , ergibt sich nach der Formel : 300 mal V o/V1 mal M hierbei bedeuten : V o = die Menge ( in ml ) der bei der Standardisierungstitration ( 6.1 ) verbrauchten Dextrose-Standardlösung ( 4.3 ) ; V1 = die Menge ( in ml ) der bei der Bestimmungstitration ( 6.5 ) verbrauchten Probenlösung ( 6.4 ) ; M = das Gewicht ( in g ) der bei der Untersuchung verwendeten Probensubstanzmenge ( 6.3 ) aus der 500 ml Probenlösung zubereitet wurden .

7.1.2 . Dextroseäquivalent Das Dextroseäquivalent , berechnet als Anteil in Masseprozent der Trockensubstanz in der Probe , ergibt sich nach der Formel : PR mal 100/D hierbei bedeuten : PR = das Reduktionsvermögen , ausgedrückt als Anteil in masseprozent der zubereiteten Probe ( 7.1.1 ) ; D = der Anteil an Trockenmasse der zubereiteten Probe in Masseprozent . 7.1.3 . Als Resultat wählt man das arithmetische Mittel von zwei Bestimmungen , sofern die Bedingungen bezueglich der Wiederholbarkeit ( 7.2 ) eingehalten werden . 7.2 . Wiederholbarkeit Der Unterschied der Ergebnisse zweier , unter denselben Bedingungen , durch denselben Analytiker , an derselben Probe parallel vorgenommenen Bestimmungen darf nicht mehr als 1 % des arithmetischen Mittels betragen .

METHODE 9 BESTIMMUNG DER SULFATASCHE 1 . Zweck und Anwendungsbereich Die Methode erlaubt die Bestimmung des Sulfataschegehalts von : - Glukosesirup - getrocknetem Glukosesirup , - Dextrose , kristallwasserhaltig , - Dextrose , kristallwasserfrei . 2 . Definition Der Gehalt an Asche , bestimmt als Sulfatasche , wird durch Anwendung nachstehend beschriebener Methode ermittelt . Prinzip Der nach oxydierender Veraschung mit Schwefelsäure und nachfolgender Veraschung bei 525 * C verbleibende Rückstand der Probe wird bestimmt und in Masseprozent ausgedrückt . 4 . Reagenzien 4.1 . Verdünnte Schwefelsäure :

100 ml konzentrierte H2SO4 ( r 20 = 1,84 g/ml ; 96 % m/m ) werden langsam und vorsichtig in 300 ml Wasser gegeben . 5 . Geräte 5.1 . Elektrischer Muffelofen mit Pyrometer , für 525 mehr oder weniger 25 * C . 5.2 . Analysenwaage , Ablesegenauigkeit 0,1 mg . 5.3 . Veraschungstiegel aus Platin oder Quarz in geeigneter Grösse . 5.4 . Exsikkator mit frisch aktiviertem Kieselgel oder gleichwertigem Trockenmittel und einem Feuchtigkeitsindikator . 6 . Verfahren 5 g Glukosesirup oder getrockneter Glukosesirup oder etwa 10 g Dextrosemonohydrat oder wasserfreie Dextrose werden auf 0,1 mg genau in die zuvor auf Veraschungstemperatur erhitzten und im Exsikkator ( 5.4 ) abgekühlten und gewogenen Veraschungstiegel ( 5.3 ) eingewogen .

5 ml Schwefelsäure ( 4.1 ) werden hinzugefügt ( 8.1 ) . Danach wird die Schale mit der Probe vorsichtig über einer Flamme oder einer Heizplatte erhitzt , bis die Probe vollständig verkohlt ist . Während der Verkohlung werden die Dämpfe der Probe angezuendet ( 8.2 ) . Danach wird unter einem Abzug stärker erhitzt , um nichtgebundene Schwefelsäure abzurauchen . Danach wird der Veraschungstiegel ( 5.3 ) in den auf 525 mehr oder weniger 25 * C aufgeheizten Muffelofen ( 5.1 ) gestellt , bis sich weisse Asche gebildet hat , was meist in zwei Stunden erreicht werden kann ( 8.3 ) . Die Probe wird etwa 30 Minuten lang im Exsikkator ( 5.4 ) abkühlen gelassen und gewogen .

7 . Darstellung der Ergebnisse 7.1 . Berechnungsart und -formel Der Gehalt an Sulfatasche , in Masse-Prozent der Probe ausgedrückt , ist gleich S = m1/m0 mal 100 Hierbei bedeuten : m0 = die ursprüngliche Masse der Versuchsprobe in g , m1 = Masse der Sulfataschen in g . 7.2 . Wiederholbarkeit Der Unterschied zwischen den Ergebnissen zweier , unter denselben Bedingungen , durch denselben Analytiker , an derselben Probe parallel vorgenommener Bestimmungen darf nicht mehr als 2 Prozent des Aschegehalts - relativer Wert - betragen . 8 . Bemerkungen 8.1 . Um ein starkes Schäumen zu vermeiden , wird die Schwefelsäure in kleinen Mengen zugesetzt .

8.2 . Während der ersten Verkohlung ( Vorveraschung ) muß besonders darauf geachtet werden , daß Verluste an Probe und Asche infolge eines zu starken Aufblähens der Masse vermieden werden . 8.3 . Wenn sich die Probe schwer veraschen lässt , kann der Tiegel aus dem Muffelofen genommen und der Rückstand nach dem Abkühlen mit einigen Tropfen Wasser befeuchtet werden , bevor der Tiegel in den Ofen zurückgestellt wird . METHODE 10 BESTIMMUNG DES DREHVERMÖGENS ( POLARISATION ) 1 . Zweck und Anwendungsbereich Die Methode gestattet die Bestimmung des Drehvermögens von - halbweissem Zucker , - Zucker oder Weißzucker , - raffiniertem Zucker oder raffiniertem Weißzucker .

2 . Definition Die Polarisation ist die Drehung der Polarisationsebene von polarisiertem Licht , bedingt durch eine Zuckerlösung von 26 g Zucker in 100 ml Wasser in einem Polarisationsrohr von 200 mm Länge . 3 . Prinzip Das Drehvermögen wird mit Hilfe eines Saccharimeters oder Polarimeters nach den in der nachstehenden Methode beschriebenen Bedingungen bestimmt . 4 . Reagenzien 4.1 . Klärmittel : Basische Bleiazetatlösung . 560 g trockenes basisches Bleiacetat werden in etwa 1 000 ml frisch gekochtem Wasser aufgelöst . Die Lösung wird 30 Minuten lang kochen und etwa eine Nacht lang stehen gelassen .

Die obere Schicht wird abgegossen und mit kurz zuvor abgekochtem Wasser bis zum Erhalt eines Spez.-Gewichts von etwa 1,25 g/ml verdünnt ( r 20 = 1,25 g/ml ) . Die Lösung ist vor Luft geschützt aufzubewahren . 4.2 . Diäthyl-Äther 5 . Geräte 5.1 . Auf das Normalgewicht von 26 g Saccharose eingestellter Saccharimeter mit Gradeinteilung oder Polarimeter Der Apparat ist in einem Raum mit annähernd 20 * C aufzustellen und muß mittels Quarzplatten geeicht sein . 5.2 . Lichtquelle in Form einer Natriumdampflampe . 5.3 . Polarimeterröhren von 200 mm Länge , maximaler Fehler der Länge mehr oder weniger 0,02 mm .

5.4 . Analysenwaage , Ablesegenauigkeit 0,1 mg . 5.5 . Meßkolben für 100 ml , einzeln geeicht . Bei einem tatsächlichen Fassungsvermögen von 100 mehr oder weniger 0,01 ml können sie ohne Korrektur verwendet werden . Werden diese Grenzen über oder unterschritten , sind die verwendeten Kolben auf 100 mehr oder weniger 0,01 ml zu korrigieren . 5.6 . Thermostatisiertes Wasserbad , einstellbar auf 20 mehr oder weniger 0,1 * C . 6 . Verfahren 6.1 . Herstellung der Lösung 26 g mehr oder weniger 0,002 g der zu untersuchenden Proben werden so rasch wie möglich abgewogen und quantitativ mit etwa 60 ml Wasser in einen 100-ml-Meßkolben ( 5.5 ) gegeben .

Unter Schütteln ohne Erhitzen lösen . Wenn eine Klärung nötig ist , werden 0,5 ml der Bleiazetatlösung ( 4.1 ) zugegeben . Die Lösung wird durch rotierendes Schwenken vermischt , dann werden die Kolbenwände gespült , indem das Volumen bis auf etwa 10 mm unterhalb der Marke gebracht wird . Der Meßkolben wird in ein auf 20 mehr oder weniger 0,1 * C ( 5.6 ) eingestelltes Wasserbad eingesetzt , bis sich die Temperatur der Zuckerlösung auf einen konstanten Wert eingestellt hat . Notfalls werden auf der Oberfläche der Flüssigkeit entstandene Blasen mit einem Tropfen Diäthyläther ( 4.2 ) beseitigt .

Dann wird bis zur Marke aufgefuellt . Es wird vorsichtig gemischt , indem der Kolben mit der Hand mindestens dreimal umgekippt wird . Danach werden Kolben und Inhalt 5 Minuten lang im Wasserbad bei 20 mehr oder weniger 0,1 * C stehen gelassen . 6.2 . Polarisation Bei den folgenden Schritten muß die Temperatur von 20 mehr oder weniger 0,1 * C aufrechterhalten bleiben . 6.2.1 . Der Polarisationsapparat muß " 0 " anzeigen . 6.2.2 . Die Lösung wird durch ein Papierfilter filtriert . Die ersten 10 ml des Filtrats werden verworfen . Danach werden 50 ml des Filtrats aufgefangen . 6.2.3 . Die Polarisationsröhre wird zweimal mit der Lösung 6.2.2 gespült .

Dann wird sie sorgfältig mit der zu untersuchenden Saccharoselösung bei 20 mehr oder weniger 0,1 * C gefuellt . Beim Aufsetzen des Verschlusses sind alle Luftblasen zu entfernen . Die gefuellte Röhre wird in den Trog des Apparats eingesetzt . 6.2.4 . Die Drehung wird bis auf eine Genauigkeit von 0,05 * S oder 0,02 * Bogenskala abgelesen , was fünfmal zu wiederholen ist . Von diesen Messungen ist der Mittelwert zu nehmen . 7 . Darstellung der Ergebnisse 7.1 . Berechnungsart und -formel Die Ergebnisse sind in Grad S auf 0,1 * S genau anzugeben . Die Umrechnung der polarimetrischen Grade in saccharimetrische Grade erfolgt nach der Formel Grad S = Bogengrad mal 2,889 .

7.2 . Wiederholbarkeit Der Unterschied zwischen den Ergebnissen zweier , unter denselben Bedingungen , durch denselben Analytiker , an derselben Probe parallel vorgenommener Bestimmungen darf nicht mehr als 0,1 * S betragen .

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