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Mitteilung der Kommission - Die allgemeine Lage auf dem Kohlenmarkt - Vorausschätzungen für 1973

CELEX
31973Y0426(01)
Document type
INFO
Sector
Legislation
Date of document
1973-04-26
Status
In force

Text

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Mitteilung der Kommission - Die allgemeine Lage auf dem Kohlenmarkt - Vorausschätzungen für 1973 Amtsblatt Nr. C 023 vom 26/04/1973 S. 0001 - 0044 ++++ DIE ALLGEMEINE LAGE AUF DEM KOHLENMARKT VORAUSSCHÄTZUNGEN FÜR 1973 I . ALLGEMEINE WIRISCHAFTSLAGE - ENTWICKLUNG DES ENERGIEVERBRAUCHS IN DER GEMEINSCHAFT Die Wirtschaftstätigkeit hat sich im Laufe des vergangenen Jahres in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich entwickelt . Wahrend in Frankreich das ganze Jahr 1972 über eine dynamische Expansion anhielt , was eine reale Steigerung des Bruttosozialprodukts um 6 % gegenüber dem Vorjahr ermöglichte , stand die Wirtschaftstätigkeit in der Bundesrepublik und in den Beneluxländern während des ersten Halbjahres im Zeichen spürbaren Auftriebs , dem jedoch in der zweiten Jahreshälfte eine gewisse Dämpfung folgte .

Die Zuwachsrate des Bruttosozialprodukts von 1971 auf 1972 unterschied sich daher nur wenig von der für 1970 auf 1971 ; sie betrug 3 % in der Bundesrepublik , 3,5 % in den Niederlanden und etwas über 4 % in Belgien . Auch in Italien war keine sehr rasche Expansion zu verzeichnen ; hier hat das Bruttosozialprodukt , trotz eines leichten Konjunkturanstiegs im Laufe des Jahres , im Jahresdurchschnitt nur um 3 % zugenommen . Eine spürbare Verbesserung in der Auslastung der Produktionskapazitäten war bei dieser Situation jedoch nicht möglich . In den drei Beitrittsländern liegen die Ergebnisse des Jahres 1972 ebenfalls kaum günstiger :

Im Vereinigten Königreich und in Irland hat das Bruttosozialprodukt um jeweils 3 % , in Dänemark um 4,5 % zugenommen . Nach den Wirtschaftsperspektiven für das Jahr 1973 wäre für die führenden Industrieländer in und ausserhalb der Gemeinschaft ein lebhafter Konjunkturauftrieb zu erwarten . Die neuesten Konjunkturzahlen bestätigen diese Annahme . In den Vereinigten Staaten dürfte das Bruttosozialprodukt 1973 gegenüber 1972 um 6 % zunehmen , d.h . im selben Masse wie von 1972 gegenüber 1971 . Eine vergleichbare Zunahme ist für Kanada zu erwarten , und für Japan wird sogar mit einer dynamischen Beschleunigung ( 10 % ) gerechnet .

Die Aussichten für die Entwicklung der Binnennachfräge in der erweiterten Gemeinschaft sind günstig . Die Ausgaben der Haushalte werden wahrscheinlich wertmässig wie volumenmässig weiter in raschem Tempo zunchmen . Ein Wiederanstieg der Investitionen wird vor allem in Italien und in den Niederlanden erwartet , wo 1972 ein Rückgang zu beobachten war . Die Impulse , die von diesen beiden Komponenten der Nachfrage ausgehen , aber auch die zunehmende Nachfrage von aussen her , dürften eine raschere Zunahme der Wirtschaftstätigkeit bewirken . Besonders lebhaft dürfte diese Beschleunigung in der Bundesrepublik Deutschland sein , wo die Auftragseingänge in den letzten Monaten des vergangenen Jahres beachtlich zugenommen haben .

In Frankreich ist eine anhaltende Expansion der gesamten Nachfrage zu verzeichnen , so daß für 1973 weiterhin eine rasche Expansion der industriellen Produktion zu erwarten ist . Da auch in Italien und , wenn auch in geringerem Masse , in den Niederlanden und in der Belgisch-Luxemburgischen Wirtschaftsunion mit einer starken Zunahme der Wirtschaftstätigkeit zu rechnen ist , und da vermutlich auch die Produktion in den Beitrittsländern eine Beschleunigung des Wachstumstempos aufweisen wird , köente das Bruttosozialprodukt der erweiterten Gemeinschaft 1973 gegenüber dem Vorjahresniveau eine durchschnittliche Zunahme um etwa 5 % , die Industrieproduktion sogar eine durchschnittliche Zunahme um etwas mehr als 6 % erreichen .

TABELLE 1 Entwicklung der Industrieproduktion * ( Zunahme in v.H . ) * * Belgien * Dänemark * Deutschland BR * Frankreich * Irland * Italien * Luxemburg * Niederlande * Vereinigtes Königreich * Gemeinschaft * 1971/1970 * 3,0 * .. * 1,5 * 5,0 * .. * - 4,0 * - 3,0 * 6,0 * - 0,8 * .. * 1972/1971 * 4,7 * .. * 3,0 * 5,5 * .. * 3,5 * 1,1 * 5,2 * - 3,2 * .. * 1973/1972 * 5,2 * .. * 5,0 * 5,5 * .. * 6,5 * 2,5 * 6,6 * - 6,0 * .. * Unter diesen Voraussetzungen kann mit einer Verbesserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt der erweiterten Gemeinschaft gerechnet werden . Da sich aber die Wirtschaft fast aller Mitgliedsländer in der ersten Phase eines neuen Konjunkturanstiegs befindet , in der im allgemeinen die Produktivität bedeutend zunimmt , dürfte die Zahl der Arbeitslosen nur in begrenztem Umfang zurückgehen .

In Italien , in Irland , im Vereinigten Königreich und in den Niederlanden wird die Arbeitslosigkeit vermutlich noch hoch sein . Im übrigen ist angesichts dieser Aussichten auf zunehmende Nachfrage und Wirtschaftstätigkeit die Gefahr , daß die inflationistischen Tendenzen weiterhin anhalten , besonders groß . Tatsächlich war Ende des Jahres 1972 ein beschleunigter Preisauftrieb festzustellen , und trotz steigender Produktivität zeigt sich bei den Produktionskosten keine rückläufige Tendenz . Darüber hinaus ist zu befürchten , daß sich die Rohstoffpreise unter dem Druck der wachsenden Nachfrage aus den Industrieländern ebenfalls nach oben entwickeln .

Andererseits werden die Unternehmen bei der derzeitigen Konjunkturbelebung die bereits eingetretenen oder noch eintretenden Kostensteigerungen leichter auf ihre Verkaufspreise überwälzen können . Der Aussenhandelssaldo der Gemeinschaft wird möglicherweise einen geringeren Überschuß aufweisen , da sich die Einfuhren in den meisten Ländern rascher erhöhen dürften als 1972 , insbesondere unter dem Druck einer stärkeren Binnennachfrage auf Grund der zunehmenden Wettbewerbsfähigkeit von Erzeugnissen aus Drittländern auf den Märkten der Gemeinschaft . Der Inlandsverbrauch von Energie in der Neunergemeinschaft wird sich 1973 auf voraussichtlich 1 312 Mill . t SKE belaufen ; dies entspricht einer durchschnittlichen Steigerung um 6,1 % gegenüber 3,3 % im Vorjahr .

Prüft man die Zahlen der neuen Mitgliedstaaten , so zeigen die Ergebnisse des Vereinigten Königreichs bedeutende Abweichungen auf Grund der Streiks anfangs 1972 ; der Energieverbrauch während dieses Jahres liegt kaum über dem Stand des Vorjahres , während sich für die Sechs eine durchschnittliche Steigerung von 5 % errechnet ( siehe Tabelle in Anlage 1 ) . TABELLE 2 Anteil der einzelnen Energieträger am Energieverbrauch in der Gemeinschaft der Neun * ( in v.H . ) * * 1971 * 1972 Schätzungen * 1973 Vorausschätzungen * Kohle * 25,2 * 21,7 * 20,5 * - davon Koks * ( 6,2 ) * ( 5,9 ) * ( 5,9 ) * Braunkohle * 2,6 * 2,6 * 2,6 * Rohöl * 58,0 * 59,2 * 58,8 * Erdgas * 9,6 * 11,6 * 12,9 * Primär-Elektrizität * 4,4 * 4,7 * 5,0 * andere Energieträger * 0,2 * 0,2 * 0,2 * Insgesamt * 100,0 * 100,0 * 100,0 * Bei der Kohle ist die Bewegung nach absoluten wie relativen Werten weiter rückläufig , ihr Anteil am Inlandsenergieverbrauch ist allerdings von Land zu Land sehr unterschiedlich .

Im Vereinigten Königreich ist die Struktur des Energieverbrauchs mehr auf die Steinkohle ausgerichtet 35 % des Gesamtenergieverbrauchs , in den übrigen Ländern liegt der Anteil zwischen 24 und 6 % , in Deutschland bei 22 % . Das Erdöl behauptet seinen Platz mit einem durchschnittlichen Anteil von annähernd 60 % , das Erdgas dringt rasch vor und wird 13 % des Energiebedarfs decken . Die Erweiterung der Gemeinschaft mit dem Beitritt des Vereinigten Königreiches hat eine Verdoppelung der Kohlenförderung zur Folge , für die Gesamtsituation des Kohlenbergbaus auf Gemeinschaftsebene ergibt sich indessen dadurch keine Verschiebung .

Der Hauptgrund hierfür ist , daß fast die gesamte Förderung des Vereinigten Königreichs im Lande selbst verbraucht wird und nur 2 % exportiert werden . Der Abbau der Zollgrenzen dürfte hier kaum - zumindestens noch nicht kurzfristig - zu fühlbaren Veränderungen der Handelsströme zwischen dem Vereinigten Königreich und dem Kontinent führen - die Kohle ist ohnehin zollfrei - , und die Transportkosten werden durch die Kanalüberquerung belastet . Im übrigen ist der Kohlenbergbau im Vereinigten Königreich , ebenso wie in der ehemaligen Gemeinschaft der Sechs ein arbeitsintensiver Industriezweig mit allen damit zusammenhängenden soziale und regionalen Problemen .

In sachlicher Hinsicht stehen für diese erste Bilanz der Neunergemeinschaft in bezug auf die neuen Mitgliedsländer noch nicht alle Daten zur Verfügung , darüber hinaus stellen sich verschiedentlich auch Probleme der statistischen Angleichung . Trotz dieser Lücken ist es aber sehr wohl möglich , sich eine Gesamtvorstellung von der Struktur des Kohlensektors in der erweiterten Gemeinschaft zu machen , die Bedeutung der Kohle zu demonstrieren und darüber hinaus ihre Stellung im Vergleich zu den anderen Energieträgern auf den wichtigsten Verbrauchssektoren aufzuzeigen . Zur Erleichterung dieser Darstellung und des Vergleichs sind die Tabellen für die Jahre 1971/1972 soweit möglich auf alle neun Länder bezogen .

II . ANALYSE DER NACHFRAGE NACH STEINKOHLE IN DER GEMEINSCHAFT 1 . ENTWICKLUNG DER GESAMT-BINNENNACHFRAGE Die Eingliederung der neuen Mitgliedstaaten , an erster Stelle des Vereinigten Königreichs , verändert den allgemeinen Aspekt des Kohlenmarkts , wie aus den Tabellen 3 und 4 zu ersehen ist . Die Verbrauchsstruktur im Vereinigten Königreich ist anders als in der Sechsergemeinschaft . Auf die Wärmekraftwerke entfällt beinahe die Hälfte und auf die Kokereien ein Viertel des Gesamtverbrauchs , während in der Sechsergemeinschaft die Situation gerade umgekehrt ist ; der Anteil der Verkokung beläuft sich hier auf die Hälfte und der der Elektrizitätswerke auf 30 % des Gesamtverbrauchs .

Zwischen dem allgemeinen Niveau der Industrieproduktion und dem Kohlenverbrauch in der Sechsergemeinschaft besteht strukturbedingt keine direkte Verbindung . Maßgebend für das Arbeitsvolumen der Kokereien ist das Gleichgewicht der Koksbilanz und die Nachfrage der Eisen - und Stahlindustrie . Was die Kraftwerke betrifft , so haben neben den Strombedarfsschwankungen auch die in bezug auf die Ausrüstung verfolgte Politik und Umstellungen von einem Brennstoff auf einen anderen einen beträchtlichen Einfluß auf den Kohleverbrauch . Trotz des wirtschaftlichen Wiederaufschwungs während des Jahres 1972 , der nach den Vorausschätzungen auch 1973 weiter anhalten wird , dürfte sich daher der Steinkohlenverbrauch rückläufig entwickeln und von 1971 bis 1973 von 180 auf 160 Millionen t SKE fallen , was einem Rückgang von 11 % in zwei Jahren entspräche .

Im Vereinigten Königreich wird die Gesamtnachfrage nach Steinkohle innerhalb von 2 Jahren voraussichtlich von 128 Mill . t SKE auf 114 Mill . t fallen , also ebenfalls um 11 % ( 1 ) zurückgehen . Bei dieser Schätzung bleibt allerdings der Hauptposten , nämlich die Kraftwerke , noch offen bis zum Erlaß der Durchführungsmodalitäten zur " Coal Industry Bill " , die für den Absatz der Steinkohle nach diesem Verbrauchssektor besondere Subventionen vorsieht . Auf jeden Fall kann die Coal Industry Bill insgesamt die Position der Kohle nur konsolidieren . TABELLE 3 Steinkohlenverbrauch nach Sektoren - Neunergemeinschaft ( 1 000 t SKE ) * 1971 * 1972 Schätzungen * 1973 Vorausschätzungen * 1972/1971 % * 1973/1972 % * Kokereien * 111 137 * 105 700 * 111 130 * - 4,9 * + 5,1 * Kraftwerke * 121 419 * 109 944 * 108 435 * - 9,5 * - 1,4 * Haushaltssektor * 34 252 * 28 200 * 25 800 * - 17,7 * - 8,6 * Brikettfabriken * 9 207 * 8 185 * 6 700 * - 11,1 * - 14,5 * Stahlindustrie * 4 110 * 4 130 * 4 595 * + 0,5 * + 18,1 * Übrige Industrie * 20 128 * 15 390 * 14 810 * - 23,5 * - 3,8 * Gaswerke * 4 744 * 3 068 * 2 210 * - 35,3 * - 28,0 * Eisenbahnen * 1 775 * 1 380 * 1 260 * - 22,3 * - 8,7 * Eigenverbrauch * 3 688 * 2 903 * 2 470 * - 21,3 * - 14,9 * Verschiedenes * 1 525 * 1 500 * 1 300 * - 1,6 * - 13,3 * Insgesamt * 311 985 * 280 400 * 278 710 * - 10,1 * - 0,6 * Durch den Rückgang des Steinkohlenverbrauchs im Sektor " übrige Industrie " und im Haushaltssektor wird sich der Anteil der Eisen - und Stahlindustrie am Gesamtkoksverbrauch nach oben verschieben und 1973 rund 80 % erreichen .

Der Gesamtkoksverbrauch der Neunergemeinschaft wird sich 1973 voraussichtlich auf 76 Mill . t belaufen , also auf etwas mehr als 1971 . TABELLE 4 Verbrauch an Steinkohlenkoks nach Sektoren - Neunergemeinschaft ( in 1 000 t ) * 1971 * 1972 Schätzungen * 1973 Vorausschätzungen * 1972/1971 % * 1973/1972 % * Stahlindustrie * 59 537 * 59 300 * 63 475 * - 0,4 * + 7,0 * Übrige Industrie * 6 055 * 5 285 * 5 025 * - 12,7 * - 4,9 * Haushaltssektor ( einschließlich Deputatkohle ) * 8 480 * 7 645 * 7 100 * - 9,8 * - 7,1 * Verschiedenes * 1 672 * 1 400 * 1 430 * - 17,2 * + 2,1 * Insgesamt * 75 744 * 73 630 * 77 030 * - 2,8 * + 4,6 * 2 .

ENTWICKLUNG DER BINNENNACHFRAGE NACH SEKTOREN a ) Wärmekraftwerke Nach einer vorübergehenden Abflachung 1971 hat der Binnenverbrauch an elektrischer Energie wieder ein der langfristigen Entwicklungstendenz entsprechendes Wachstumstempo angenommen ; im Vereinigten Königreich verläuft diese Entwicklung allerdings etwas langsamer als in den übrigen Mitgliedstaaten . Der Gesamtstromverbrauch dürfte sich 1973 auf 1 018 TWh , gegenüber dem Vorjahr also um 63 TWh erhöhen , was einem Zuwachs von 6,7 % entspräche ( 7,3 % für die Sechs , 5,3 % für die neuen Mitgliedsländer ) . Nach Produktionsarten wird sich die Erzeugung sämtlicher Kraftwerke der Gemeinschaft 1973 bei normaler Wasserdarbietung und Temperatur wie folgt verteilen :

Wärmekraftwerke 80,9 % , Wasserkraftwerke 12,1 % , Kernkraftwerke 6,6 % , Erdwärme 0,4 % . Der Anteil der Kernenergie bleibt noch auf 6,6 % beschränkt , d.h . 10 900 MW installierte Leistung , davon die Hälfte im Vereinigten Königreich . Zur Zeit sind 17 000 MW im Bau , so daß sich bis 1976 die installierte Kernkraftwerksleistung auf rund 28 000 MW erhöhen wird . Darüber hinaus bestehen Projekte für neue Reaktoren entsprechend einer installierten Leistung von 15 800 MW , wovon der grösste Teil , 13 000 MW , auf Deutschland entfällt . Die klassischen Wärmekraftwerke behaupten nicht nur ihre vorherrschende Stellung , die Planung für 1973 sieht darüber hinaus neue Anlagen dieses Typs zur Deckung von zwei Drittel des zu erwartenden Mehrbedarfs vor .

TABELLE 5 Brennstoffverbrauch der Wärmekraftwerke - Neunergemeinschaft * ( Bedarfsdeckung in % ) * * 1971 * 1972 Schätzungen * 1973 Vorausschätzungen * Steinkohle * 46,5 * 40,4 * 38,0 * Braunkohle * 9,1 * 9,5 * 9,8 * Mineralölerzeugnisse * 32,3 * 36,1 * 37,0 * Erdgas * 8,1 * 10,1 * 11,5 * Übrige Gase und sonstige Brennstoffe * 4,0 * 3,8 * 3,7 * Insgesamt * 100,0 * 100,0 * 100,0 * TABELLE 6 Verbrauch an festen Brennstoffen in den Wärmekraftwerken ( in 1 000 t SKE ) * 1971 * 1972 Schätzungen * 1973 Vorausschätzungen * 1972/1971 % * 1973/1972 % * Belgien * * * * * * Steinkohle * 2 333 * 2 130 * 1 910 * - 8,7 * - 10,3 Dänemark * * * * * * Steinkohle * 2 014 * 1 670 * 3 000 * - 17,1 * + 79,6 * Deutschland ( BR ) * 60 309 * 60 600 * 60 100 * + 0,5 * - 0,8 * davon : * * * * * * Steinkohle * 37 896 * 36 200 * 33 700 * - 4,5 * - 6,9 * Braunkohle * 22 413 * 24 400 * 26 400 * + 8,9 * + 8,2 * Frankreich * 13 478 * 12 215 * 10 555 * - 9,4 * - 13,6 * davon : * * * * * * Steinkohle * 12 651 * 11 200 * 9 500 * - 11,5 * - 15,2 * Braunkohle * 827 * 1 015 * 1 055 * + 22,7 * + 3,9 * Irland * * * * * * Steinkohle * 52 * 50 * 50 * - 4,0 * - * Italien * 1 759 * 1 165 * 1 445 * - 33,8 * + 24,3 * davon : * * * * * * Steinkohle * 1 295 * 845 * 930 * - 34,7 * + 10,1 * Braunkohle * 464 * 320 * 515 * - 31,0 * + 60,9 * Luxemburg * * * * * * Steinkohle * 5 * 4 * 4 * - 20,0 * - * Niederlande * * * * * * Steinkohle * 1 630 * 745 * 740 * - 54,3 * - 0,7 * Vereinigtes Königreich * * * * * * Steinkohle * 63 543 * 57 100 * 58 600 ( 1 ) * - 10,1 * + 2,6 * Gemeinschaft * 145 123 * 135 679 * 136 404 * - 6,5 * + 0,5 * davon : * * * * * * Steinkohle * 121 419 * 109 944 * 108 434 * - 9,5 * - 1,4 * Braunkohle * 23 704 * 25 735 * 27 970 * + 8,6 * + 8,7 * ( 1 ) Mindestmenge , vgl .

Text Seite 6 . Vom Gesamtverbrauch an Steinkohle 1971 in Höhe von 121 Mill . t SKE entfallen ein Anteil von 12 Mill . t SKE auf Einfuhren aus Drittländern , 70 % dieser Gesamteinfuhrmenge kommen aus Polen und den USA , daneben ist aber auch ein Ansteigen der australischen Einfuhren zu beobachten . In der nachstehenden Tabelle sind die Einfuhrmengen ( 1971 ) nach Herkunfts - und Empfängerländern aufgeschlüsselt : TABELLE 7 Wärmekraftwerke - Steinkohlenbezuege aus Drittländern - 1971 Neunergemeinschaft Einfuhren nach Herkunftsländern Herkunft * Mengen in Millionen t * Anteil am Gesamtverbrauch des Sektors an Steinkohle % * Polen * 4,5 * 3,8 * USA * 4,1 * 3,4 * UdSSR * 1,1 * 0,9 * Australien * 2,0 * 1,7 * Sonstige Drittländer * 0,7 * 0,6 * Gemeinschaft insgesamt * 12,4 * 10,4 * Einfuhren nach Empfängerländern Empfängerland * Mengen in Millionen t * Anteil am Gesamtverbrauch an Steinkohle in den Kraftwerken des Landes ( % ) * Belgien * - * - * Dänemark * 2,0 * 100,0 * Deutschland ( BR ) * 2,9 * 7,6 * Frankreich * 2,3 * 18,2 * Irland * 0 * .. * Italien * 1,3 * 100,0 * Niederlande * 0,3 * 18,8 * Vereinigtes Königreich * 3,6 * 5,7 * Gemeinschaft insgesamt * 12,4 * 10,4 * In der Gemeinschaft der Sechs ging die Steinkohleeinfuhr 1971 auf weniger als 7 Mill . t zurück , gegenüber 9 Mill . t im Vorjahr .

Das Vereinigte Königreich hat 1971 noch 3,6 Mill . t eingeführt , jedoch wird für 1973 mit einem starken Rückgang dieser Versorgungsströme gerechnet . Dagegen ist für Dänemark 1973 ein Wiederanstieg der Einfuhr auf den Stand von 3,5 Mill . t zu erwarten . Vier Fünftel dieser Steinkohleeinfuhren kommen aus Polen , der Rest aus der UdSSR . b ) Eisen - und Stahlindustrie In den Ländern der Sechser-Gemeinschaft zeichnete sich Anfang 1972 eine Erholung ab ; die Stahlerzeugung der Gemeinschaft erreicht in diesem Jahr 113 Mill . t , das entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Erhöhung um 10 Mill . t und gegenüber der Spitze von 1970 einer Steigerung um 3,9 Mill . t .

Bei der Entwicklung der Tätigkeit der Eisen - und Stahlindustrie spielte der Aussenmarkt eine bedeutende Rolle , der Binnenmarkt blieb dagegen ziemlich ruhig , mit einem Ansatz zur Wiederaufstockung der Lagerbestände bei den Verbrauchern . Im Vereinigten Königreich zeigten sich die ersten Anzeichen der Erholung später - zu Beginn des zweiten Halbjahres 1972 , doch blieb die Erholung begrenzt wegen der geringen Aktivität auf den Investitionssektoren . Die Rohstahlerzeugung beläuft sich 1972 auf 26 Mill . t , das bedeutet gegenüber 1971 eine geringfügige Zunahme . Der Wiederaufschwung zeigt sich übrigens ebenso bei den Haupterzeugern auf Weltebene .

In den USA und in Japan hat die Rohstahlerzeugung 1972 um jeweils 8 % gegenüber dem Vorjahr zugenommen . Der Beitritt des Vereinigten Königreichs , Dänemarks und Irlands wird auf den Stahlmarkt stimulierend wirken ; durch den Verbrauch der stahlverarbeitenden Industrie wird der Stahlmarkt Auftrieb erhalten , 1973 allerdings noch in beschränktem Umfang , soweit diese Entwicklung durch die Progression des Zollabbaus bedingt ist . Der tatsächliche Rohstahlverbrauch der Gemeinschaft könnte 1973 auf Grund einer günstigen Entwicklung im Sektor der Investitionsgüter noch um 5 % ansteigen . Dagegen ist für die Ausfuhr nach Drittländern nicht mit spürbaren Fortschritten zu rechnen , da diese bereits einen hohen Stand erreicht hat .

Die Rohstahlerzeugung beziffert sich für die Sechs auf 119 Mill . t ; hierzu sind für die drei neuen Mitgliedsländer noch 28,9 Mill . t zuzuschlagen , so daß sich die Gesamtproduktion der Gemeinschaft auf 148 Mill . t belaufen wird . Dieser Annahme in bezug auf die rohstahlerzeugung entspricht eine Roheisenerzeugung von 104 Mill . t , wovon annähernd 86 Mill . t auf die ehemaligen Sechs entfallen . TABELLE 8 Roheisenerzeugung ( in 1 000 t ) * 1971 * 1972 Schätzungen * 1973 Vorausschätzungen * 1972/1971 % * 1973/1972 % * * * * Stahl * Roheisen * * * Belgien * 10 525 * 11 890 * 15 000 * 12 500 ( 1 ) * + 13,0 * + 5,1 * Dänemark * 226 * 230 * 525 * 260 * + 1,8 * + 13,0 * Deutschland ( BR ) * 29 990 * 32 000 * 45 000 * 33 300 * + 6,7 * + 4,1 * Frankreich * 18 323 * 19 000 * 25 000 * 20 000 * + 3,7 * + 5,3 * Irland * .. * .. * 150 * .. * .. * .. * Italien * 8 554 * 9 440 * 22 500 * 10 800 * + 10,4 * + 14,4 * Luxemburg * 4 588 * 4 670 * 5 450 * 4 750 * + 1,8 * + 1,7 * Niederlande * 3 759 * 4 290 * 5 850 * 4 450 * + 14,1 * + 3,7 * Vereinigtes Königreich * 15 415 * 15 360 * 28 700 * 18 200 * - 0,4 * + 18,5 * Gemeinschaft * 91 380 * 96 880 * 148 175 * 104 260 * + 6,0 * + 7,6 * ( 1 ) Vorlaufige Angabe .

Rohstoffversorgungsprobleme , zumindestens mengenmässige , dürften sich 1973 nicht stellen . Es ist damit zu rechnen , daß sich der spezifische Kokseinsatz in den Hochöfen , der bereits 1972 spürbar unter den Vorausschätzungen blieb , noch weiter verringert . Die Inbetriebnahme neuer Stahlwerke und die stetige Verbesserung des Hochofenbetriebs werden sich in einer weiteren Verminderung des spezifischen Kokseinsatzes auswirken , der 1973 im Durchschnitt nur noch 522 kg erreichen dürfte . TABELLE 9 Spezifischer Kokseinsatz in den Hochöfen * ( kg/t ) * * 1971 * 1972 Schätzungen * 1973 Vorausschätzungen * Belgien * 569 * 555 * 540 * Dänemark * - * - * - * Deutschland ( BR ) * 521 * 480 * 470 * Frankreich * 595 * 565 * 555 * Irland * - * - * - * Italien * 526 * 520 * 510 * Luxemburg * 683 * 655 * 650 * Niederlande * 475 * 465 * 445 * Vereinigtes Königreich * 609 * 586 * 566 * Gemeinschaft * 562 * 537 * 522 * 1972 lag die Stahl - und Roheisenerzeugung der Sechsergemeinschaft über den ein Jahr zuvor erstellten Vorausschätzungen , was auf die übliche Unterschätzung des Ausmasses der Bewegung in der Eisen - und Stahlindustrie nach oben wie nach unten zurückzuführen ist .

Diese Unterschätzung wurde allerdings ausgeglichen durch eine Überschätzung des spezifischen Kokseinsatzes , so daß der Koksverbrauch in Höhe von 46,6 Mill . t der Vorausschätzung entsprach . Für 1973 dürfte für die Gemeinschaft in ihrer Gesamtheit trotz der erwarteten Verminderung des spezifischen Kokseinsatzes mit einem Anstieg der Koksnachfrage zu rechnen sein . TABELLE 10 Koksverbrauch der Stahlindustrie ( 1 ) ( in 1 000 t ) * 1971 * 1972 Schätzungen * 1973 Vorausschätzungen * 1972/1971 % * 1973/1972 % * Belgien * 6 638 * 7 200 * 7 400 * + 8,5 * + 2,8 * Dänemark * 69 * 75 * 85 * + 8,7 * + 13,3 * Deutschland ( BR ) * 17 550 * 17 700 * 18 300 * + 0,9 * + 3,4 * Frankreich * 12 190 * 11 800 * 12 250 * - 3,2 * + 3,8 * Irland * 14 * 15 * 15 * - * - * Italien * 5 247 * 5 525 * 6 325 * + 5,3 * + 14,5 * Luxemburg * 3 383 * 3 225 * 3 350 * - 4,7 * + 3,9 * Niederlande * 2 291 * 2 155 * 2 250 * - 4,6 * + 3,0 * Vereinigtes Königreich * 12 150 * 11 600 * 13 500 * - 4,5 * + 16,4 * Gemeinschaft * 59 532 * 59 325 * 63 475 * - 0,4 * + 7,0 * ( 1 ) Hochofen , Erzsinterung , sonstige Einsatzzwecke . c ) Haushaltssektor Der Verbrauch an festen mineralischen Brennstoffen im Haushaltssektor wird für 1973 auf 45 Mill . t SKE geschätzt ; dies entspricht 15 % des Gesamtbedarfs der Gemeinschaft , wobei etwa die Hälfte dieser Menge im Vereinigten Königreich verbrauch wird .

In Dänemark ist dieser Verbrauch nur geringfügig , in Irland dagegen beläuft er sich auf fast 1 Million Tonnen . Im Vereinigten Königreich ist das Heizsystem anders strukturiert als auf dem Kontinent . Die Verwendung elektrischer Heizquellen als Zusatzheizung ist dort sehr verbreitet , individuelle Öfen und Zentralheizung werden weniger benutzt . Das Kaminfeuer nimmt nach wie vor einen beachtlichen Platz ein . Innerhalb von zwei Jahren , von 1971 bis 1973 , ist mit einem Rückgang des Kohleabsatzes von 23 % zu rechnen , für 1973 wird jedoch , den Vorausschätzungen nach , die Kurve flacher abfallen .

Die Kohle , Steinkohle und Koks , ist in allen Produktionsländern dem Druck der übrigen Energieträger ausgesetzt . Dies gilt auch für das Vereinigte Königreich ; hier allerdings ist die Preisspanne zwischen Kohle und Mineralöl weniger bedeutend als auf dem Kontinent . Die vorliegenden Statistiken lassen nicht erkennen , welchen Platz die Kohle und die konkurrierenden Energieträger , Öl und Gas , in der Versorgung des Haushaltssektors einnehmen . TABELLE 11 Lieferung fester Brennstoffe an den Haushaltssektor - Neunergemeinschaft ( in Mill . t SKE ) * 1971 * 1972 Schätzungen * 1973 Vorausschätzungen * 1972/1971 % * 1973/1972 % * Steinkohle * 34,6 * 27,8 * 25,8 * - 19,5 * - 7,2 * Steinkohlenbriketts * 8,9 * 7,9 * 6,5 * - 11,2 * - 17,7 * Steinkohlenkoks * 7,2 * 7,7 * 7,1 * + 6,9 * - 7,8 * Gaskoks * 3,3 * 1,8 * 1,2 * - 45,5 * - 33,3 * Braunkohle und Braunkohlenbriketts * 5,4 * 5,2 * 4,7 * - 3,7 * - 9,6 * Insgesamt * 59,4 * 50,4 * 45,3 * - 15,2 * - 10,1 * Eine Aufschlüsselung des Verbrauchs der verschiedenen Arten fester mineralischer Brennstoffe im Haushaltssektor nach Ländern ist in der Tabelle Anlage 3 wiedergegeben . d ) Übrige Sektoren - Verschiedene Industrien Der für 1973 angekündigte Konjunkturaufschwung wird im Sektor " verschiedene Industrien " den Rüchgang an Absatzmöglichkeiten für die Steinkohle verlangsamen lassen , doch dürfte dieser Absatzrückgang über zwei Jahre im Mittel für die Gemeinschaft noch über 25 % ausmachen .

Weniger ausgeprägt ist die rückläufige Tendenz für Koks , der in einigen Ländern sogar seine Stellung verbessert , soweit es um spezifischen Verbrauch wie in der Chemie und der Elektrometallurgie geht ; allerdings sind dies nur geringe Mengen . TABELLE 12 Verbrauch an festen Brennstoffen ( 1 ) im Sektor " verschiedene Industrien " ( 2 ) ( in 1 000 t SKE ) * 1971 * 1972 Schätzungen * 1973 Vorausschätzungen * 1972/1971 % * 1973/1972 % * Belgien * 681 * 525 * 490 * - 22,9 * - 6,7 * Dänemark * 88 * 50 * 20 * - 66,0 * - 60,0 * Deutschland ( BR ) * 7 533 * 5 475 * 4 990 * - 27,3 * - 8,9 * Frankreich * 4 578 * 3 525 * 3 020 * - 23,0 * - 14,3 * Irland * 127 * 120 * 120 * - 5,5 * - * Italien * 932 * 950 * 1 000 * + 1,9 * + 5,3 * Luxemburg * 23 * 20 * 20 * - 13,0 * - * Niederlande * 291 * 325 * 330 * + 11,7 * + 1,5 * Vereinigtes Königreich * 13 297 * 9 900 * 10 350 * - 25,5 * + 4,5 * Gemeinschaft * 27 550 * 20 890 * 20 340 * - 24,2 * - 2,6 * ( 1 ) Steinkohle , Koks , Braunkohle .

( 2 ) Ohne Elektrizitätswerke . Tabelle 13 zeigt den jeweiligen Anteil der verschiedenen Brennstoffe an der Versorgung des Sektors " verschiedene Industrien " für die Gemeinschaft in ihrer Gesamtheit . Der Mittelwert 9 % für den Anteil der festen Brennstoffe 1973 umfasst sehr unterschiedliche Positionen , je nachdem , um welches Land es sich handelt und wie weit der Substitutionsprozeß im Energiebereich , der im unmittelbaren Zusammenhang mit der relativen Bedeutung der einheimischen Kohleförderung steht , vorangeschritten ist . Am höchsten ist dieser Anteil im Vereinigten Königreich mit 19 % , danach folgt Deutschland mit 9 % und Frankreich mit 7 % .

In den Ländern ohne Kohleförderung wie Irland und Dänemark liegt er unter 3 % . Das Erdöl hält seine beherrschende Stellung mit 67 % des Gesamtverbrauchs , der Anteil des Erdgases nimmt aber rasch zu und dürfte 1973 etwa ein Viertel des Energieverbrauchs dieses Sektors , mit einem Hoechstsatz von 74 % in den Niederlanden , ausmachen . TABELLE 13 Anteil der einzelnen Brennstoffe am Verbrauch des Sektors " verschiedene Industrien " - Neunergemeinschaft * 1971 * 1972 Schätzungen * 1973 Vorausschätzungen * * Mill . t SKE * % * Mill . t SKE * % * Mill . t SKE * % * Steinkohle und Steinkohlenbriketts * 20 128 * 10,4 * 14 690 * 7,2 * 14 510 * 6,5 * Koks * 6 348 * 3,3 * 5 335 * 2,6 * 5 075 * 2,3 * Braunkohle und Braunkohlenbriketts * 1 074 * 0,5 * 865 * 0,4 * 755 * 0,3 * Feste Brennstoffe insgesamt * 27 550 * 14,2 * 20 890 * 10,2 * 20 340 * 9,1 * Öl * 132 062 * 68,0 * 139 510 * 68,0 * 148 180 * 66,7 * Gas * 34 554 * 17,8 * 44 725 * 21,8 * 53 750 * 24,2 * Insgesamt * 194 166 * 100,0 * 205 125 * 100,0 * 222 270 * 100,0 * - Eisenbahmer und Gaswerke Der Gesamtverbrauch an Steinkohle in diesen beiden Sektoren dürfte sich 1973 allenfalls auf 3,4 Mill . t belaufen , d.h . auf 1 % des Gesamtverbrauchs der Gemeinschaft , wobei vier Fünftel auf Deutschland entfallen .

Im Vereinigten Königreich ist der Verbrauch in diesen beiden Sektoren minimal geworden , während er sich noch vor fünf Jahren auf 16 Mill . t belief , die aber fast in voller Höhe ( 15 Mill . t ) an die Gaswerke gingen , da die Umrüstung der Eisenbahnen zu dieser Zeit bereits abgeschlossen war . Daß die Gaswerke auf Kohle-Basis mehr und mehr verschwinden , ist hauptsächlich auf das rasche Vordringen des Erdgases zurückzuführen . III . ERZEUGUNG VON STEINKOHLENKOKS - PRODUKTIONSKAPAZITÄT DER KOKEREIEN UND KOKSKOHLENVERSORGUNG Die Gesamt-Kokserzeugung der Sechsergemeinschaft zeigte 1972 eine rückläufige Tendenz , und zwar hauptsächlich auf Grund der Lage in Deutschland , wo allerdings die Koksbilanz angesichts der Kohkshalden kaum einer Bereinigung bedurfte , da die Tätigkeit der Kokereien mit der Ausführung von Gaslieferverträgen gekuppelt ist .

Ein gewisser Rückgang ist auch in Frankreich festzustellen . Die Vorausschätzungen für 1973 kündigen eine Wiederbelebung an , ausser in Deutschland . In den Niederlanden dürfte sich die Kokserzeugung nach Inbetriebnahme neuer Kokereien um fast die Hälfte auf 2,9 Mill . t erhöhen . Von den drei neuen Mitgliedsländern besitzt lediglich das Vereinigte Königreich eine Verkokungsindustrie . Die Vorausschätzungen für 1973 sehen ein Produktionsvolumen vor , das geringfügig über dem von 1971 liegt . ( Die Ergebnisse von 1972 bleiben ausser Betracht , da sie wegen der Streiks kein echtes Bild ergeben . ) Für die Neunergemeinschaft in ihrer Gesamtheit dürfte die Kokserzeugung mit 83 Mill . t etwas unter dem Stand von 1971 bleiben .

Die Koksbilanz wird die Bildung neuer Halden von annähernd 4 Mill . t in Deutschland und 1,5 Mill . t im Vereinigten Königreich ausweisen , in letzterem waren allerdings die Haldenbestände an Koks anfangs des Jahres sehr gering . TABELLE 14 Erzeugung von Steinkohlenkoks * ( in 1 000 t ) * * * * 1971 * 1972 Schätzungen * 1973 Vorausschätzungen * 1972/1971 % * 1973/1972 % * Belgien * 6 783 * 7 225 * 7 750 * + 6,5 * + 7,3 * Dänemark * - * - * - * - * - * Deutschland ( BR ) * 37 537 * 34 550 * 33 900 * - 8,0 * - 1,9 * Frankreich * 12 505 * 11 500 * 11 800 * - 8,1 * + 2,6 * Irland * - * - * - * - * - * Italien * 6 957 * 7 050 * 7 800 * + 1,3 * + 10,6 * Luxemburg * - * - * - * - * - * Niederlande * 1 900 * 1 975 * 2 925 * + 3,9 * + 48,1 * Vereinigtes Königreich * 19 150 * 17 400 * 19 500 * - 9,1 * + 12,1 * Gemeinschaft * 84 832 * 79 700 * 83 675 * - 6,0 * + 5,0 * Die Eisen - und Stahlindustrie der ehemaligen Sechsergemeinschaft bemüht sich weiterhin um die Entwicklung ihrer Verkokungskapazitäten , die sich 1973 auf 32 Mill . t - gegenüber nur 23 Mill . t vor fünf Jahren - belaufen dürften .

Die neuen Anlagen liegen fast durchwegs im Küstenbereich . Es handelt sich hier um das Ergebnis der Investitionsprogramme , die 1969/1970 - zur Zeit der Hochkonjunktur , die zu einigen Schwierigkeiten in der Koksversorgung geführt hatte - beschlossen worden sind . Die Eisen - und Stahlindustrie wird dann ihren Koksbedarf zu 60 % aus eigenen Kokereien decken . Da die Koksversorgung vorrangig durch die in die Hüttenwerke integrierten Kokereien sichergestellt wird , verlagert die Eisen - und Stahlindustrie damit ihre Nachfrageschwankungen in erster Linie auf die Zechenkokereien , bei denen sich Überkapazitäten herausbilden , zumal der Koksbedarf der übrigen Industrien und des Haushaltssektors weiterhin abnimmt .

Im Vereinigten Königreich weist die Koksversorgung eine andere Struktur auf als in der Sechsergemeinschaft . Die Eisen - und Stahlindustrie deckt ihren Koksbedarf , etwa 13 Mill . t pro Jahr , fast ausschließlich aus eigenen Kokereien . Die Erzeugung der Zechenkokereien - mit einer Kapazität von etwa 4 Mill . t - ist für Gießereien und andere Industriezwecke bestimmt . Wesentliche Veränderungen in der Koksnachfrage sind für 1973 nicht zu erwarten . TABELLE 15 Verkokungskapazitäten für Steinkohlenkoks - Sechsergemeinschaft * ( in Mill . jato ) * * Belgien * Deutschland ( BR ) * Frankreich * Italien * Niederlande * Gemeinschaft * 1963 * * * * * * * Zechenkokereien * 1,3 * 40,2 * 8,5 * - * 3,1 * 53,1 * Hüttenkokereien * 5,4 * 11,2 * 4,7 * 2,5 * 1,0 * 24,8 * Unabhängige Kokereien * 0,9 * - * - * 2,5 * 0,7 * 4,1 * Insgesamt * 7,6 * 51,4 * 13,2 * 5,0 * 4,8 * 82,0 * 1968 * * * * * * * Zechenkokereien * 1,0 * 32,6 * 8,8 * - * 1,1 * 43,5 * Hüttenkokereien * 5,6 * 7,9 * 4,4 * 4,3 * 1,2 * 23,4 * Unabhängige Kokereien * 0,7 * - * - * 2,5 * 0,7 * 3,9 * Insgesamt * 7,3 * 40,5 * 13,2 * 6,8 * 3,0 * 70,8 * 1973 * * * * * * * Zechenkokereien * - * 31,1 * 8,5 * - * - * 39,6 * Hüttenkokereien * 8,1 * 9,6 * 5,4 * 6,9 * 2,2 * 32,2 * Unabhängige Kokereien * 0,5 * - * - * 2,5 * 0,7 * 3,7 * Insgesamt * 8,6 * 40,7 * 13,9 * 9,4 * 2,9 * 75,5 * Für den Bereich der Sechsergemeinschaft hat die verringerte Aktivität der Kokereien während der Jahre 1970 bis 1972 zu einem Rückgang des Kokskohlenbedarfs geführt , der sich in erster Linie auf die Verfügbarkeiten aus den Gruben der Gemeinschaft auswirkte .

Nach einem Tiefstand 1971 stiegen nämlich die Einfuhren aus Drittländern 1972 wieder fast auf den Stand von 1970 an . Die Preisrelation zwischen Einfuhrkohle und Gemeinschaftskohle wirkte sich bis September 1972 zugunsten der ersteren aus , vor allem wegen der sehr niedrigen Seefrachten . Die Stellung der in der Gemeinschaft geförderten Kokskohle hat sich daher durch den wachsenden Preisunterschied zur Einfuhrkohle verschlechtert , trotz der Stützungsmaßnahmen zugunsten der einheimischen Kokskohle im Sinne der Entscheidung Nr . 70/1 . Der Rückgang des innergemeinschaftlichen Handels , d.h . der Kokskohlelieferungen von Deutschland an die anderen Gemeinschaftsländer , ist in dieser Beziehung signifikant .

Im laufenden Jahr 1973 wird die Situation von der Entwicklung der Seefrachtsätze abhängen , die sich seit kurzem auf Grund starker Tonnagenachfrage , insbesondere für den Getreidetransport , nach oben bewegen . Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Berichtes ist es ausserdem noch ungewiß , welche Maßnahmen in bezug auf Absatzbeihilfen im Nachgang zur Entscheidung Nr . 70/1 getroffen werden . Im Vereinigten Königreich hat die Eisen - und Stahlindustrie angesichts der qualitativen Entwicklung im einheimischen Kokskohleaufkommen und der Notwendigkeit , sich durch Mischung gute , gasarme Kokskohle zu verschaffen , 1972 etwa 1,2 Mill . t eingeführt ;

1973 dürften sich diese Zukäufe auf demselben Niveau halten . TABELLE 16 Kokskohlenversorgung der Kokereien nach Herkunftsländern * ( in Mill . t ) * * Sechsergemeinschaft * Vereinigtes Konigreich * * 1970 * 1971 * 1972 * 1970 * 1971 * 1972 * Inland * 67,9 * 63,7 * 59,4 * 27,6 * 25,7 * 22,8 * Andere EGKS-Länder * 10,0 * 9,9 * 8,4 * - * - * - * Gemeinschaft insgesamt * 77,9 * 73,6 * 67,8 * 27,6 * 25,7 * 22,8 * Drittländer * 14,0 * 11,4 * 13,9 * - * 0,4 * 1,2 * Versorgung insgesamt * 91,9 * 85,0 * 81,7 * 27,6 * 26,1 * 24,0 * Die Tabelle in Anlage 4 zeigt , nach Ländern aufgeschlüsselt , im Detail die Versorgungsentwicklung der Kokereien während der drei Erhebungsjahre , und zwar Inland , Herkunft aus anderen Gemeinschaftsländern und Herkunft aus Drittländern .

In der nebenstehenden graphischen Darstellung sind dieselben Zahlenangaben in Prozent ausgedrückt . KOKSKOHLENVERSORGUNG DER KOKEREIEN NACH HERKUNFTSLÄNDERN GEMEINSCHAFT - SCHÄTZUNGEN 1972 : Siehe ABl . IV . STEINKOHLENFÖRDERUNG UND FINANZLAGE DES BERGBAUS 1 . Steinkohlenförderung Die Steinkohlenförderung im Gesamtbereich der erweiterten Gemeinschaft belief sich 1972 auf 251 Mill . t SKE und lag damit um 40 Mill . t SKE unter den Ergebnissen des Vorjahres . Dieser Rückgang geht zum grössten Teil zu Lasten des Vereinigten Königreichs , nämlich 26 Mill . t , und hiervon wiederum 21 Mill . t SKE zu Lasten des Bergarbeiterstreiks anfangs des Jahres .

In Deutschland musste der Steinkohlenbergbau angesichts seiner Haldenbestände , wie vorauszusehen war , sein Förderniveau von 112 Mill . t SKE , das er 5 Jahre lang gehalten hatte * 9 Mill . t SKE senken ; hiervon entfallen 2 Mill . t SKE auf Feierschichten . In Belgien , in Frankreich und in den Niederlanden gehen die Fördereinschränkungen 1973 planmässig weiter , d.h . um 5 % in Belgien , 6 % in Frankreich und 30 % in den Niederlanden . Die deutsche Förderung wird sich nach den Absatzmöglichkeiten entwikkeln , als Richtwert - unter allen Vorbehalten - werden 96 Mill . t ( nationale Reihen ) angegeben .

Trotz dieser neuen und spürbaren Verringerung ist noch mit einem Förderüberschuß zu rechnen , der die Halden weiter vergrössern wird . Für das Vereinigte Königreich wird eine Förderung von 126 Mill . t SKE veranschlagt , d.h . 9 Mill . t SKE weniger als vor 2 Jahren . Die rückläufige Tendenz ist hier weniger ausgeprägt als in der übrigen Gemeinschaft . Anlage 6 gibt die Förderzahlen nach Revieren für die drei Referenzjahre . Für das Vereinigte Königreich liegen jedoch kaum Angaben für 1973 vor . TABELLE 17 Steinkohlenförderung * ( in 1 000 t SKE ) * * 1971 * 1972 ( 1 ) * 1973 Schätzungen * 1972/1971 % * 1973/1972 % * Belgien * 9 920 * 9 500 * 9 000 * - 4,2 * - 5,3 * Deutschland ( BR ) * 111 942 * 103 270 * 96 750 * - 7,7 * - 6,4 * Frankreich * 30 243 * 27 260 * 25 600 * - 9,9 * - 6,1 * Irland * 90 * 70 * 70 * - 22,2 * - * Italien * 140 * 135 ( 2 ) * - * - * - * Niederlande * 3 556 * 2 770 * 1 950 * - 22,1 * - 29,7 * Vereinigtes Königreich * 134 817 * 107 900 ( 3 ) * 126 300 * - 20,0 * + 17,1 * Gemeinschaft * 290 708 * 250 905 * 259 670 * - 13,7 * + 3,5 * ( 1 ) Vorläufige Zahlen .

( 2 ) Stillegung und Haldenliquidation im April 1972 . ( 3 ) Hiervon 20,6 Verlust durch Streiks zu Beginn des Jahres . In der gesamten Neunergemeinschaft wurden 1972 18 Schachtanlagen mit einer Förder kapazität von annähernd 7 Mill . t stillgelegt . Die Verteilung dieser Stillegungen nach Revieren ist in Tabelle 18 wiedergegeben . Für 1973 ist im Bereich der Sechsergemeinschaft die Stillegung von weiteren 14 Schachtanlagen mit einer Förderkapazität von 14,5 Mill . t zu erwarten . In bezug auf eventuelle Zechenschließungen im Vereinigten Königreich ist bisher nichts bekannt . TABELLE 18 Zechenschließungen * 1972 * 1973 Vorausschätzung * * Zahl * Förderung 1971 ( in 1 000 t ) * Zahl * Förderung 1971 ( in 1 000 t ) * Campine * - * - * 1 * 1 116 * Süd-Belgien * 1 * 134 * 3 * 760 * Belgien * 1 * 134 * 4 * 1 876 * Ruhr * 5 * 3 522 * 5 * 8 523 * Aachen * - * - * - * - * Niedersachsen * - * - * - * - * Saar * - * - * 1 * 1 988 * Deutschland ( BR ) * 5 * 3 522 * 6 * 10 511 * Nord/Pas-de-Calais * 3 * 1 134 * 2 * 1 254 * Lothringen * 1 * 623 * * * Centre Midi * 1 * 201 * 1 * 665 * Frankreich * 5 * 1 958 * 3 * 1 919 * Niederlande * - * - * 1 * 1 588 * Gemeinschaft der Sechs insgesamt * 11 * 5 614 * 14 * 15 894 * Scotland * 3 * 500 * * * North East * 3 * 400 * * * Yorkshire * 1 * 200 * * * Vereinigtes Königreich * 7 * 1 100 * * * 2 .

Schichtleistung und Lohnkosten Für die Sechsergemeinschaft insgesamt hat sich die Schichtleistung unter Tage 1972 um 4,1 % erhöht ( 1971 2,1 % ) . Diese günstige Entwicklung ist vor allem auf die Produktivitätssteigerung in den deutschen Bergwerken , 5,3 % bzw . 2,1 % , zurückzuführen . In Belgien ist dagegen die Schichtleistung seit zwei Jahren auf demselben Stand geblieben . Im Vereinigten Königreich betrug die Schichtleistung je Mann unter Tage 3 380 kg ; auf Grund des Streiks sank sie 1972 unter dieses Niveau ab . Seither hat sich die Schichtleistung wieder wesentlich erhöht und dürfte 1973 bei 3 660 kg liegen , was einer Zunahme um 8 % in zwei Jahren entspricht .

Für die Sechsergemeinschaft entspricht der angegebene Produktivitätszuwachs für 1973 der gegenwärtigen Tendenz . Diese Zahlen könnten sich , wenn sich die Konjunkturhoffnungen erfuellen sollten , trotz des bereits erreichten hohen Mechanisierungsgrades der Schachtanlagen noch nach oben abrunden . Innerhalb der Sechsergemeinschaft erhöhten sich die durchschnittlichen Stundenlöhne 1972 in den einzelnen Ländern um 7 bis 10 % gegenüber dem Stand von 1971 . TABELLE 19 Förderleistung je Mann und Schicht unter Tage und durchschnittliche Bruttostundenlöhne der angelegten Arbeiter * Schichtleistung unter Tage * Durchschnittlicher Bruttostundenlohn ( 1 ) Veränderung in % * * in kg je Schicht ( kg - kg ) * Veränderung in % * * * 1972 * 1972/1971 * 1973/1972 Vorausschätzungen * 1972/1971 Schätzungen * Belgien * 2 620 * - 0,1 * + 3,0 * + 10,0 * Deutschland ( BR ) * 4 250 * + 5,3 * + 3,5 * + 7,0 * Frankreich * 2 709 * + 3,2 * + 3,0 * + 8,0 * Niederlande * 3 240 * - 3,2 * + 3,0 * + 10,0 * ( 1 ) Der durchschnittliche Stundenlohn umfasst :

Direktlohn - Gratifikationen und Pramien - Vergütungen für arbeitsfreie Tage - Naturalleistungen . SECHSERGEMEINSCHAFT : siehe ABl . 3 . Selbstkosten und Erlöse Die für den Gesamtbereich der Sechsergemeinschaft festzustellende Verbesserung der Schichtleistung konnte die Erhöhung der Lohn - und Materialkosten nicht abfangen ; dies hatte schon 1972 einen spürbaren Anstieg der Gestehungskosten des Kohlenbergbaus zur Folge . Andererseits konnte die Kostensteigerung nur teilweise durch höhere Erlöse auf Grund von Preiserhöhungen ausgeglichen werden , so daß sich die finanzielle Lage in den meisten Unternehmen verschlechterte .

Dazu kommen , vor allem in Deutschland , die bei den Zechen lagernden unverkauften Haldenbestände , die sich erlösmindernd auswirken und das Liquiditätsproblem noch verschärfen . Tabelle 20 enthält keine Angaben für das Vereinigte Königreich ; die verfügbaren Daten erlauben keine Schätzung der Selbstkosten und Erlöse für das Jahr 1972 . Ausserdem stellen sich Probleme in bezug auf die Vergleichbarkeit der Kosten - und Erlösberechnungen für die Gemeinschaft und das Vereinigte Königreich . Es ist jedoch für 1972 ein anormaler Anstieg der Gestehungskosten auf Grund der Streiks zu vermerken .

TABELLE 20 Gestehungskosten und Erlöse ( je Tonne ) * ( Veränderung in % , Berechnungsgrundlagen in Landeswährung ) * * Gestehungskosten * Erlöse * * 1971/1970 Ergebnisse * 1972/1971 Schätzungen * 1971/1970 Ergebnisse * 1972/1971 Schätzungen * Belgien * + 11 * + 10 * + 16 * - 2 * Deutschland ( BR ) * + 7 * + 6 * + 12 * + 2 * Frankreich * + 14 * + 10 * + 21 * mehr oder weniger 0 * Niederlande * + 6 * + 8 * + 7 * + 1 * Während des Jahres 1972 erfuhren die Listenpreise für Kohle in der Gemeinschaft gewisse Erhöhungen , die jedoch dem Ausmaß und der Bedeutung nach entschieden unter denen der beiden vorhergehenden Jahre blieben .

In Anlage 5 sind die Listenpreise ohne Steuer ab Zeche für die wichtigsten Kohlenarten zusammengefasst , die von den bedeutendsten Revieren der Gemeinschaft am 1 . Januar 1972 und am 1 . Januar 1973 angeboten wurden . Für einzelne Reviere lässt diese Tabelle Preisstabilität erkennen , insbesondere für Industriekohle . Die 1972 eingetretenen Preiserhöhungen betragen 1 bis 2 % bei Anthrazit und 4 bis 8 % bei Magerkohle ; bei Flammkohle staffeln sich die Erhöhungen von 2 bis 5 % , bei Kokskohle und Hochofenkoks von 4 bis 6 % . Für den Bereich des Vereinigten Königreichs wurden 3 der 17 Kohlenbergbaugebiete bzw .

Unternehmensgruppen erfasst . " Scottish North " und " South Wales " haben auf Grund ihrer Förderkosten die höchsten Preise des Landes , " Yorkshire " wie auch die anderen sechs Gebiete der " East Midlands " die niedrigsten . Aus Tabelle 21 sind die Abweichungen innerhalb der Gemeinschaft zwischen den Listenpreisen für bestimmte Standardsorten nach dem Stand vom 1 . Januar 1973 zu ersehen . TABELLE 21 Niedrigste und höchste Listenpreise am 1 . Januar 1973 * ( in S ( 1 ) je metrische Tonne ) * * Niedrigste Preise * Hoechste Preise * Anthrazit 20/30 * 36,95 Nord/Pas-de-Calais * 49,03 Ruhr * Koksfeinkohle * 19,23 Yorkshire * 31,19 Ruhr * Flammkohle 6/10 * 18,42 Yorkshire * 30,57 Saar * Hochofenkoks 40 m/m * 42,03 Lothringen/Nord * 49,65 Saar * ( 1 ) Unter Zugrundelegung der Leitkurse vom Dezember 1971 .

Zu Beginn 1973 wurde von seiten des Kohlenbergbaus auf dem Kontinent keinerlei bemerkenswerte Preisbewegung bekannt . 4 . Finanzielle Interventionen der Mitgliedstaaten Die dem Kohlenbergbau der Gemeinschaft gewährten direkten Beihilfen gründen sich auf die Entscheidung Nr . 3/71 der Kommission . Dazu kommen die Förder - und Absatzbeihilfen für Kokskohle und Koks der Eisen - und Stahlindustrie auf Grund der bis Ende 1972 befristeten Entscheidung Nr . 70/1 . An direkten Hilfen gibt es die verschiedenen Hilfsmaßnahmen der Regierungen wie z.B . die Beihilfe zur Förderung des Kohlenabsatzes an Elektrizitätswerke ( " Verstromungsgesetze " ) , Beihilfen für Forschungszwecke usw . , die der Kommission nach Artikel 2 Absatz 1 Ziffer der Entscheidung Nr .

3/71 zu meiden sind . Die zusammenfassende Darstellung dieser Beihilfen in Tabelle 22 berücksichtigt jedoch nicht die Maßnahmen der Mitgliedstaaten , die zur Finanzierung von Sozialleistungen im Kohlenbergbau ( Artikel 4 der Entscheidung Nr . 3/71 ) bestimmt sind , da es sich hier um allgemeine Maßnahmen auf sozialem Gebiet oder um Kostenbelastungen aus dem Vorjahr handelt , die mit der derzeitigen Förderung in keinem unmittelbaren Zusammenhang stehen . Der Gesamtbetrag dieser letztgenannten Maßnahmen dürfte 1972 annähernd 1,6 Milliarden RE erreichen . Gegenüber 1971 bedeutet dies eine Erhöhung um 11,3 % ;

1971 dagegen belief sich die Steigerungsrate auf 6,2 % . Der Gesamtbetrag der in Tabelle 22 aufgeführten Beihilfen , der 1971 im Gemeinschaftstnittel nur um 0,13 RE/t zugenommen hatte , liegt 1972 nach den vorliegenden Schätzungen in allen Ländern wesentlich höher . Für den Gesamtbereich der Gemeinschaft beläuft sich diese Zunahme auf 0,80 RE/t . Sehr ausgeprägt ist diese Tendenz in Belgien , wo auf Grund einer starken Aufstockung der Beihilfen zur Deckung der Zechenverluste die direkten Beihilfen pro Tonne schlagartig von 6,24 RE/t im Jahr 1971 auf 10 RE/t im Jahr 1972 angestiegen sind .

Die Beihilfen an den deutschen Steinkohlenbergbau sind 1972 , nachdem sie 1971 auf 1,79 RE/t zurückgegangen waren , auf Grund neuer Beihilfezahlungen im Rahmen der Entscheidung Nr . 70/1 sowie auf Grund von Sondermaßnahmen zugnasten der Ruhrkohle AG erneut angestiegen . Insgesamt beliefen sich die direkten und indirekten Beihilfen für den deutschen Steinkohlenbergbau an 1972 auf 2,46 RE/t . Im Jahre 1972 entfällt die Hälfte des Gesamtbetrags der Beihilfen in der Sechsergemeinschaft - 1,91 RE/t - auf Beihilfen , die dazu bestimmt sind , schwere wirtschaftliche und soziale Störungen in Gebieten zu vermeiden , in denen noch keine ausreichenden Wiederbeschäftigungsmöglichkeiten bestehen ( Artikel 9 der Entscheidung Nr .

3/71 ) . Im Dezember 1972 hat die britische Regierung im Parlament die " Coal Industry Bill " eingebracht , die ein auf 3 bis 5 Jahre befristetes Finanzbeihilfeprogramm zugunsten des Kohlenbergbaus vorsieht . Die " Coal Industry Bill " umfasst zwei Gruppen von Maßnahmen , für die insgesamt ein Hoechstbetrag von nahezu 1,2 Milliarden Pfund zur Verfügung gestellt werden soll . Diese Stützungsaktion senkt den Anteil der Finanzlasten an den Gestehungskosten durch eine Neubewertung der Aktiva bei gleichzeitiger Entschuldung durch Erlaß der Verbindlichkeiten gegenüber dem Staat in Höhe von insgesamt 475 Mill . ;

Ausserdem erhält der National Coal Board für 3 oder eventuell 5 Steuerjahre , also bis 30 . März 1976 bzw . 1978 Beihilfen , bis zur Höhe von 490 bzw . 695 Mill . Pfund . Diese Beihilfen betreffen Sozial - und Regionalmaßnahmen , die Anlage von Steinkohlen - und Koksbeständen und den Absatz von Steinkohle an Elektrizitätswerke und Kokereien . TABELLE 22 Entwicklung der finanziellen Interventionen der Mitgliedstaaten zugunsten des Steinkohlenbergbaus Direkte und indirekte Beihilfen gemäß den Entscheidungen Nrn . 3/71 und 70/1 * ( in RE je Tonne Förderung ) * * Direkte Beihilfen * Indirekte Beihilfen * Insgesamt * * 3/71 Art .

6-9 * 70/1 * 1971 * 1971 Schätzungen * 1971 * 1972 Schätzungen * * 1971 * 1972 Schätzungen * 1971 * 1972 Schätzungen * * * * * Belgien * 6,24 * 10,0 * 0,59 * 0,66 * 0,42 * 0,37 * 7,25 * 11,04 * Deutschland ( BR ) * 0,79 * 1,03 * 0,29 * 0,59 * 0,71 * 0,84 * 1,79 * 2,46 * Frankreich * 5,90 * 6,16 * 0,15 * 0,11 * 0,12 * 0,18 * 6,17 * 6,45 * Niederlande * 4,13 * 5,07 * - * - * - * - * 4,13 * 5,07 * Gemeinschaft der Sechs * 2,26 * 2,75 * 0,28 * 0,49 * 0,56 * 0,66 * 3,09 * 3,89 * 5 . Entwicklung der Beschäftigung Der Kohlenbergbau der Sechsergemeinschaft umfasste 1972 im Mittel insgesamt etwa 384 000 Beschäftigte ( Arbeiter , Angestellte , Lehrlinge ) , was einer Verminderung um 8,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht .

Die Untertagebelegschaft - mehr als die Hälfte aller Beschäftigten - ging von 225 700 auf 207 400 , also um 18 300 Arbeiter zurück . Die Rückgangsraten liegen zwischen 4,4 % für Belgien und 17,7 % für die Niederlande . Die erneut rückläufige Tendenz des Beschäftigtenstandes im deutschen Steinkohlenbergbau ließ die Rückgangsrate für die Sechsergemeinschaft 1972 auf 8,2 % gegen über 4,6 % im Vorjahr ansteigen . TABELLE 23 Mittlere Zahl der angelegten Untertagearbeiter * ( in 1 000 ) * * 1971 * 1972 Schätzungen * 1973 Vorausschätzungen * Veränderungen 1972/1971 * Veränderungen 1973/1972 * * * * * 1 000 Arbeiter * % * 1 000 Arbeiter * % * Belgien * 23,9 * 22,9 * 19,6 * - 1,0 * - 4,4 * - 3,3 * - 14,4 * Deutschland ( BR ) * 135,2 * 125,5 * 113,1 * - 9,7 * - 7,2 * - 12,4 * - 9,9 * Frankreich * 60,0 * 53,5 * 47,3 * - 6,5 * - 10,8 * - 6,2 * - 11,6 * Italien * 0,7 * 0,6 * - * - 0,1 * - 17,6 * - 0,6 * - * Niederlande * 5,9 * 4,9 * 3,4 * - 1,0 * - 17,7 * - 1,5 * - 30,6 * Gemeinschaft der Sechs * 225,7 * 207,4 * 183,4 * - 18,3 * - 8,2 * - 24,0 * - 11,6 * Vereinigtes Königreich * 199,0 * 191,3 * 179,0 * - 7,7 * - 3,9 * - 12,3 * - 6,4 * Gemeinschaft der Neun * 424,7 * 398,7 * 362,4 * - 26,0 * - 6,1 * - 36,3 * - 9,1 * Die in den letzten Jahren festgestellte Bewegung , nach der sich die Untertagearbeiter auf die Altersklassen von 40 bis 50 Jahren konzentrieren , hielt 1971 an , wenn auch etwas verlangsamt .

Die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte - aus Ländern ausserhalb der Gemeinschaft - hat sich erhöht , und zwar in absoluten Zahlen von 48 800 im Jahre 1970 auf 51 800 im Jahre 1971 ; dies macht ungefähr 12,5 % des gesamten Beschäftigtenstandes aus . Mehr als 70 % der ausländischen Arbeitskräfte sind Türken und Nordafrikaner . Die Zahl der Nordafrikaner blieb unverändert , während die Türken den Hauptanteil der für den Bergbaubetrieb erforderlichen ausländischen Arbeitskräfte stellen : 23 900 Ende 1971 gegenüber 19 800 Ende 1970 . Im Vereinigten Königreich wird sich die Zahl der angelegten Untertagearbeiter 1973 auf 179 000 Mann belaufen .

Diese Zahl liegt etwas niedriger als die der Sechsergemeinschaft , die jährliche Rückgangsrate beträgt etwa 6 % . In den beiden wichtigsten Förderländern , Deutschland und dem Vereinigten Königreich , zeigt die Alterspyramide für den Gesamtbestand der Bergarbeiter für 1971 eine sehr unterschiedliche Struktur : Alterspyramide * ( in % ) * * unter 30 Jahren * 30 - 40 Jahre * 40 - 50 Jahre * über 50 Jahre * Deutschland ( BR ) * 20,2 * 27,4 * 35,3 * 17,1 * Vereinigtes Königreich * 19,3 * 17,1 * 25,0 * 38,6 * Im Gegensatz zur Situation in der Sechsergemeinschaft bleibt der Anteil der ausländischen Arbeitskräfte im britischen Steinkohlenbergbau begrenzt .

V . AUSSENHANDEL 1 . Einfuhren aus Drittländern Der Welthandel mit Steinkohle hielt sich 1971 und 1972 mit ungefähr 145 Mill . t etwas unter dem Stand von 1970 , zur Zeit der Hochkonjunktur in der Eisen - und Stahlindustrie . Die Gemeinschaft der Neun ist am Welthandel mit einer Einfuhr von 31 Mill . t entsprechend 22 % beteiligt . Das Land mit den höchsten Einfuhren bleibt Japan , wo nach einem Rückgang während des Jahres 1971 die Linfuhren 1972 im Zuge der Wiederbelebung der Tätigkeit in der Eisen - und Stahlindustrie wieder auf 49 Mill . t anstiegen . Die Einfuhren der osteuropäischen Länder erreichten insgesamt 31 Mill . t , wobei es sich fast ausschließlich um COMECON-internen Austausch handelt .

Was die Ausfuhr im Rahmen des Weltmarktes anbetrifft , so ist auf den Rückgang der Lieferungen aus den Vereinigten Staaten zugunsten der Ausfuhren Australiens und Kanadas hinzuweisen . Die Vereinigten Staaten bestreiten mit 50 Mill . t im Jahre 1972 allerdings immer noch 45 % der Gesamtausfuhr nach den Ländern mit freier Wirtschaft . Der Grossteil der australischen Ausfuhren , die sich 1972 auf 24 Mill . t beliefen , beruht auf langfristigen Verträgen mit Japan . Auf der Suche nach einer Diversifizierung seiner Absatzmöglichkeiten beginnt Australien , nun auch auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen .

Kanada hatte bei seinen Ausfuhren , deren Entwicklung erst 1970 begonnen hat , bedeutende Anlaufschwierigkeiten zu überwinden . Probleme stellen sich insbesondere in bezug auf die Rekrutierung von Arbeitskräften , geologische Schwierigkeiten für den Bergbaubetrieb sowie Komplikationen bei der Aufbereitung der Steinkohle mit allen damit zusammenhängenden finanziellen Auswirkungen . Kanada bemüht sich jedoch weiterhin um die Ausdehnung seiner Ausfuhren , die gegenwärtig ein Jahresvolumen von annähernd 8 Mill . t erreichten ; in der Hauptsache handelt es sich hierbei um langfristige Verträge mit Japan , daneben auch um einige Probelieferungen nach Europa .

In Polen ist eine rasche Entwicklung des Produktionspotentials zu verzeichnen ; die polnische Steinkohlenförderung betrug 1972 bereits 150 Mill . t , gegenüber 124 Mill . t vor fünf Jahren . Das Jahresausfuhrvolumen überschreitet bereits 30 Mill . t , wovon mehr als die Hälfte in Länder mit freier Wirtschaft fließt . In diesen Zahlen nimmt die Kokskohle mit etwa 7 Mill . t einen zunehmend bedeutenderen Platz ein . Die UdSSR dürfte bei einer Förderung von rund 500 Mill . t ihre Ausfuhren auf dem niedrigen Stand von 24 Mill . t halten ; hiervon gehen 10 Mill . t an Länder ausserhalb des COMECON .

TABELLE 24 Welthandel mit Steinkohle - Wichtigste Einfuhr - und Ausfuhrländer ( in Mill . t ) Einfuhren * 1970 * 1971 * 1972 ( 1 ) * Gemeinschaft der Neun ( 2 ) * 32,9 * 31,2 * 30,8 * Sonstige westeuropäische Länder ( 3 ) * 14,9 * 13,3 * 12,5 * UdSSR * 7,1 * 8,4 * 8,5 * DDR * 8,2 * 8,0 * 8,0 * Sonstige europäische Länder * 13,2 * 15,2 * 15,0 * Kanada * 17,1 * 16,5 * 17,0 * Lateinamerika * 3,1 * 3,1 * 3,0 * Japan * 50,2 * 46,9 * 49,0 * Übrige Länder * 3,0 ( 1 ) * 2,0 ( 1 ) * 2,1 * Gesamte Welt * 149,7 * 144,6 * 146,0 * * ( in Mill . t ) * Ausfuhren * * 1970 * 1971 * 1972 ( 1 ) * Gemeinschaft der Neun ( 2 ) * 1,9 * 1,1 * 0,7 * Sonstige westeuropäische Länder ( 3 ) * 1,2 * 0,3 * * Tschechoslowakei * 3,0 * 3,4 * 3,5 * Polen * 28,8 * 30,3 * 31,5 * UdSSR * 24,5 * 24,5 ( 1 ) * 24,0 * Kanada * 4,0 * 7,0 * 8,0 * Vereinigte Staaten * 64,4 * 51,4 * 50,8 * Australien * 18,3 * 20,8 * 24,0 * Übrige Länder * 3,6 * 5,8 * 3,5 * Gesamte Welt * 149,7 * 144,6 * 146,0 * ( 1 ) Schätzungen .

( 2 ) Ohne innergemeinschaftlichen Handelsaustausch . ( 3 ) Einschließlich Jugoslawien . Tabelle 25 weist für die Gemeinschaft der Neun für die drei in Betracht kommenden Jahre eine gesamte Einfuhr auf , die von 31 Mill . t im Jahre 1972 auf nahezu 33 Mill . t ansteigen wird ; diese Situation trägt den je nach Land verschiedenen Positionen Rechnung . Die Länder der Sechsergemeinschaft als traditionelle Einfuhrländer sind zu unterscheiden vom Vereinigten Königreich , das neu auf diesem Markt auftritt . Für die Gemeinschaft der Sechs spiegeln die Zahlen die jeweilige nationale Politik wider .

Die Ergebnisse des Jahres 1972 und die Vorausschätzungen für 1973 lassen für Belgien , Italien und die Niederlande eine Zunahme der Einfuhren erkennen , die sich in der Hauptsache auf Kokskohle erstrecken . Die deutschen Einfuhren dürften sich unter der genehmigten Menge von 5,5 Mill . t des Tarifkontingents halten . Das französische Einfuhrvolumen zeigt in den beiden erfassten Jahren einen eindeutigen Rückgang . Im Vereinigten Königreich handelt es sich angesichts der erst im Dezember 1970 erfolgten Freigabe der Einfuhr nicht um traditionelle Einfuhrströme , sondern um Käufe , die dazu bestimmt sind , die Versorgung der beiden Hauptverbraucher , der Eisen - und Stahlindustrie und der Elektrizitätswerke , sowie in geringerem Umfang auch des Haushaltssektors zu ergänzen .

1972 wirkte sich auch der Bergarbeiterstreik auf diese Käufe aus , so daß sie auf 4,5 Mill . t anstiegen . 1973 dürften sie beträchtlich zurückgehen , auf weniger als 2 Mill . t , die in der Hauptsache für die Eisen - und Stahlindustrie und in begrenzten Mengen für die Elektrizitätswerke bestimmt sind . TABELLE 25 Steinkohleneinfuhr aus Drittländern * ( in 1 000 t ) * * 1971 Ergebnisse * 1972 Schätzungen * 1973 Vorausschätzungen * Belgien * 1 682 * 2 800 * 3 625 * Dänemark * 2 249 * 2 200 * 3 400 * Deutschland ( BR ) * 5 554 * 4 600 * 5 000 * Frankreich * 6 714 * 4 800 * 4 800 * Irland * 902 * 800 * 860 * Italien * 8 460 * 8 700 * 9 330 * Niederlande * 1 690 * 2 400 * 3 925 * Vereinigtes Königreich * 3 980 * 4 500 * 1 800 * Gemeinschaft der Neun * 31 231 * 30 800 * 32 740 * ( Gemeinschaft der Sechs ) ( 1 ) * ( 24 100 ) * ( 23 300 ) * ( 26 680 ) * ( 1 ) Ohne Eintuhren aus dem Vereinigten Konigreich .

Die Aufschlüsselung nach Herkunfts - und Empfängerländern ist für 1971 im einzelnen in Tabelle 26 angegeben . TABELLE 26 Steinkohleneinfuhr der Gemeinschaft aus Drittländern nach Herkunfts - und Empfängerländern - Jahr 1971 * ( in Mill . t ) * Einfuhrländer * Ausfuhrländer * * Vereinigte Staaten * Polen * UdSSR * Sudafrika * Australien * Kanada * Andere Länder * Insgesamt * Belgien * 0,8 * 0,6 * 0,2 * 0 * - * 0 * 0,1 * 1,7 * Dänemark * - * 1,7 * 0,5 * - * - * - * - * 2,2 * Deutschland ( BR ) * 3,8 * 0,9 * 0 * 0,3 * 0,4 * 0 * 0,2 * 5,6 * Frankreich * 3,0 * 2,0 * 1,4 * 0,2 * - * 0,1 * 0 * 6,7 * Irland * 0,1 * 0,8 * - * - * - * - * - * 0,9 * Italien * 2,8 * 3,2 * 1,8 * 0,2 * 0,2 * 0,1 * 0,1 * 8,5 * Niederlande * 1,0 * 0,4 * 0 * 0,1 * 0,1 * 0 * 0 * 1,7 Vereinigtes Königreich * 2,3 * - * - * 0,1 * 1,5 * 0 * - * 4,0 * Geminschaft * 13,8 * 9,7 * 3,9 * 0,9 * 2,2 * 0,3 * 0,4 * 31,2 * Nach Qualitätsunterschieden setzten sich die Kohleneinfuhren zur Hälfte aus Kokskohle und für den Rest aus Kesselkohle für die Kraftwerke und Anthrazit für den Haushaltssektor zusammen .

Beim Vergleich der Versorgungsströme ist ein Rückgang der amerikanischen Lieferungen zugunsten der polnischen und australischen Lieferungen festzustellen . Ebenso zeigen die russichen Lieferungen einen Rückgang , der auf die Abnahme des Bedarfs an Anthrazit zurückzuführen ist . TABELLE 27 Steinkohleneinfuhr aus Drittländern nach Herkunftsländern * 1971 * 1972 Schätzungen * 1973 Vorausschätzungen * * 1 000 t * % * 1 000 t * % * 1 000 t * % * Vereinigte Staaten ( 1 ) * 13 831 * 44,3 * 12 500 * 40,6 * 12 490 * 38,2 * Polen * 9 736 * 31,2 * 10 750 * 34,9 * 12 350 * 37,7 * UdSSR * 3 907 * 12,5 * 3 350 * 10,9 * 3 000 * 9,2 * Australien * 2 228 * 7,1 * 2 800 * 9,0 * 3 100 * 9,5 * Südafrika * 877 * 2,8 * 700 * 2,3 * 900 * 2,7 * Andere Länder * 652 * 2,1 * 700 * 2,3 * 900 * 2,7 * Insgesamt * 31 231 * 100,0 * 30 800 * 100,0 * 32 740 * 100,0 * ( 1 ) Einschließlich der Mengen für die in Deutschland stationierten amerikanischen Truppen .

Über die Lage in bezug auf die in der Gemeinschaft geförderte Kokskohle und ihre Wettbewerbsstellung gegenüber eingeführter Kokskohle im Jahre 1973 besteht zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Berichts noch Unsicherheit . Die Entscheidung Nr . 70/1 ist am 31 . Dezember 1972 abgelaufen , die Erörterung im Hinblick auf eine neue Entscheidung dauert noch an . Die Abschaffung der Absatzbeihilfen für die in der Gemeinschaft geförderte Kokskohle könnte eine Änderung des für die Versorgung der Kokereien bewilligten Einfuhranteils zur Folge haben . Ferner besteht noch Ungewißheit darüber , in welchem Umfang nach der Öffnung der Grenzen englische Kohle in die anderen Gemeinschaftsländer geliefert werden wird und wie sich die Zunahme dieses Handels auf die Einfuhren aus Drittländern auswirken kann , wie dies in Norddeutschland der Fall sein dürfte .

Im einen wie im anderen Fall dürfte jedoch nur mit begrenzten Verlagerungen zu rechnen sein . Die Wettbewerbsstellung der Einfuhrkohle wird immer noch stark beeinflusst von den Schwankungen der Transportkosten , die in manchen Fällen im Endpreis des Brennstoffs , d.h . " Frei europäischer Häfen " , einen nennenswerten Prozentsatz ausmachen . Die Seefrachten haben Anfang 1971 einen besonders niedrigen Stand erreicht und sich danach ziemlich lange auf diesem Niveau gehalten . Erst im September 1972 haben die Frachtsätze , u.a . als Folge umfangreicher Getreideeinkäufe der UdSSR , wieder merklich angezogen .

Dies betraf in erster Linie die Spot-Frachten , doch folgten nach einigen Wochen bei anhaltender Hausse auch die Zeitfrachten diesem Trend . Anfang 1973 waren die Spot-Frachten auf der Strecke Hampton Roads ( USA )/Rotterdam von nur 2,10 dollars/t im Vorjahr auf über 5 dollars/t angestiegen . Auf längere Sicht wird auch die Stellung der Vereinigten Staaten als in zunehmendem Masse Energie einführendes Land zur Stützung des Seefrachtenmarktes beitragen . 2 . Ausfuhren nach Drittländern Die Steinkohlenausfuhr nach Drittländern dürften 1973 1,2 Mill . t erreichen ; zum grössten Teil wird es sich dabei um deutsche Steinkohle handeln , bei weniger als 200 000 t ( für Irland und Norwegen ) um Steinkohle aus dem Vereinigten Königreich , dessen Ausfuhren in der Hauptsache n.ch den Ländern der Sechsergemeinschaft gehen .

Die deutschen Ausfuhren dürften sich auf dem niedrigen Stand von etwa 1 Million Tonnen halten , die in der Hauptsache nach Österreich und den skandinavischen Ländern gehen . Die Koksausfuhren dürften sich 1973 nach der Entwicklungslinie der Vorjahre auf 2,5 Mill . t belaufen , wobei 40 % von Deutschland und der Rest von den übrigen Gemeinschaftsländern einschließlich des Vereinigten Königreichs aufgebracht werden . Der grösste Teil dieser Ausfuhrmengen geht innerhalb Europas nach Schweden , in die Schweiz und nach Österreich . VI . INNERGEMEINSCHAFTLICHER AUSTAUSCH In Anbetracht der ab 1 .

Januar 1973 geltenden Änderung im Handelsverkehr mit den neuen Mitgliedsländern erscheint es angezeigt , bei der Untersuchung über die Entwicklung der Handelsströme in den drei in Betracht gezogenen Jahren zu unterscheiden zwischen der Gemeinschaft der Sechs und dem Vereinigten Königreich , dem einzigen kohlefördernden Land unter den neuen Mitgliedern . Bei Steinkohle ist die allgemeine Tendenz im innergemeinschaftlichen Austausch , bezogen auf die Sechs , nach wie vor rückläufig : das Jahr 1972 brachte eine sprunghafte Verringerung des Austauschvolumens um 2 Mill . t gegenüber dem Vorjahr .

Der Hauptgrund hierfür in der Abnahme der deutschen Kokskohlelieferungen in die anderen Gemeinschaftsländer unter dem starken Preisdruck der Importkohle , der u.a . auf die ungewöhnlich niedrigen Frachten während des grössten Teils des Jahres zurückzuführen ist . Es handelt sich hier um etwa 1,5 Mill . t , die sich hauptsächlich bei den Lieferungen an die belgischen , italienischen und niederländischen Kokereien auswirken . 1973 dürften sich diese Handelsströme auf dem Niveau des Vorjahres halten . Dagegen wird bei den übrigen Steinkohlensorten ein Rückgang der Lieferungen , vor allem der Niederlande , auf Grund der rückläufigen Förderung erwartet .

Die Lieferungen aus dem Vereinigten Königreich dürften 1973 annähernd wieder das Niveau von 1971 erreichen . Diese Vorausschätzung ist insofern mit einem Unsicherheitsfaktor behaftet , als dieser Austausch , dem zuvor durch Kontingente wie in Deutschland und durch Einfuhrlizenzen in den meisten Ländern der Sechsergemeinschaft Grenzen gesetzt waren , jetzt freigegeben ist . Allerdings ist der Seetransport mit zweimaliger Umladung und damit verbundenen Kosten eine starke Behinderung für die Entwicklung dieses Austauschs . Dänemark erhält von den Förderländern der Gemeinschaft nur unbedeutende Mengen , während Irland bei einer Gesamteinfuhr von annähernd einer Million Tonnen etwa 100 000 Tonnen jährlich aus dem Vereinigten Königreich bezieht .

Steinkohlenkoks wird zu annähernd 90 % von Deutschland geliefert . Das Volumen der Ausfuhren nach Frankreich und Luxemburg richtet sich nach der Nachfrage der Eisen - und Stahlindustrie und dürfte daher 1973 wieder zunehmen . Stark rückläufig sind die Lieferungen in die Niederlande und in geringerem Masse nach Belgien auf Grund der Inbetriebnahme neuer Kokereien in diesen Ländern . Insgesamt dürfte bei Koks der innergemeinschaftliche Handel 1973 auf unter 8 Mill . t absinken . In den Tabellen Anlage 7 und Anlage 8 ist für Steinkohle und Steinkohlenkoks der innergemeinschaftliche Handel nach Ländern aufgeschlüsselt .

VII . HALDENBESTÄNDE AN STEINKOHLE UND STEINKOHLENKOKS - ENTWICKLUNG DER STEINKOHLENBILANZ Die Auffuellung der Bestände bei den Produzenten , die 1971 eingesetzt hatte , wurde 1972 fortgesetzt ; in diesem Jahr wurden weitere 3,7 Mill . SKE an Steinkohle und 3,5 Mill . t an Koks auf Halde genommen . Diese Bestände liegen fast ausschließlich in Deutschland und nur geringe Mengen in Belgien und in den Niederlanden . Im Vereinigten Königreich führte der Streik vom Februar zu einer zeitweiligen Verringerung der Bestände an Steinkohle ; bis Ende des Jahres hatten sie jedoch wieder ihre ursprüngliche Höhe erreicht .

Für 1973 verzeichnet die Bilanz wieder einen Überschuß von 4,8 Mill . t SKE an Steinkohle und 2,9 Mill . t Koks in Deutschland , und von einer halben Million Tonnen Steinkohle in Frankreich . In Frankreich dürfte jedoch der Überschuß aufgebraucht werden , wenn das angekündigte Förderprogramm nicht voll erfuellt wird . Im Vereinigten Königreich weist die Bilanz nach den derzeitigen Schätzungen einen Überschuß von 14 Mill . t SKE an Steinkohle auf , der jedoch unter Berücksichtigung einer Mindestmenge für die Belieferung der Wärmekraftwerke errechnet wurde . Was darüber hinaus auf Grund der neuen Stützungsmaßnahmen der Regierung an diesen Sektor geliefert wird , würde diesen in erster Schätzung errechneten Überschuß verringern .

Im übrigen ist zu bedenken , daß die Haldenbestände an Steinkohle zu Beginn des Jahres ziemlich gering waren - sie entsprachen einer Förderung von nur 16 Tagen . Die Bilanz 1973 verzeichnet ferner einen Überschuß von 1,5 Mill . t an Koks , doch hatten im Vorjahr die Bestände bei den Produzenten nicht aufgefuellt werden können . TABELLE 28 Haldenbestände an Steinkohle und Steinkohlenkoks * ( in 1 000 t SKE ) * * Belgien * Dänemark * Deutschland ( BR ) * Frankreich * Irland * Italien * Luxemburg * Niederlande * Vereinigtes Königreich * Gemeinschaft * Ende 1971 * * * * * * * * * * * Steinkohle * 358 * .. * 6 498 * 3 517 * .. * 20 * - * 567 * 9 380 * 20 340 * Steinkohlenkoks ( 1 ) * 310 * .. * 7 020 * 720 * .. * 955 * - * 100 * 1 140 * 10 245 * Insgesamt * 668 * .. * 13 518 * 4 237 * .. * 975 * - * 667 * 10 520 * 30 585 * Ende 1972 * * * * * * * * * * * Steinkohle * 455 * .. * 9 880 * 3 950 * .. * - * - * 500 * 9 230 * 24 015 * Steinkohlenkoks ( 1 ) * 300 * .. * 11 300 * 850 * .. * 780 * * 65 * 420 * 13 715 * Insgesamt * 755 * .. * 21 180 * 4 800 * * 780 * * 565 * 9 650 * 37 730 * Bestandsveränderungen 1972/1971 * - 87 * * + 7 662 * + 563 * * - 195 * * - 102 * - 870 * + 7 145 * Ende 1973 * * * * * * * * * * * Steinkohle * 360 * .. * 14 750 * 4 450 * .. * - * * 175 * 22 525 * 42 260 * Steinkohlenkoks ( 1 ) * 300 * .. * 15 060 * 825 * * 650 * * 170 * 2 500 * 19 505 * Insgesamt * 660 * .. * 29 510 * 5 275 * * 650 * * 345 * 25 025 * 61 465 * Bestandsveränderungen 1973/1972 * - 95 * * + 8630 * + 475 * * - 130 * * - 220 * + 15 375 * + 24 035 * ( 1 ) Steinkohlenkoks umgerechnet im Verhältnis 1 :

1,3 . ZUSAMMENFASSUNG Die Gemeinschaft der Neun umfasst zwei bedeutende Kohleförderländer , das Vereinigte Königreich und Deutschland . Der Kohlebergbau dieser beiden Länder deckt einen nennenswerten Teil des Energiebedarfs , auf Absatzebene zeigt der Kohlemarkt jedoch stark unterschliedliche Charakteristika . Im Vereinigten Königreich werden 98 % der Förderung im Lande selbst verbraucht , dagegen liefern die deutschen Gruben 22 % ihrer Förderung in die anderen Gemeinschaftsländer , davon über zwei Drittel als Kokskohle und Koks für die Eisen - und Stahlindustrie . In allen kohlefördernden Länder der Gemeinschaft wird der Bergbau mit ähnlichen Problemen konfrontiert : als arbeitsintensive Industrie mit sozialen Problemen und als standortabhängige Industrie mit regionalen Problemen .

Ausserdem konnte die Erhöhung der Lohn - und Sachkosten im Laufe der Jahre und je nach Revier in unterschiedlichem Grade durch die Steigerung der Produktivität nur teilweise abgefangen werden . Angesichts der Verhältnisse auf dem Energiemarkt war es auch nicht möglich , diese Kosten auf den Verkaufspreis überzuwälzen . Die zwangsläufige Folge war eine Verschlechterung der Finanzlage der Unternehmen und die Notwendigkeit , den Tonnenpreis in zunehmendem Masse zu stützen . Auf dem Binnenmarkt dürfte die Erweiterung der Gemeinschaft keine rasche und tiefgreifende Veränderung in den Handelsströmen zur Folge haben ; dabei ist jedoch die Möglichkeit einer Intensivierung des Handels zwischen dem Vereinigten Königreich und dem Kontinent - trotz der Mehrkosten für den Seetransport - nicht auszuschließen .

Sollte darüber hinaus der Kurs des englischen Pfundes weiterhin fallen , so könnte sich dies für den Absatz der englischen Steinkohle nur günstig auswirken . Bei der Einfuhr aus Drittländern schreitet bei gleichbleibendem Einfuhrvolumen die Diversifizierung der Versorgung weiter voran . Die Lieferungen aus den Vereinigten Staaten gehen zurück und überlassen das Feld anderen Versorgungsquellen : Polen , Australien und in geringerem Umfang auch Kanada und Südafrika . Da in steigendem Masse aus Polen bezogen wird und Dänemark sich in voller Höhe seines Bedarfs aus den Ländern des Ostens versorgt , stammt nunmehr die Hälfte der Einfuhren der Gemeinschaft aus dem Ostblock .

Der Einstandspreis der von entfernt liegenden Versorgungsquellen importierten Kohle richtet sich weitgehend nach den Kosten des Seetransports . Das neuerliche starke Ansteigen der Seefrachtsätze - Spot-Frachten wie Zeitfrachten - die allerdings zuvor auf einen ungewöhnlich niedrigen Stand gesunken waren , kann diese Einfuhrkohle nur beträchtlich verteuern . Die Bilanz für 1973 verzeichnet einen Überschuß in den beiden grossen Förderländern ; 9 Mill . t SKE ( Steinkohle und Koks , umgerechnet in Steinkohleein heiten ) in Deutschland und 10 bis 15 Mill . t SKE im Vereinigten Königreich .

Nach den Arbeitshypothesen werden die Haldenbestände bis zum Jahresende in Deutschland auf 30 Mill . t SKE und im Vereinigten Königreich auf 20 bis 25 Mill . t SKE anwachsen . Um diese Zahlen in ihrem richtigen Wert zu sehen , muß man sie auf die Fördermenge beziehen : unter 100 Mill . t in Deutschland und 140 Mill . t im Vereinigten Königreich . In den anderen kohlefördernden Ländern halten sich Verfügbarkeit und Bedarf die Waage . Jeder Ansatz zu einer Lösung des Kohleproblems erfordert sorgsames Erwägen und Abwägen aller wohlbekannten Aspekte des Problems , die dann mit ihrer jeweiligen Bedeutung anzusetzen sind .

Es kommt bei dieser Prüfung vor allem darauf an , den europäischen Kohlebergbau nicht für sich allein zu sehen , sondern im grösseren Rahmen der gesamten Energiewirtschaft unter Berücksichtigung der raschen Strukturveränderungen in der Weltenergieversorgung . ( 1 ) Entsprechend einen durchschnittlichen jährlichen Rückgang um 5 % . ANLAGE 1 Entwicklung des Energieverbrauchs in der Gemeinschaft * ( Mill . SKE ) * * 1971 * 1972 Schätzungen * 1973 Vorausschätzungen * Veränderungen in v.H . * * * * * 1972/1971 * 1973/1972 * Belgien * 58,4 * 60,8 * 63,5 * + 4,1 * + 4,5 * Dänemark * 27,3 * 29,3 * 31,7 * + 7,4 * + 8,0 * Deutschland ( BR ) * 337,8 * 346,0 * 360,3 * + 2,4 * + 4,1 * Frankreich * 219,7 * 229,3 * 239,5 * + 4,3 * + 4,5 * Irland * 9,2 * 9,4 * 10,0 * + 2,5 * + 6,1 * Italien * 163,8 * 172,7 * 186,0 * + 5,4 * + 7,7 * Luxemburg * 6,6 * 6,6 * 6,9 * - 0,2 * + 5,6 * Niederlande * 72,5 * 79,3 * 84,9 * + 9,4 * + 7,0 * Vereinigtes Königreich * 302,7 * 303,6 * 329,8 * + 0,3 * + 8,6 * Gemeinschaft * 1 198,0 * 1 237,0 * 1 312,6 * + 3,3 * + 6,1 * ANLAGE 2 Brennstoffverbrauch der Wärmekraftwerke und Bedarfsdeckung in % * 1971 * 1972 * 1973 * * Mill . t SKE * % * Mill . t SKE * % * Mill . t SKE * % * Belgien * * * * * * * Steinkohle * 2 333 * 20,1 * 2 130 * 17,5 * 1 910 * 14,8 * Braunkohle * - * - * - * - * - * - * Erdölerzeugnisse * 5 966 * 51,5 * 6 535 * 53,8 * 7 310 * 56,5 * Erdgas * 2 124 * 18,4 * 2 410 * 19,8 * 2 620 * 20,2 * Sonstige Erzeugnisse * 1 143 * 10,0 * 1 085 * 8,9 * 1 105 * 8,5 * Insgesamt * 11 566 * 100,0 * 12 160 * 100,0 * 12 945 * 100,0 * Dänemark * * * * * * * Steinkohle * 2 014 * 31,8 * 1 670 * 22,8 * 3 000 * 40,4 * Braunkohle * - * - * - * - * - * - * Erdölerzeugnisse * 4 312 * 68,2 * 5 646 * 77,2 * 4 420 * 59,6 * Erdgas * - * - * - * - * - * - * Sonstige Erzeugnisse * - * - * - * - * - * - * Insgesamt * 6 326 * 100,0 * 7 316 * 100,0 * 7 420 * 100,0 * Deutschland ( BR ) * * * * * * * Steinkohle * 37 896 * 45,9 * 36 200 * 41,9 * 33 700 * 37,5 * Braunkohle * 22 413 * 27,2 * 24 400 * 28,2 * 26 400 * 29,4 * Erdölerzeugnisse * 11 621 * 14,1 * 13 400 * 15,5 * 15 400 * 17,1 * Erdgas * 6 124 * 7,4 * 7 885 * 9,1 * 9 785 * 10,9 * Sonstige Erzeugnisse * 4 472 * 5,4 * 4 555 * 5,3 * 4 580 * 5,1 * Insgesamt * 82 526 * 100,0 * 86 440 * 100,0 * 89 865 * 100,0 * Frankreich * * * * * * * Steinkohle * 12 651 * 42,1 * 11 200 * 34,7 * 9 500 * 28,9 * Braunkohle * 827 * 2,8 * 1 015 * 3,2 * 1 055 * 3,2 * Erdölerzeugnisse * 13 259 * 44,1 * 16 045 * 49,9 * 18 265 * 55,7 * Erdgas * 2 216 * 7,4 * 2 755 * 8,6 * 2 830 * 8,6 * Sonstige Erzeugnisse * 1 090 * 3,6 * 1 170 * 3,6 * 1 170 * 3,6 * Insgesamt * 30 043 * 100,0 * 32 185 * 100,0 * 32 820 * 100,0 * Irland * * * * * * * Steinkohle * 52 * 2,4 * 50 * 2,0 * 50 * 2,0 * Braunkohle * - * - * - * - * - * - * Erdölerzeugnisse * 1 101 * 50,3 * 1 183 * 49,0 * 1 273 * 49,0 * Erdgas * - * - * - * - * - * - * Sonstige Erzeugnisse * 1 038 * 47,3 * 1 183 * 49,0 * 1 273 * 49,0 * Insgesamt * 2 191 * 100,0 * 2 416 * 100,0 * 2 596 * 100,0 * * 1971 * 1972 * 1973 * * Mill . t SKE * % * Mill . t SKE * % * Mill . t SKE * % * Italien * * * * * * * Steinkohle * 1 295 * 5,2 * 845 * 3,2 * 930 * 3,2 * Braunkohle * 464 * 1,9 * 320 * 1,2 * 515 * 1,8 * Erdölerzeugnisse * 21 086 * 84,8 * 22 855 * 86,5 * 25 200 * 86,0 * Erdgas * 942 * 3,8 * 1 235 * 4,7 * 1 470 * 5,0 * Sonstige Erzeugnisse * 1 090 * 4,3 * 1 170 * 4,4 * 1 170 * 4,0 * Insgesamt * 24 877 * 100,0 * 26 425 * 100,0 * 29 285 * 100,0 * Luxemburg * * * * * * * Steinkohle * 5 * 0,9 * 4 * 0,7 * 4 * 0,7 * Braunkohle * - * - * - * - * - * - * Erdölerzeugnisse * 172 * 29,3 * 215 * 37,3 * 230 * 40,2 * Erdgas * 13 * 0,5 * 3 * 0,5 * 3 * 0,5 * Sonstige Erzeugnisse * 407 * 69,3 * 355 * 61,5 * 335 * 58,6 * Insgesamt * 587 * 100,0 * 577 * 100,0 * 572 * 100,0 * Niederlande * * * * * * * Steinkohle * 1 630 * 10,9 * 745 * 4,6 * 740 * 4,3 * Braunkohle * - * - * - * - * - * - * Erdölerzeugnisse * 4 135 * 27,8 * 3 870 * 23,9 * 3 260 * 19,0 * Erdgas * 8 687 * 58,3 * 11 145 * 68,7 * 12 680 * 74,0 * Sonstige Erzeugnisse * 444 * 3,0 * 455 * 2,8 * 455 * 2,7 * Insgesamt * 14 896 * 100,0 * 16 215 * 100,0 * 17 135 * 100,0 * Vereinigtes Königreich * * * * * * * Steinkohle * 63 543 * 72,2 * 57 100 * 64,8 * 58 600 * 63,3 * Braunkohle * - * - * - * - * - * - * Erdölerzeugnisse * 22 790 * 25,9 * 28 128 * 31,9 * 30 030 * 32,4 * Erdgas * 948 * 1,1 * 2 358 * 2,7 * 3 406 * 3,7 * Sonstige Erzeugnisse * 786 * 0,8 * 592 * 0,6 * 572 * 0,6 * Insgesamt * 88 067 * 100,0 * 88 178 * 100,0 * 92 608 * 100,0 * Gemeinschaft * * * * * * * Steinkohle * 121 419 * 46,5 * 109 944 * 40,4 * 108 434 * 38,0 * Braunkohle * 23 704 * 9,1 * 25 735 * 9,5 * 27 970 * 9,8 * Erdölerzeugnisse * 84 442 * 32,3 * 97 877 * 36,1 * 105 388 * 37,0 * Erdgas * 21 044 * 8,1 * 27 791 * 10,2 * 32 794 * 11,5 * Sonstige Erzeugnisse * 10 470 * 4,0 * 10 565 * 3,8 * 10 660 * 3,7 * Insgesamt * 261 079 * 100,0 * 271 912 * 100,0 * 285 246 * 100,0 * ANLAGE 3 Lieferung von festen Brennstoffen an den Haushakssektor ( einschließlich Deputatkohle ) ( in Mill . t SKE ) * 1971 * 1972 Schätzungen * 1973 Vorausschätzungen * 1972/1971 % * 1973/1972 % * Belgien * 4,0 * 3,5 * 3,4 * - 12,5 * - 4,0 * davon : * * * * * * Steinkohle * 3,1 * 2,9 * 2,8 * - 6,5 * - 4,9 * Steinkohlenbriketts * 0,7 * 0,5 * 0,5 * - 28,6 * - * Koks * 0,1 * 0,1 * 0,1 * - * - * Braunkohle und Braunkohlenbriketts * 0,1 * - * - * - * - * Dänemark * * * * * * Steinkohle * 0,1 * 0,1 * 0,1 * - * - * Deutschland ( BR ) * 15,0 * 14,0 * 12,0 * - 6,7 * - 14,3 * davon : * * * * * * Steinkohle * 2,8 * 2,3 * 2,1 * - 17,9 * - 8,7 * Steinkohlenbriketts * 2,6 * 2,4 * 1,7 * - 7,7 * - 29,1 * Koks * 4,7 * 4,4 * 3,7 * - 6,4 * - 15,9 * Braunkohle und Braunkohlenbriketts * 4,9 * 4,9 * 4,5 * - * - 8,2 * Frankreich * 10,0 * 8,1 * 7,1 * - 19,0 * - 12,4 * davon : * * * * * * Steinkohle * 5,5 * 4,1 * 3,9 * - 25,5 * - 4,9 * Steinkohlenbriketts * 3,7 * 3,3 * 2,7 * - 10,8 * - 18,2 * Koks * 0,6 * 0,5 * 0,4 * - 16,7 * - 20,0 * Braunkohle und Braunkohlenbriketts * 0,2 * 0,2 * 0,1 * - * - 50,0 * Irland * * * * * * Steinkohle * 0,9 * 0,8 * 0,8 * - 12,0 * - * Italien * 1,4 * 1,1 * 1,0 * - 21,4 * - 9,1 * davon : * * * * * * Steinkohle * 0,7 * 0,4 * 0,3 * - 42,9 * - 25,0 * Steinkohlenbriketts * 0,1 * 0,1 * 0,1 * - * - * Koks * 0,5 * 0,5 * 0,5 * - * - * Braunkohle und Braunkohlenbriketts * 0,1 * 0,1 * 0,1 * - * - * Niederlande * 1,1 * 0,5 * 0,4 * - 54,6 * - 20,0 * davon : * * * * * * Steinkohle * 0,8 * 0,4 * 0,4 * - 50,0 * - * Steinkohlenbriketts * 0,1 * 0,1 * - * - * - * Koks * 0,1 * - * - * - * - * Braunkohle und Braunkohlenbriketts * 0,1 * - * - * - * - * Vereinigtes Königreich * 26,9 * 22,3 * 20,6 * - 17,1 * - 7,6 * davon : * * * * * * Steinkohle * 20,7 * 16,8 * 15,5 * - 18,8 * - 7,7 * Steinkohlenbriketts * 1,7 * 1,5 * 1,5 * - 11,8 * - * Koks * 4,5 * 4,0 * 3,6 * - 11,1 * - 10,0 * Gemeinschaft * 59,4 * 50,4 * 45,3 * - 15,2 * - 10,1 * davon : * * * * * * Steinkohle * 34,6 * 27,8 * 25,8 * - 19,5 * - 7,2 * Steinkohlenbriketts * 8,9 * 7,9 * 6,5 * - 11,2 * - 17,7 * Koks * 10,5 * 9,5 * 8,3 * - 9,5 * - 12,6 * Braunkohle und Braunkohlenbriketts * 5,4 * 5,2 * 4,7 * - 3,7 * - 9,6 * ANLAGE 4 Steinkohlenversorgung der Kokereien * ( in 1 000 t ) * * Inland * Andere EGKS Länder * Steinkohle EGKS insgesamt * Drittländer * Steinkohlenversorgung insgesamt * Belgien * * * * * * 1970 * 5 346 * 1 815 * 7 161 * 2 533 * 9 694 * 1971 * 5 685 * 1 528 * 7 213 * 1 464 * 8 677 * 1972 * 5 900 * 1 100 * 7 000 * 2 300 * 9 300 * Deutschland ( BR ) * * * * * * 1970 * 51 463 * 305 * 51 768 * 219 * 51 987 * 1971 * 48 821 * 224 * 49 045 * 62 * 49 107 * 1972 * 44 700 * - * 44 700 * 100 * 44 800 * Frankreich * * * * * * 1970 * 11 086 * 4 263 * 15 349 * 2 985 * 18 334 * 1971 * 9 186 * 4 162 * 13 348 * 2 688 * 16 036 * 1972 * 8 800 * 3 900 * 12 700 * 2 400 * 15 100 * Italien * * * * * * 1970 * - * 2 638 * 2 638 * 6 577 * 9 215 * 1971 * - * 3 023 * 3 023 * 5 830 * 8 853 * 1972 * - * 3 000 * 3 000 * 6 700 * 9 700 * Niederlande * * * * * * 1970 * 10 * 982 * 992 * 1 679 * 2 671 * 1971 * - * 931 * 931 * 1 407 * 2 338 * 1972 * - * 400 * 400 * 2 400 * 2 800 * Sechsergemeinschaft insgesamt * * * * * * 1970 * 67 905 * 10 003 * 77 908 * 13 993 * 91 901 * 1971 * 63 692 * 9 868 * 73 560 * 11 451 * 85 011 * 1972 * 59 400 * 8 400 * 67 800 * 13 900 * 81 700 * Vereinigtes Königreich * * * * * * 1970 * 27 602 * - * 27 602 * - * 27 602 * 1971 * 25 721 * - * 25 721 * 405 * 26 126 * 1972 * 22 800 * 11 * 22 811 * 1 189 * 24 000 * Insgesamt * * * * * * 1970 * 95 507 * 10 003 * 105 510 * 13 993 * 119 503 * 1971 * 89 413 * 9 868 * 99 281 * 11 856 * 111 137 * 1972 * 82 200 * 8 411 * 90 611 * 15 089 * 105 700 * ANLAGE 5 Listenpreise ab Zeche für Gemeinschaftskohle am 1 .

Januar 1973 ( dollars/tm ) Arten * Sorten * Ruhr * Aachen * Saar * Niederlande * Belgien * Nord * Lothringen * South Wales * North Yorkshire * Scottish North * Mindestpreise * Hoechstpreise * Unterschied % * Anthrazit * Nuß 3 20/30 mm 3/4'' - 1 1/2'' * 49,03 * - * - * 43,46 * 47,01 * 36,95 * - * 48,09 * - * - * 36,95 * 49,03 * 32,7 * Magerkohle * Nuß 3 20/30 mm 1 1/14'' - 2 1/4'' * 42,36 * 42,51 * - * 39,14 * 39,32 * - * - * 37,96 * - * - * 37,96 * 42,51 * 12,0 * Halbfettkohle * Nuß 4 10/20 mm 0 - 1'' * 32,12 * 33,82 * - * - * 26,22 * - * - * 27,31 ( 2 ) ( 23,34 ) * - * - * 26,22 * 33,82 * 29,0 * Flammkohle * Nuß 2 30/50 mm 1'' - 2'' * 29,48 * - * 32,12 * - * 24,43 * 24,24 * 24,43 * 25,02 ( 2 ) ( 20,26 ) * 18,59 * 24,75 * 18,59 * 32,12 * 72,8 * Flammkohle * Nuß 5 6/10 mm 0 - 10'' * 27,00 * - * 30,57 * - * 24,43 * 22,97 * 21,21 * - * 18,42 ( 2 ) ( 16,67 ) * 25,76 ( 2 ) ( 23,85 ) * 18,42 * 30,57 * 66,0 * Kokskohle * fett * 29,79 * 29,48 * 31,19 ( 1 ) * - * 25,55 * 27,37 * 26,58 ( 1 ) * 27,06 * 19,23 ( 1 ) * 27,57 ( 1 ) * 19,23 * 31,19 * 62,2 * Koks * Hochofenkoks 40 * 45,15 * 44,53 * 49,65 * - * 44,07 ( gros coke Tertre ) * 42,03 ( > 60 ) * 42,03 * 47,45 * - * 48,73 ( North Durham ) * 42,03 * 49,65 * 18,1 * ( 1 ) Hochfluchtige Kohle .

( 2 ) Aus Gründen der Vergleichbarkeit mit anderen in dieser Tabelle aufgeführten Gemeinschaftskohlen enthalten die b * chen Preise Qualitätskorrekturen für ihren Gehalt an Asche und/oder Wasser . Die unkorrigierten Listenpreise sind in Klammern angegeben . ANLAGE 6 Steinkohlenförderung je Revier in 1 000 t ( nationale Reihe ) * 1971 * 1972 Schätzungen * 1973 Vorausschätzungen * 1972/1971 % * 1973/1972 % * Belgien * * * * * * Campine * 7 309 * 7 324 * 7 000 * + 0,2 * - 4,4 * Süd * 3 651 * 3 176 * 3 000 * - 13,0 * - 5,5 * Insgesamt * 10 960 * 10 500 * 10 000 * - 4,2 * - 4,8 * Deutschland ( BR ) * * * * * * Ruhr * 90 731 * 83 281 * 78 000 * - 8,2 * - 6,3 * Aachen * 6 616 * 6 247 * 6 000 * - 5,6 * - 4,0 * Niedersachsen * 2 771 * 2 513 * 2 500 * - 9,3 * - 0,5 * Saar * 10 677 * 10 429 * 9 300 * - 2,3 * - 10,8 * Kleinzechen * 258 * 170 * 200 * - 34,1 * + 17,6 * Insgesamt * 111 053 * 102 640 * 96 000 * - 7,6 * - 6,5 * Frankreich * * * * * * Nord Pas-de-Calais * 14 523 * 12 800 * 11 500 * - 11,9 * - 10,2 * Lothringen * 11 512 * 11 100 * 11 100 * - 3,6 * - * Centre-Midi * 6 945 * 5 830 * 4 670 * - 16,1 * - 19,9 * Kleinzechen * 35 * 30 * 30 * - 14,3 * - * Insgesamt * 33 015 * 29 760 * 27 300 * - 9,9 * - 8,3 * Irland * 90 * 70 * 70 * - 22,2 * - * Niederlande * 3 609 * 2 810 * 1 900 * - 22,1 * - 32,4 * Vereinigtes Königreich * * * * * * Scotland * 12 668 * 9 976 * - * - 21,3 * * North East * 19 289 * 15 266 * - * - 20,9 * * Yorkshire * 36 603 * 30 480 * - * - 16,7 * * North West * 5 521 * 4 719 * - * - 14,5 * * Midlands * 48 911 * 38 036 * - * - 22,2 * * Southwales * 12 420 * 9 839 * - * - 20,8 * * Kent * 1 065 * 768 * - * - 27,9 * * Opencast * 10 678 * 10 429 * - * - 2,3 * * Insgesamt * 147 155 * 119 513 * 139 200 * - 18,8 * + 16,5 * Gemeinschaft * 305 882 * 265 293 * 274 470 * - 13,3 * + 3,4 * ANLAGE 7 Entwicklung der Handelsströme :

Steinkohle * ( in 1 000 t ) * Bezugsländer * Lieferländer * Bezuege insgesamt * * Belgien * Dänemark * Deutschland ( BR ) * Frankreich * Irland * Italien * Luxemburg * Niederlande * Vereinigtes Konigreich * * Belgien * * * * * * * * * * * 1971 * - * - * 2 710 * 196 * - * - * - * 622 * 66 * 3 594 * 1972 * - * - * 2 545 * 180 * - * - * - * 632 * 32 * 3 389 * 1973 * - * - * 2 460 * 140 * - * - * - * 450 * 60 * 3 110 * Dänemark * * * * * * * * * * * 1971 * - * - * 3 * - * - * - * - * - * 5 * 8 * 1972 * - * - * 1 * - * - * - * - * - * - * 1 * 1973 * - * - * - * - * - * - * - * - * 10 * 10 * Deutschland ( BR ) * * * * * * * * * * * 1971 * 263 * - * - * 476 * - * - * - * 386 * 1 506 * 2 631 * 1972 * 294 * - * - * 500 * - * - * - * 475 * 950 * 2 219 * 1973 * 300 * - * - * 440 * - * - * - * 300 * 1 500 * 2 540 * Frankreich * * * * * * * * * * * 1971 * 203 * - * 5 846 * - * - * - * - * 410 * 466 * 6 925 * 1972 * 59 * - * 5 660 * - * - * - * - * 370 * 420 * 6 509 * 1973 * 75 * - * 5 625 * - * - * - * - * 300 * 400 * 6 400 * Irland * * * * * * * * * * * 1971 * - * - * 14 * - * - * - * - * 24 * 170 * 208 * 1972 * - * - * 9 * - * - * - * - * 24 * 120 * 153 * 1973 * - * - * 30 * - * - * - * - * 5 * 75 * 110 * Italien * * * * * * * * * * * 1971 * - * - * 3 389 * 64 * - * - * - * 3 * 163 * 3 619 * 1972 * - * - * 2 750 * 50 * - * - * - * - * 40 * 2 840 * 1973 * - * - * 2 500 * 50 * - * - * - * - * 40 * 2 590 * Luxemburg * * * * * * * * * * * 1971 * 22 * - * 166 * 39 * - * - * - * 10 * - * 237 * 1972 * 2 * - * 240 * 5 * - * - * - * 5 * - * 252 * 1973 * 15 * - * 270 * 5 * - * - * - * - * - * 290 * Niederlande * * * * * * * * * * * 1971 * 12 * - * 1 412 * 17 * - * - * - * - * 68 * 1 509 * 1972 * 18 * - * 675 * 15 * - * - * - * - * 40 * 748 * 1973 * - * - * 615 * 15 * - * - * - * - * 50 * 680 * Vereinigtes Königreich * * * * * * * * * * * 1971 * - * - * 100 * - * - * - * - * 100 * - * 200 * 1972 * - * - * 200 * - * - * - * - * 300 * - * 500 * 1973 * - * - * 100 * - * - * - * - * 100 * - * 200 * Lieferungen insgesamt * * * * * * * * * * * 1971 * 500 * - * 13 650 * 792 * - * - * - * 1 555 * 2 444 * 18 931 * 1972 * 373 * - * 12 080 * 750 * - * - * - * 1 806 * 1 602 * 16 611 * 1973 * 390 * - * 11 600 * 650 * - * - * - * 1 155 * 2 135 * 15 930 * ANLAGE 8 Entwicklung der Handelsströme :

Steinkohlenkoks * ( in 1 000 t ) * Bezugsländer * Lieferländer * Bezuege insgesamt * * Belgien * Dänemark * Deutschland ( BR ) * Frankreich * Irland * Italien * Luxemburg * Niederlande * Vereinigtes Königreich * * Belgien * * * * * * * * * * * 1971 * - * - * 789 * 41 * - * - * - * 116 * 32 * 978 * 1972 * - * - * 576 * 65 * - * - * - * 159 * 3 * 803 * 1973 * - * - * 435 * 30 * - * - * - * 110 * - * 575 * Dänemark * * * * * * * * * * * 1971 * 1 * - * 56 * 25 * - * - * - * - * 5 * 87 * 1972 * 1 * - * 60 * 40 * - * - * - * - * 3 * 104 * 1973 * - * - * 65 * 45 * - * - * - * - * 5 * 115 * Deutschland ( BR ) * * * * * * * * * * * 1971 * 38 * 3 * - * 74 * - * - * - * 21 * 32 * 168 * 1972 * 51 * 8 * - * 120 * - * - * - * 140 * 30 * 349 * 1973 * 40 * 10 * - * 40 * - * - * - * 40 * 50 * 180 * Frankreich * * * * * * * * * * * 1971 * 139 * - * 2 538 * - * - * - * - * 112 * - * 2 789 * 1972 * 128 * - * 2 310 * - * - * 40 * - * 200 * - * 2 678 * 1973 * 160 * - * 2 925 * - * - * 40 * - * 175 * - * 3 300 * Irland * * * * * * * * * * * 1971 * - * - * 2 * - * - * - * - * - * 12 * 14 * 1972 * - * - * 1 * 3 * - * - * - * - * 12 * 16 * 1973 * - * - * 1 * 3 * - * - * - * - * 11 * 15 * Italien * * * * * * * * * * * 1971 * - * - * 30 * 33 * - * - * - * - * - * 63 * 1972 * - * - * 40 * 40 * - * - * - * - * - * 80 * 1973 * - * - * 30 * 30 * - * - * - * - * - * 60 * Luxemburg * * * * * * * * * * * 1971 * 69 * - * 3 319 * 7 * - * - * - * - * - * 3 395 * 1972 * 11 * - * 3 010 * 180 * - * - * - * - * - * 3 201 * 1973 * 40 * - * 3 310 * 5 * - * - * - * - - * 3 355 * Niederlande * * * * * * * * * * * 1971 * - * - * 1 054 * 8 * - * - * - * - * 37 * 1 099 * 1972 * 9 * 3 * 740 * 10 * - * - * - * - * - * 762 * 1973 * 10 * - * 180 * 5 * - * - * - * - * - * 195 * Vereinigtes Königreich * * * * * * * * * * * 1971 * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * 1972 * - * - * - * - * - * - * - * - * - * * 1973 * - * - * 50 * - * - * - * - * - * - * 50 * Läferungen insgesamt * * * * * * * * * * * 1971 * 247 * 3 * 7 788 * 188 * - * - * - * 249 * 118 * 8 593 * 1972 * 200 * 11 * 6 737 * 458 * - * 40 * - * 499 * 48 * 7 993 * 1973 * 250 * 10 * 6 996 * 158 * - * 40 * - * 325 * 66 * 7 845 * ANLAGE 9 Bilanz :

Steinkohle - 1973 * ( in 1 000 t nationale Reihe ) * * Belgien * Dänemark * Deutschland ( BR ) * Frankreich * Irland * Italien * Luxemburg * Niederlande * Vereinigtes Königreich * Gemeinschaft * 1 . Förderung * 10 000 * - * 96 000 * 28 000 * 70 * - * - * 1 900 * 139 200 * 275 170 * 2 . Berichtigung für Ballastkohle + Rückgewinnung * - * - * + 5 500 * + 600 * - * - * - * - * + 2 000 * 8 100 * 3 . Einfuhr aus dritten Ländern * 3 625 * 3 400 * 5 000 * 4 800 * 860 * 9 330 * - * 3 925 * 1 800 * 32 740 * 4 . Bezuege aus anderen EGKS-Ländern * 3 110 * 10 * 2 540 * 6 400 * 110 * 2 590 * 290 * 680 * 200 * 15 930 * 5 .

Verfügbarkeiten ( 1 bis 4 ) * 16 735 * 3 410 * 109 040 * 39 800 * 1 040 * 11 920 * 290 * 6 505 * 143 200 * 316 010 * 6 . Inlandsbedarf * * * * * * * * * * * a ) Zechenselbstverbrauch * 110 * - * 900 * 500 * - * - * - * 20 * 2 000 * 3 530 * b ) Deputate * 160 * - * 500 * 300 * - * - * - * 25 * - * 985 * c ) Zechenkraftwerke * 675 * 3 000 * 13 000 * 6 900 * - * - * - * 310 * - * 23 885 * d ) Öffentliche Kraftwerke * 1 875 * - * 20 000 * 4 200 * 50 * 800 * - * 450 * 68 000 * 95 375 * e ) Gaswerke * - * 120 * 1 800 * - * 70 * 20 * - * - * 200 * 2 210 * f ) Eisenbahnen * 10 * - * 700 * 50 * - * 200 * - * - * 200 * 1 160 * g ) Kokereien * 10 100 * - * 44 200 * 15 200 * - * 10 200 * - * 4 030 * 27 400 * 111 130 * h ) Eisen - und Stahlindustrie * 225 * 20 * 1 000 * 3 100 * - * 50 * 225 * 5 * 300 * 4 955 * davon :

Kraftwerke * ( 40 ) * - * ( - ) * ( 300 ) * - * - * - * - * - * ( 300 ) * i ) Sonstige Industrien * 275 * 20 * 5 000 * 2 000 * 120 * 260 * 20 * 150 * 11 150 * 18 995 * davon : Kraftwerke * ( 160 ) * - * ( 2 500 ) * ( 300 ) * - * - * - * - * - * ( 2 960 ) * j ) Haushalte * 2 600 * 60 * 1 600 * 3 600 * 800 * 350 * 15 * 325 * 15 500 * 24 850 * k ) Brikettfabriken * 410 * - * 1 700 * 2 700 * - * 40 * - * 350 * 1 500 * 6 700 * l ) Verschiedenes * - * - * 1 200 * - * - * - * - * - * 200 * 1 400 * Insgesamt * 16 440 * 3 220 * 91 600 * 38 550 * 1 040 * 11 920 * 290 * 5 665 * 126 450 * 295 175 * 7 . Ausfuhren nach dritten Ländern * 5 * - * 1 000 * 60 * - * - * - * 10 * 180 * 1 255 * 8 .

Lieferungen nach anderen EGKS-Ländern * 390 * - * 11 600 * 650 * - * - * - * 1 155 * 2 135 * ( 15 930 ) * 9 . Gesamtbedarf ( 6 + 7 + 8 ) * 16 835 * 3 220 * 104 200 * 39 260 * 1 040 * 11 920 * 290 * 6 830 * 128 765 * 296 430 * 10 . Bestände bei den Zechen ( Beginn des Jahres ) * 500 * - * 9 800 * 5 400 * - * - * - * 500 * 10 200 * 26 400 * 11 . Bestandsveränderungen Zechen * - 100 * + 190 * + 4 840 * + 540 * - * - * - * - 325 * + 14 435 * + 19 580 * 12 . Bestände bei den Zechen ( Ende des Jahres ) * 400 * 190 * 14 640 * 5 940 * - * - * - * 175 * 24 635 * 45 980 * ANLAGE 10 Bilanz : Steinkohlenbriketts - 1973 * ( in 1 000 t ) * * Belgien * Dänemark * Deutschland ( BR ) * Frankreich * Irland * Italien * Luxemburg * Niederlande * Vereinigtes Königreich * Gemeinschaft * 1 .

Förderung * 440 * - * 1 775 * 2 775 * * 40 * - * 375 * 1 550 * 6 955 * 2 . Einfuhr aus dritten Ländern * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * 3 . Bezuege aus anderen EGKS-Ländern * 125 * - * 80 * 95 * 15 * 25 * 5 * - * 200 * ( 545 ) * 4 . Verfügbarkeiten ( 1 bis 3 ) * 565 * - * 1 855 * 2 870 * 15 * 65 * 5 * 375 * 1 750 * 6 955 * 5 . Inlandsbedarf * * * * * * * * * * * a ) Zechenselbstverbrauch * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * b ) Deputate * 125 * - * 100 * 350 * - * - * - * 15 * ( 1 ) * 590 * c ) Haushalte * 390 * - * 1 580 * 2 310 * 15 * 65 * 5 * 60 * 1 550 * 5 975 * d ) Sonstige * 10 * - * - * 45 * - * - * - * 5 * 85 * 145 * Insgesamt * 525 * - * 1 680 * 2 705 * 15 * 65 * 5 * 80 * 1 635 * 6 710 * 6 .

Ausfuhren nach dritten Ländern * 5 * - * 80 * 25 * - * - * - * 35 * 100 * 245 * 7 . Lieferungen an andere EGKS-Länder * 35 * - * 95 * 140 * - * - * - * 260 * 15 * ( 545 ) * 8 . Gesamtbedarf ( 5 + 6 + 7 ) * 565 * - * 1 855 * 2 870 * 15 * 65 * 5 * 375 * 1 750 * 6 955 * ( 1 ) Inbegriffen in den Läferungen an die Haushalte . ANLAGE 11 Bilanz : Steinkohlenkoks - 1973 * ( in 1 000 t ) * * Belgien * Dänemark * Deutschland ( BR ) * Frankreich * Irland * Italien * Luxemburg * Niederlande * Vereinigtes Königreich * Gemeinschaft * 1 . Förderung * 7 750 * - * 33 900 * 11 800 * - * 7 800 * - * 2 925 * 19 500 * 83 675 * 2 .

Einfuhr aus dritten Ländern * 25 * 60 * 100 * - * - * - 20 * - * - * - * 205 * 3 . Bezuege aus anderen EGKS-Ländern * 575 * 115 * 180 * 3 300 * 15 * 60 * 3 355 * 195 * 50 * ( 7 845 ) * 4 . Verfügbarkeiten ( 1 bis 3 ) * 8 350 * 175 * 34 180 * 15 100 * 15 * 7 880 * 3 355 * 3 120 * 19 550 * 83 880 * 5 . Inlandsbedarf * * * * * * * * * * * a ) Zechenselbstverbrauch * - * - * 200 * 550 * - * - * - * - * - * 750 * b ) Deputate * 20 * - * 600 * 90 * - * 45 * - * - * - * 755 * c ) Eisenbahnen * 10 * - * 100 * 20 * - * - * - * - * - * 130 * d ) Eisen - und Stahlindustrie * 7 400 * 85 * 18 300 * 12 250 * 15 * 6 325 * 3 350 * 2 250 * 13 500 * 63 475 * e ) Sonstige Industrien * 370 * - * 1 750 * 1 400 * - * 725 * - * 180 * 600 * 5 025 * f ) Haushalte * 50 * 80 * 2 000 * 300 * - * 400 * 5 * 10 * 3 500 * 6 345 * g ) Verschiedenes * - * - * 350 * - * - * - * - * - * 200 * 550 * Insgesamt * 7 850 * 165 * 23 300 * 14 610 * 15 * 7 495 * 3 355 * 2 440 * 17 800 * 77 030 * 6 .

Ausfuhren nach dritten Ländern * 250 * - * 1 000 * 350 * - * 450 * - * 275 * 190 * 2 515 * 7 . Läferungen an andere EGKS-Länder * 250 * 10 * 6 996 * 158 * - * 40 * - * 325 * 66 * ( 7 845 ) * 8 . Gesamtbedarf ( 5 + 6 + 7 ) * 8 350 * 175 * 31 296 * 15 118 * 15 * 7 985 * 3 355 * 3 040 * 18 056 * 79 545 * 9 . Bestande bei den Zechen ( Beginn des Jahres ) * 230 * - * 8 700 * 650 * - * 600 * - * 50 * 300 * 10 530 * 10 . Bestandsveranderungen bei den Zechen * - * - * + 2 884 * - 18 * - * - 105 * - * + 80 * + 1 494 * + 4 335 * 11 . Bestände bei den Zechen ( Ende des Jahres ) * 230 * - * 11 584 * 632 * - * 495 * - * 130 * 1 794 * 14 865

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