Dritte Richtlinie 83/514/EWG der Kommission vom 27. September 1983 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Analysemethoden zur Kontrolle der Zusammensetzung der kosmetischen Mittel Amtsblatt Nr. L 291 vom 24/10/1983 S. 0009 - 0046 Finnische Sonderausgabe: Kapitel 13 Band 13 S. 0125 Spanische Sonderausgabe: Kapitel 15 Band 4 S. 0139 Schwedische Sonderausgabe: Kapitel 13 Band 13 S. 0125 Portugiesische Sonderausgabe: Kapitel 15 Band 4 S. 0139 ++++ DRITTE RICHTLINIE DER KOMMISSION vom 27 . September 1983 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Analysemethoden zur Kontrolle der Zusammensetzung der kosmetischen Mittel ( 83/514/EWG ) DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN - gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft , gestützt auf die Richtlinie 76/768/EWG des Rates vom 27 .
Juli 1976 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über kosmetische Mittel ( 1 ) , zuletzt geändert durch die Richtlinie 83/341/EWG ( 2 ) , insbesondere auf Artikel 8 Absatz 1 , in Erwägung nachstehender Gründe : Die Richtlinie 76/768/EWG sieht amtliche Kontrollen der kosmetischen Mittel vor um festzustellen , ob die aufgrund der Gemeinschaftsbestimmungen über die Zusammensetzung der kosmetischen Mittel vorgeschriebenen Bedingungen erfuellt sind . Hierzu müssen so rasch wie möglich alle erforderlichen Analysemethoden festgelegt werden . Nachdem nunmehr mit der Festlegung verschiedener Methoden in den Richtlinien 80/1335/EWG ( 3 ) und 82/434/EWG ( 4 ) der Kommission zwei Etappen auf diesem Wege erreicht wurden , bedeutet die Festlegung der Methoden zur quantitativen Bestimmung von Dichlormethan und 1,1,1-Trichlorethan , zum Nachweis und zur quantitativen Bestimmung von 8-Chinolinol und dessen Sulfat , zur quantitativen Bestimmung von Ammoniak , zum Nachweis und zur quantitativen Bestimmung von Nitromethan , zum Nachweis und zur quantitativen Bestimmung von Thioglykolsäure in Dauerwellenpräparaten , Haarentkräuselungsmitteln und Enthaarungsmitteln , zum Nachweis und zur quantitativen Bestimmung von Hexachlorophen , zur quantitativen Bestimmung von Tosychloramidum natricum , zur quantitativen Bestimmung von Gesamtfluorid in Zahnpasten , zum Nachweis und zur quantitativen Bestimmung von quecksilberorganischen Verbindungen und zur quantitativen Bestimmung von Alkali - und Erdalkalisulfiden einen dritten Schritt in dieser Richtung .
Die in dieser Richtlinie vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ausschusses für die Anpassung an den technischen Fortschritt im Sinne der Richtlinie 76/768/EWG - HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN : Artikel 1 Die Mitgliedstaaten treffen alle zweckdienlichen Maßnahmen , um sicherzustellen , daß für - die quantitative Bestimmung von Dichlormethan und 1,1,1-Trichlorethan , - den Nachweis und die quantitative Bestimmung von 8-Chinolinol und dessen Sulfat , - die quantitative Bestimmung von Ammoniak , - den Nachweis und die quantitative Bestimmung von Nitromethan , - den Nachweis und die quantitative Bestimmung von Thioglykolsäure in Dauerwellenpräparaten , Haarentkräuselungsmitteln und Enthaarungsmitteln , - den Nachweis und die quantitatieve Bestimmung von Hexachlorophen , - die quantitative Bestimmung von Tosychloramidum natricum , - die quantitative Bestimmung von Gesamtfluorid in Zahnpasten , - den Nachweis und die quantitative Bestimmung von quecksilberorganischen Verbindungen , - die quantitative Bestimmung von Alkali - und Erdalkalisulfiden die amtlichen Kontrollen von kosmetischen Mitteln nach den im Anhang beschriebenen Methoden durchgeführt werden .
Artikel 2 Die Mitgliedstaaten erlassen die erforderlichen Rechts - und Verwaltungsvorschriften , um dieser Richtlinie bis zum 31 . Dezember 1984 nachzukommen . Sie setzen die Kommission unverzueglich davon in Kenntnis . Artikel 3 Diese Richtlinie ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet . Brüssel , den 27 . September 1983 Für die Kommission Frans ANDRIESSEN Mitglied der Kommission ( 1 ) ABl . Nr . L 262 vom 27 . 9 . 1976 , S . 169 . ( 2 ) ABl . Nr . L 188 vom 13 . 7 . 1983 , S . 15 . ( 3 ) ABl . Nr . L 383 vom 31 . 12 . 1980 , S . 27 . ( 4 ) ABl . Nr . L 185 vom 30 . 6 . 1982 , S . 1 . ANHANG QUANTITATIVE BESTIMMUNG VON DICHLORMETHAN UND 1,1,1-TRICHLORETHAN 1 .
ANWENDUNGSBEREICH Diese Methode beschreibt die quantitative Bestimmung von Dichlormethan ( Methylenchlorid ) und 1,1,1-Trichlorethan ( Methylchloroform ) . Sie ist auf alle kosmetischen Mittel anwendbar , die diese Verbindungen enthalten können . 2 . DEFINITION Der gemäß dieser Methode bestimmte Gehalt der Probe an Dichlormethan und an 1,1,1-Trichlorethan wird in Masseprozent ausgedrückt . 3 . PRINZIP Die quantitative Bestimmung beruht auf Gaschromatographie unter Verwendung von Trichlormethan ( Chloroform ) als internem Standard . 4 . REAGENZIEN Alle Reagenzien müssen analysenrein sein . 4.1 .
Trichlormethan ( CHCl3 ) . 4.2 . Tetrachlorkohlenstoff ( CCl4 ) . 4.3 . Dichlormethan ( CH2Cl2 ) . 4.4 . 1,1,1-Trichlorethan ( CH3CCl3 ) . 4.5 . Aceton . 4.6 . Stickstoff . 5 . GERÄTE 5.1 . Übliches Laborgerät . 5.2 . Gaschromatograph mit Wärmeleitfähigkeitsdetektor . 5.3 . 50-100 ml Aufnahmeflasche ( siehe Probenahme 5.3 ) ( 1 ) . 5.4 . Druckgasspritze ( siehe Probenahmemethode 5.4.2.2 ) ( 1 ) . 6 . VERFAHREN 6.1 . Probe ohne Gasüberdruck : Die Probe in einen mit einem Stopfen verschlossenen Erlenmeyerkolben genau einwiegen ; eine genau gewogene , der vermuteten Menge des in der Probe enthaltenen CH2Cl2 und CH3CCl3 äquivalente Menge CHCl3 ( 4.1 ) als internen Standard hinzufügen und gründlich durchmischen .
6.2 . Probe mit Gasüberdruck : In diesem Fall ist die im Kapitel Probenahme beschriebene Methode unter Beachtung folgender Einzelheiten anzuwenden : 6.2.1 . Nach Überführung der Probe in die Aufnahmeflasche eine der vermuteten Menge des in der Probe enthaltenen CH2Cl2 und/oder CH3CCl3 äquivalente Menge des internen Standards ( 4.1 ) hinzufügen und gründlich durchmischen . Das Totvolumen des Ventils der Aufnahmeflasche wird mit 0,5 ml CCl4 ( 4.2 ) gespült , das man verdunsten lässt . Die Masse des internen Standards wird durch Differenzwägung der Aufnahmeflasche ermittelt . 6.2.2 . Das Teflonende der Injektionsspritze wird nach dem Aufziehen der Probe so mit Stickstoff ( 4.6 ) gespült , daß vor der Einführung in den Gaschromatographen im Teflonende keinerlei Probenrückstand zurückbleibt .
6.2.3 . Nach jeder Probenahme ist das Ende des Ventils oder das eventuell benutzte Anschlußstück ( mit Hilfe einer Injektionsspritze ) mehrere Male mit Aceton ( 4.5 ) zu spülen und danach gründlich mit Stickstoff ( 4.6 ) zu trocknen . 6.2.4 . Für jede Analyse sind Messungen anhand von zwei verschiedenen Aufnahmeflaschen und fünf Messungen pro Flasche durchzuführen . 7 . CHROMATOGRAPHIE-BEDINGUNGEN 7.1 . Vorsäule Material : Edelstahl . Durchmesser : 3 mm oder 6 mm . Länge : 30 cm . Säulenfuellung : Chromosorb , wie für die Herstellung der analytischen Säule verwendet . 7.2 . Säule Die stationäre Phase besteht aus Hallcomid M 18 auf Chromosorb .
Die Säule muß eine Auflösung R gleich oder besser als 1,5 ergeben . R = 2 ( d' r2 - d'r1 ) / ( W1 + W2 ) r1 und r2 : Retentionszeiten in Minuten ; W1 und W2 : Peakbreiten in halber Höhe in mm ; d' : Papiervorschub in mm/min . 7.3 . Zum Beispiel führten folgende Säulen zu den gewünschten Ergebnissen : Säule : * I * II * Material der Säule : * Edelstahl * Edelstahl * Länge : * 3,50 m * 4,0 m * Durchmesser : * 3 mm * 6 mm * Säulenfuellung : * * * Chromosorb : * WAW * WAW-DMCS-HP * Korngrösse : * 100-120 mesh * 60-80 mesh * Stationäre Phase : * Hallcomid M 18 * Hallcomid M 18 * * 10 % * 20 % * Temperatur : * * * Säule : * 65 * C * 75 * C * Injektor : * 150 * C * 125 * C * Detektor : * 150 * C * 200 * C * Trägergas : * * * Helium : * 45 ml/min * 60 ml/min * Vordruck : * 2,5 bar * 2,0 bar * Injektion : * 15 ml * 15 ml * 8 .
ERMITTLUNG DER PROPORTIONALITÄTSKÖFFIZIENTEN In einen Erlenmeyerkolben ist das folgende Gemisch genau einzuwiegen : CH2Cl2 ( 4.3 ) : 30 % m/m Dichlormethan , CH3CCl3 ( 4.4 ) : 35 % m/m Trichlorethan , CHCl3 ( 4.1 ) : 35 % m/m Trichlormethan . Dieses Gemisch dient dazu , die Werte der Proportionalitätsköffizienten zu stabilisieren . 9 . BERECHNUNGEN 9.1 . Berechnung des Proportionalitätsköffizienten einer Substanz p in Verhältnis zu einer Substanz a ( interner Standard ) Bedeutet p die zu analysierende Substanz , so ist : k p : der Proportionalitätsköffizient dieser Substanz , m p : ihre Masse in der Mischung , A p : ihre Peakfläche ; bedeutet a die Substanz des internen Standards , so ist : k a : ihr Proportionalitätsköffizient ( = 1 gesetzt ) , m a : ihre Masse in der Mischung , A a : ihre Peakfläche : k p = m p mal A a/m a mal A p Zum Beispiel wurden folgende Proportionalitätsköffizienten erhalten ( für CHCl3 : k = 1 ) :
CH2Cl2 : k1 = 0,78 mehr oder weniger 0,03 CH3CCl3 : k2 = 1,00 mehr oder weniger 0,03 9.2 . Berechnung des prozentualen Anteils ( m/m ) von CH2Cl2 und CH3CCl3 in der zu untersuchenden Mischung k1 : Proportionalitätsköffizient von CH2Cl2 , k2 : Proportionalitätsköffizient von CH3CCl3 , m a : Masse in g des zugesetzten CHCl3 , m s : Masse in g der zu untersuchenden Probe , A a : Peakfläche des CHCl3 , A1 : Peakfläche des CH2Cl2 , A2 : Peakfläche des CH3CCl3 , % ( m/m ) CH2 Cl2 = m a mal A1 mal k1 mal 100 / ( A a mal m s ) % ( m/m ) CH3CCl3 = m a mal A2 mal k2 mal 100 / ( A a mal m s ) 10 . WIEDERHOLBARKEIT ( 2 ) Bei einem Gehalt an Dichlormethan und/oder 1,1,1-Trichlorethan von 25 % ( m/m ) darf der Unterschied zwischen den Ergebnissen zweier Parallelbestimmungen an derselben Probe 2,5 % absolut nicht überschreiten .
NACHWEIS UND QUANTITATIVE BESTIMMUNG VON 8-CHINOLINOL UND DESSEN SULFAT 1 . ANWENDUNGSBEREICH Diese Methode beschreibt die Identifikation und quantitative Bestimmung von 8-Chinolinol und seinem Sulfat in kosmetischen Erzeugnissen . 2 . DEFINITION Der nach dieser Methode bestimmte Gehalt der Probe an 8-Chinolinol wird ausgedrückt in Massen -% 8-Chinolinol . 3 . PRINZIP 3.1 . Identifikation Die Identifikation erfolgt durch Dünnschichtchromatographie . 3.2 . Quantitative Bestimmung Die quantitative Bestimmung erfolgt durch Photometrie des nach Zugabe von Fehlingscher Lösung gebildeten Kupferkomplexes bei 410 nm .
4 . REAGENZIEN Es sind analysenreine Reagenzien zu verwenden . 4.1 . 8-Chinolinol ( 8-Hydroxychinolin ) . 4.2 . Benzol ; wegen seiner Toxizität ist beim Arbeiten mit Benzol grösste Vorsicht geboten . 4.3 . Chloroform . 4.4 . 50 %ige Natriumhydroxidlösung ( m/m ) . 4.5 . Kupfersulfat * 5 H2O . 4.6 . Kaliumnatriumtartrat . 4.7 . Salzsäure 1 N . 4.8 . Schwefelsäure 1 N . 4.9 . Natriumhydroxidlösung 1 N . 4.10 . Ethanol . 4.11 . n-Butanol . 4.12 . Eisessig . 4.13 . Salzsäure 0,1 N . 4.14 . Celite 545 oder gleichwertiges Produkt . 4.15 . Vergleickslösungen 4.15.1 . 100,0 mg 8-Chinolinol ( 4.1 ) in einen 100 ml Meßkolben einbringen , in wenig 1 N Schwefelsäure ( 4.8 ) lösen und danach mit 1 N H2SO4 ( 4.8 ) bis zur Marke auffuellen .
4.15.2 . 100,0 mg 8-Chinolinol ( 4.1 ) in einen 100 ml Meßkolben einbringen , in Ethanol ( 4.10 ) lösen , mit Ethanol ( 4.10 ) bis zur Marke auffuellen und mischen . 4.16 . Fehling'sche Lösung Lösung A In einen 100 ml Meßkolben 7,0 g Kupfersulfat * 5 H2O ( 4.5 ) einwägen . In wenig Wasser auflösen , mit Wasser bis zur Marke auffuellen und mischen . Lösung B In einen 100 ml Meßkolben 35,0 g Kaliumnatrium-tartrat ( 4.6 ) einwägen und in 50 ml Wasser lösen . Nach dem Zusatz von 20 ml 50 %iger Natriumhydroxidlösung ( 4.4 ) mit Wasser bis zur Marke auffuellen und mischen . Unmittelbar vor dem Gebrauch 10,0 ml Lösung A und 10,0 ml Lösung B in einen 100 ml Meßkolben pipettieren und mit Wasser bis zur Marke auffuellen .
4.17 . Fließmittel für die Dünnschichtchromatographie I . n-Butanol-Eisessig-Wasser ( 80-20-20 ; v/v/v ) . II . Chloroform-Eisessig ( 95-5 ; v/v ) . 4.18 . 1 %ige ( m/v ) Lösung von 2,6-Dichlor-4-(chlorimino)cyclohexa-2,5-dienon in Ethanol ( 4.10 ) . 4.19 . 1 %ige ( m/v ) Natriumkarbonatlösung . 4.20 . 30 %ige ( v/v ) Lösung von Ethanol ( 4.10 ) in Wasser . 4.21 . 5 %ige ( m/v ) Lösung von Dinatriumdihydrogenethylendiamintetraacetat . 4.22 . Puffer P H 7 27 g KH2PO4 und 70 g K2HPO4 * 3 H2O in einen 1-Liter-Meßkolben einwägen und mit Wasser auffuellen . 4.23 . Kieselgeldünnschicht-Fertigplatten Schichtdicke 0,25 mm ( z.B .
Kieselgel 60 von Merck oder gleichwertig ) , die vor dem Gebrauch mit jeweils 10 ml des Reagenz ( 4.21 ) besprüht und bei 80 * C getrocknet worden sind . 5 . GERÄTE 5.1 . 100 ml Rundkolben mit Schliff . 5.2 . Meßkolben . 5.3 . 10 und 5 ml Messpipetten . 5.4 . 20 , 15 , 10 , 5 ml Vollpipetten . 5.5 . 100 , 50 und 25 ml Scheidetrichter . 5.6 . Faltenfilter diam . 9 cm . 5.7 . Rotationsverdampfer . 5.8 . Rückflußkühler mit Schliff . 5.9 . Spektralphotometer . 5.10 . 1 cm Kuevetten . 5.11 . Rührwerk mit elektrischer Heizung . 5.12 . Glassäule für Chromatographie , 160 mm Länge und 8 mm Durchmesser , die am unteren Ende eine Verjüngung enthält , in der sich ein Glaswollpfropfen befindet und deren oberes Teil so beschaffen ist , daß unter Anwendung eines geringen Überdruckes eluiert werden kann .
6 . VERFAHREN 6.1 . Identifikation 6.1.1 . Flüssige Proben 6.1.1.1 . Der P H-Wert eines Teiles der zu untersuchenden Probe wird eingestellt auf 7,0 und sodann werden auf je einen Punkt der Startlinie einer vorbehandelten Kieselgeldünnschichtplatte ( 4.23 ) 5 bzw . 10 ml aufgetragen . 6.1.1.2 . Auf zwei weitere Punkte der Startlinie werden 10 bzw . 30 ml der Vergleichslösung ( 4.15.2 ) aufgetragen . Anschließend wird die Platte in einem der beiden Fließmittel ( 4.17 ) entwickelt . 6.1.1.3 . Nachdem die Fließmittelfront 15 cm erreicht hat , wird die Platte bei 110 * C getrocknet ( 15 Minuten ) .
Unter der UV-Lampe ( 366 nm ) fluoreszieren die 8-Chinolinolflecke gelb . 6.1.1.4 . Anschließend wird mit der 1 %igen Natriumkarbonatlösung ( 4.19 ) besprüht und nach dem Trocknen mit der 1 %igen 2,6-Dichlor-4-(chlorimino)cyclohexa-2,5-dienonlösung ( 4.18 ) . Das 8-Chinolinol wird als blauer Fleck sichtbar . 6.1.2 . Feste Proben bzw . Cremes 6.1.2.1 . 1 g der Probe wird suspendiert in 5 ml Puffer P H 7 ( 4.22 ) und sodann mit 10 ml Chloroform ( 4.3 ) in einen Scheidetrichter überführt und ausgeschüttelt . Nach Ablassen der Chloroformschicht wird die wässerige Suspension noch zweimal mit je 10 ml Chloroform ( 4.3 ) extrahiert und die vereinigten und filtrierten Chloroformextrakte in einem 100 ml Rundkolben ( 5.1 ) am Rotationsverdampfer bis fast zur Trockne eingeengt .
Der Rückstand wird in 2 ml Chloroform ( 4.3 ) aufgenommen und 10 bzw . 30 ml der erhaltenen Lösung werden auf der unter 6.1.1.1 angegebenen Weise auf einer Kieselgeldünnschichtplatte ( 4.23 ) aufgetragen . 6.1.2.2 . Nach dem Auftragen von 10 bzw . 30 ml der Vergleichslösung ( 4.15.2 ) wird die Platte weiter behandelt wie unter 6.1.1.2 bis einschließlich 6.1.1.4 angegeben . 6.2 . Quantitative Bestimmung 6.2.1 . Flüssige Proben 6.2.1.1 . In einen 100 ml Rundkolben mit Schliff werden 5,00 g der Probe eingewogen , 1 ml der 1 N Schwefelsäure ( 4.8 ) zupipettiert und die Mischung bei vermindertem Druck ( 50 * C ) bis fast zur Trockne eingeengt .
6.2.1.2 . Dieser Rückstand wird in 20 ml warmem Wasser gelöst , in einen 100 ml Meßkolben unter dreimaligem Nachspülen mit je 20 ml Wasser überführt , mit Wasser auf 100 ml aufgefuellt und gemischt . 6.2.1.3 . Von dieser Lösung werden 5,0 ml in einen 50 ml Scheidetrichter ( 5.5 ) einpipettiert . Nach dem Zusatz von 10 ml Fehling'scher Lösung ( 4.16 ) wird der entstandene 8-Chinolinol-Kupferkomplex dreimal mit je 8 ml Chloroform ( 4.3 ) ausgeschüttelt . 6.2.1.4 . Die Chloroformphasen werden filtriert und in einem 25 ml Meßkolben ( 5.2 ) gesammelt . Nach dem Auffuellen mit Chloroform ( 4.3 ) und Umschütteln wird die Extinktion der gelben Lösung bei l = 410 nm gegen Chloroform gemessen .
6.2.2 . Feste Proben bzw . Cremes 6.2.2.1 . 0,500 g der Probe werden in einen 100 ml Rundkolben ( 5.1 ) eingewogen , 30 ml Benzol ( 4.2 ) sowie 20 ml 1 N Salzsäure ( 4.7 ) zugefügt und der Kolbeninhalt 30 Minuten am Rückfluß unter Rühren gekocht . 6.2.2.2 . Der Kolbeninhalt wird in einen 100 ml Scheidetrichter ( 5.5 ) überführt und mit 5 ml 1 N HCl ( 4.7 ) nachgespült . Die wässerige Phase wird in einen Rundkolben ( 5.1 ) überführt , die Benzolphase mit 5 ml 1 N Salzsäure ( 4.7 ) nachgewaschen und das Waschwasser mit der übrigen wässerigen Phase vereint . Weiterführung der Analyse wie unter 6.2.2.4 angegeben .
6.2.2.3 . Im Falle von Emulsionen , die die weitere Aufarbeitung behindern : 0,500 g der Probe werden mit 2 g Celite 545 ( 4.14 ) der Art vermischt , daß ein lockeres Puder entsteht . Die Mischung wird portionsweise in eine Chromatographie-Glassäule ( 5.12 ) überführt und nach jeder Zugabe die Säulenfuellung fest gepackt mit Hilfe eines Glasstabes . Sobald die gesamte Mischung in die Säule überführt ist , wird mit 0,1 N Salzsäure ( 4.13 ) eluiert und zwar so , daß innerhalb von ungefähr zehn Minuten 10 ml Eluat erhalten werden , nötigenfalls kann diese Elution unter einem geringen Stickstoff-Überdruck durchgeführt werden .
Während der Elution muß darauf geachtet werden , daß sich immer Salzsäure oberhalb der Säulenfuellung befindet . Die ersten 10 ml Eluat werden wie unter 6.2.2.4 angegeben weiter verarbeitet . 6.2.2.4 . Die gesammelten wässerigen Phasen ( 6.2.2.2 bzw . das Eluat 6.2.2.3 ) werden am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck bis fast zur Trockne eingeengt . 6.2.2.5 . Der Rückstand wird in 6 ml 1 N Natriumhydroxydlösung ( 4.9 ) gelöst , 20 ml Fehling'sche Lösung ( 4.16 ) zugefügt und der Kolbeninhalt in einen 50 ml Scheidetrichter ( 5.5 ) überführt unter Nachspülen mit 8 ml Chloroform ( 4.3 ) .
Nach dem Ausschütteln wird die Chloroformphase filtriert und in einem 50 ml Meßkolben ( 5.2 ) gesammelt . 6.2.2.6 . Diese Extraktion noch dreimal mit 8 ml Chloroform ( 4.3 ) wiederholen . Die Chloroformphasen werden filtriert und ebenfalls in dem 50 ml Meßkolben ( 5.2 ) gesammelt . Nach dem Auffuellen mit Chloroform und Umschütteln wird die Extinktion der gelben Lösung bei l = 410 nm gegen Chloroform gemessen . 7 . AUFSTELLEN DER EICHKURVE In je einen 100 ml Rundkolben ( 5.1 ) , der 3 ml 30 %igen wässerigen Ethanol ( 4.20 ) enthält , werden 5 , 10 , 15 bzw . 20 ml der Vergleichslösung ( 4.15.1 ) einpipettiert und wie unter 6.2.1 beschrieben aufgearbeitet .
8 . BERECHNUNG 8.1 . Flüssige Proben 8-Chinolinolgehalt in % ( m/m ) = a/m mal 100 worin : a : mg 8-Chinolinol , abgelesen auf der Eichkurve ( 7 ) , m ( mg ) : Einwaage der Probe ( 6.2.1.1 ) . 8.2 . Feste Proben bzw . Cremes 8-Chinolinolgehalt in % ( m/m ) = 2a/m mal 100 worin : a : mg 8-Chinolinol , abgelesen auf der Eichkurve ( 7 ) , m ( mg ) : Einwaage der Probe ( 6.2.2.1 ) . 9 . WIEDERHOLBARKEIT ( 2 ) Bei einem Gehalt von ca . 0,3 % 8-Chinolinol darf der Unterschied zwischen den Ergebnissen zweier Parallelbestimmungen an derselben Probe nicht höher sein als 0,02 % . QUANTITATIVE BESTIMMUNG DES AMMONIAKS 1 .
ANWENDUNGSBEREICH Die Methode beschreibt die Bestimmung von freiem Ammoniak in kosmetischen Erzeugnissen . 2 . DEFINITION Der nach dieser Methode bestimmte Gehalt der Probe an Ammoniak wird ausgedrückt in Massenprozent NH3 . 3 . PRINZIP Zu dem kosmetischen Erzeugnis wird in Methanol-Wasser-Medium eine Bariumchlorid-Lösung hinzugefügt . Dieses Vorgehen vermeidet die Miterfassung bestimmter Ammoniumsalze während der Wasserdampfdestillation ( wie des Karbonats und des Hydrogenkarbonats , von Salzen von Fettsäuren usw . ) . Ammonium-acetat wird unter diesen Bedingungen miterfasst . Das Ammoniak wird durch Wasserdampfdestillation aus dem Filtrat oder aus der überstehenden Flüssigkeit entfernt und titrimetrisch oder potentiometrisch bestimmt .
4 . REAGENZIEN Alle Reagenzien müssen analysenrein sein . 4.1 . Methanol . 4.2 . 25 %ige ( m/v ) Bariumchlorid-Dihydrat-Lösung . 4.3 . 4 %ige ( m/v ) Ortho-Borsäurelösung . 4.4 . Schwefelsäure-Maßlösung , 0,5 N . 4.5 . Flüssiges Antischaummittel . 4.6 . Natriumhydroxid-Maßlösung , 0,5 N . 4.7 . Indikator : Mischung von 5 ml einer Methylrotlösung ( 0,1 % in Ethanol ) mit 2 ml einer Methylenblaulösung ( 0,1 % in H2O ) . 5 . GERÄTE 5.1 . Übliches Laborgerät . 5.2 . Zentrifuge mit verschließbaren Zentrifugengläsern . 5.3 . Wasserdampfdestillationsapparatur . 5.4 . Potentiograph . 5.5 .
Glaselektrode und Diquecksilberdichlorid(Kalomel)-Referenzelektrode . 6 . VERFAHREN 6.1 . In einen 100-ml-Meßkolben wird eine Probenmenge , die maximal 150 mg NH3 entspricht , auf 1 mg genau eingewogen . 6.2 . Zu der Probe werden hinzugefügt : 10 ml H2O , 10 ml Methanol ( 4.1 ) , 10 ml Bariumchloridlösung ( 4.2 ) . Bis zur 100-ml-Marke mit Methanol ( 4.1 ) auffuellen . 6.3 . Homogenisieren und über Nacht im Kühlschrank ( 5 * C ) aufbewahren . 6.4 . Die noch kalte Lösung wird dann filtriert oder in geschlossenen Gläsern zentrifugiert , bis eine klare Trennung erreicht ist ( 10 Min . ) . 6.5 .
40 ml der klaren Lösung werden mit der Pipette in die Apparatur ( 5.3 ) eingefuellt und eventuell 0,5 ml Antischaummittel ( 4.5 ) hinzugegeben . 6.6 . Anschließend wird destilliert . 200 ml des Destillats werden in einem 250-ml-Becherglas , das 10,0 ml H2SO4 - 0,5 N ( 4.4 ) und 0,1 ml des Indikators ( 4.7 ) enthält , aufgefangen . 6.7 . Die überschüssige H2SO4 wird mit NaOH 0,5 N ( 4.6 ) rücktitriert . 6.8 . Im Fall einer potentiometrischen Bestimmung werden 200 ml Destillat in einem 250-ml-Becherglas , das 25 ml Orthoborsäure ( 4.3 ) enthält , aufgefangen . Anschließend wird mit H2SO4 - 0,5 N ( 4.4 ) titriert .
7 . AUSWERTUNG 7.1 . Berechnung bei Rückbestimmung mit Indikator Mit : V1 ( ml ) : Volumen der zugegebenen NaOH 0,5 N ( 4.6 ) , T1 : Titer der NaOH 0,5 N ( 4.6 ) , T2 : Titer der H2SO4 0,5 N ( 4.4 ) , m ( mg ) : Probeneinwaage ( 6.1 ) ergibt sich folgende Formel : NH3 % ( m/m ) = ( 10 T2 - V1 T1 ) mal 17 mal 100/0,4 m = ( 10 T2 - V1 T1 ) mal 4250/m 7.2 . Berechnung bei direkter potentiometrischen Bestimmung Mit : V2 ( ml ) : Volumen H2SO4 0,5 N ( 4.4 ) , T2 : Titer der H2SO4 0,5 N ( 4.4 ) , m ( mg ) : Probeneinwaage ( 6.1 ) ergibt sich folgende Formel : NH3 % ( m/m ) = V2 mal T2 mal 17 mal 100/0,4 m = V2 mal T2 mal 4250/m 8 .
WIEDERHOLBARKEIT ( 2 ) Bei einem Gehalt von ca . 6 % NH3 darf die Differenz zwischen den Ergebnissen zweier parallel durchgeführter Bestimmungen an derselben Probe nicht höher sein als 0,6 % . NACHWEIS UND QUANTITATIVE BESTIMMUNG VON NITROMETHAN 1 . ANWENDUNGSBEREICH Diese Methode ist zum Nachweis und zur quantitativen Bestimmung von Nitromethan bis zu einem Gehalt von 0,3 % in kosmetischen Mitteln in Aerosolbehältern geeignet . 2 . DEFINITION Der mit dieser Methode festgestellte Nitromethangehalt ist definiert als der prozentuale Massenanteil von Nitromethan in dem gesamten Inhalt des Aerosolbehälters .
3 . PRINZIP Der Nachweis des Nitromethan erfolgt durch eine Farbreaktion , seine quantiative Bestimmung durch Gaschromatographie nach Zugabe eines internen Standards . 4 . NACHWEIS 4.1 . Reagenzien Alle Reagenzien müssen analysenrein sein . 4.1.1 . Natriumhydroxidlösung 0,5 N . 4.1.2 . Folinreagenz 0,1 g 1,2-Naphthochinon-4-Sulfonsäure-Natriumsalz in Wasser lösen und auf 100 ml auffuellen . 4.2 . Verfahren Zu 1 ml der Probe werden 10 ml von 4.1.1 und 1 ml von 4.1.2 hinzugefügt . Eine violette Färbung zeigt die Anwesenheit von Nitromethan an . 5 . QUANTITATIVE BESTIMMUNG 5.1 . Reagenzien Alle Reagenzien müssen analysenrein sein .
5.1.1 . Chloroform ( interner Standard 1 ) . 5.1.2 . 2,4-Dimethylheptan ( interner Standard 2 ) . 5.1.3 . Ethanol 95 % . 5.1.4 . Nitromethan . 5.1.5 . Chloroform-Referenzlösung Etwa 650 mg Chloroform ( 5.1.1 ) in einen zuvor gewogenen 25-ml-Meßkolben einfuellen . Kolben und Inhalt genau wiegen . Mit 95 %igem Ethanol ( 5.1.3 ) auf 25 ml auffuellen . Wiegen und den prozentualen Gewichtsanteil von Chloroform in dieser Lösung berechnen . 5.1.6 . Dimethylheptan-Referenzlösung Auf gleiche Weise wie die Chloroform-Referenzlösung zubereiten , aber in den 25-ml-Meßkolben 270 mg 2,4-Dimethylheptan ( 5.1.2 ) einwiegen .
5.2 . Geräte 5.2.1 . Gaschromatograph mit Flammenionisationsdetektor . 5.2.2 . Gerät für die Probenahme von Aerosolen ( Aufnahmeflasche , Mikrospritze , Anschlußstücke usw . ) , wie in Abschnitt II des Anhangs der Richtlinie 80/1335/EWG der Kommission vom 22 . Dezember 1980 ( 1 ) beschrieben . 5.2.3 . Übliche Laborgeräte . 5.3 . Verfahren 5.3.1 . Vorbereitung der Probe In eine gewogene 100-ml-Aufnahmeflasche , die entsprechend dem in Punkt 5.4 des Abschnitts II der oben angegebenen Richtlinie beschriebenen Verfahren vorbereitet wurde , etwa 5 ml des internen Standards 5.1.5 oder 5.1.6 einfuellen .
Eine 10 - oder 20-ml-Glasspritze ohne Nadel verwenden , die an das Anschlußstück entsprechend der in Punkt 5 des Abschnitts II der oben angegebenen Richtlinie beschriebenen Technik angepasst wurde . Erneut wiegen , um die hinzugegebene Menge zu bestimmen . Nach der gleichen Technik in die gleiche Flasche etwa 50 g des Inhalts der Aerosolbehälterprobe umfuellen . Erneut wiegen , um die Menge der umgefuellten Probe zu bestimmen . Gut mischen . Etwa 10 ml mit der speziellen Mikrospritze ( 5.2.2 ) einspritzen . Fünf Einspritzungen vornehmen . 5.3.2 . Vorbereitung der Standardlösung In einen 50-ml-Meßkolben etwa 500 mg Nitromethan ( 5.1.4 ) und entweder 500 mg Chloroform ( 5.1.1 ) oder 210 mg 2,4-Dimethylheptan ( 5.1.2 ) genau einwiegen und mit 95 %igem Ethanol ( 5.1.3 ) auffuellen .
Gut mischen . 5 ml dieser Lösung werden in einen 20-ml-Meßkolben eingefuellt . Mit 95 %igem Ethanol ( 5.1.3 ) auffuellen . Etwa 10 ml mit der speziellen Mikrospritze ( 5.2.2 ) einspritzen . Fünf Einspritzungen vornehmen . 5.3.3 . Gaschromatographische Bedingungen 5.3.3.1 . Säule Sie besteht aus zwei Teilen , der erste enthält Didecylphthalat auf Gas Chrom Q als stationäre Phase , der zweite Teil Ucon 50 HB 280 X auf Gas Chrom Q als stationäre Phase . Die so hergestellte Säule muß eine Auflösung R ergeben , die gleich oder besser als 1,5 ist , wobei bedeuten : R = 2 ( d'r2 - d'r1 ) / ( W1 + W2 ) r1 und r2 :
Retentionszeit in Minuten , W1 und W2 : Peakbreiten in halber Höhe in mm , d' : Papiervorschub in mm/min . Als Beispiel ergeben die folgenden zwei Säulenteile die erforderliche Auflösung : Teil A : Material : rostfreier Stahl . Länge : 1,5 m . Durchmesser : 3 mm . Packung : 20 % Didecylphthalat auf Gas Chrom Q , 100-120 mesh . Teil B : Material : rostfreier Stahl . Länge : 1,5 m . Durchmesser : 3 mm . Packung : 20 % Ucon 50 HB 280 X , auf Gas Chrom Q , 100-120 mesh . 5.3.3.2 . Detektor Die geeignete Empfindlichkeit des Elektrometers des Flammenionisationsdetektors ist 8 mal 10 -10 A . 5.3.3.3 .
Temperaturbedingungen Folgende Bedingungen haben sich als geeignet erwiesen : Injektor : 150 * C . Detektor : 150 * C . Säule : zwischen 50 * C und 80 * C , je nach Art der Säule und des Gerätes . 5.3.3.4 . Gase Trägergas : Stickstoff . Druck : 2,1 bar . Durchfluß : 40 ml/min . Detektor : die zu verwendenden Gase entsprechend den Angaben des Herstellers . 6 . BERECHNUNGEN 6.1 . Responsefaktor von Nitromethan , berechnet unter Zugrundelegrung des verwendeten internen Standards Dabei ist : n : Nitromethan , k n : Responsefaktor , m' n : Masse in g in der Mischung , S' n : Peakfläche , c : interner Standard , Chloroform oder 2,4-Dimethylheptan , m' c :
Masse in g in der Mischung , S' c : Peakfläche . Daraus folgt : k n = m' n/m' c mal S' c/S' n Dabei ist k n eine Funktion des Gerätes . 6.2 . Konzentration von Nitromethan in der Probe : n : Nitromethan , k n : Responsefaktor , S n : Peakfläche , c : interner Standard , Chloroform oder 2,4-Dimethylheptan , m c : Masse in g in der Mischung , S c : Peakfläche , M : Masse in g des umgefuellten Aerosols . Daraus folgt : der Anteil in % m/m Nitromethan in der Probe ist : m c/M mal k n mal S n/S c mal 100 7 . WIEDERHOLBARKEIT ( 2 ) Bei einem Nitromethangehalt von 0,3 % ( m/m ) darf der Unterschied zwischen den Ergebnissen zweier parallel ausgeführten Bestimmungen an der gleichen Probe 0,03 % nicht überschreiten .
NACHWEIS UND QUANTITATIVE BESTIMMUNG VON THIOGLYKOLSÄURE IN DAUERWELLENPRÄPARATEN , HAARENTKRÄUSELUNGSMITTELN UND ENTHAARUNGSMITTELN 1 . ANWENDUNGSBEREICH Die Methode beschreibt den Nachweis und die quantitative Bestimmung von Thioglykolsäure in Dauerwellenpräparaten , Haarentkräuselungsmitteln und Enthaarungsmitteln in Gegenwart anderer , eventuell vorhandener Reduktionsmittel . 2 . DEFINITION Der nach dieser Methode bestimmte Gehalt der Probe an Thioglykolsäure wird in Massenprozent Thioglykolsäure angegeben . 3 . PRINZIP Thioglykolsäure wird entweder durch Farbreaktionen oder durch Dünnschichtchromatographie nachgewiesen .
Ihre quantitative Bestimmung erfolgt entweder durch Jodometrie oder Gaschromatographie . 4 . NACHWEIS 4.1 . Nachweis durch Farbreaktion 4.1.1 . Reagenzien Alle Reagenzien müssen analysenrein sein . 4.1.1.1 . Bleidi(acetat)-Papier . 4.1.1.2 . Salzsäure ( 1 vol HCl konzentriert + 1 vol H2O ) . 4.1.2 . Verfahren 4.1.2.1 . Nachweis der Thioglykolsäure durch Farbreaktion mit Bleidi(acetat ) : Bringe einen Tropfen der zu untersuchenden Probe auf Bleidi(acetat)-Papier ( 4.1.1.1 ) . Erscheint eine intensive Gelbfärbung , liegt wahrscheinlich Thioglykolsäure vor . Empfindlichkeit : 0,5 % . 4.1.2.2 .
Nachweis anorganischer Sulfide durch Bildung von H2S nach Ansäuern : Bringe einige mg der zu untersuchenden Probe in ein Reagenzglas . Füge 2 ml Wasser und 1 ml Salzsäure ( 4.1.1.2 ) hinzu . Es entwickelt sich H2S , erkennbar an seinem Geruch und der Bildung eines schwarzen Niederschlags von PbS auf dem Bleiacetat-Papier . Empfindlichkeit : 50 ppm . 4.1.2.3 . Nachweis von Sulfiten durch Bildung von SO2 nach Ansäuern : Verfahre wie in Abschnitt 4.1.2.2 . Bringe zum Kochen . SO2 ist erkennbar an seinem Geruch und seinem Reduktionsvermögen z.B . gegenüber MnO4 - . 4.2 . Nachweis durch Dünnschichtchromatographie 4.2.1 .
Reagenzien Alle Reagenzien müssen , wenn nicht anders angegeben , analysenrein sein . 4.2.1.1 . Thioglykolsäure mindestens 98 % ( Reinheit jodometrisch bestimmt ) . 4.2.1.2 . Dithioglykolsäure mindestens 99 % . 4.2.1.3 . Thiomilchsäure mindestens 95 % . 4.2.1.4 . 3-Mercaptopropionsäure mindestens 98 % . 4.2.1.5 . Thioglycerin ( 3-Mercaptopropan-1,2-diol ) mindestens 98 % . 4.2.1.6 . DC-Fertigplatten Kieselgel , Schichtdicke 0,25 mm . 4.2.1.7 . DC-Fertigplatten Aluminiumoxid , Schichtdicke 0,25 mm ( z.B . Merck F 254 E oder gleichwertige ) . 4.2.1.8 . HCl konzentriert ( d ( 20,4 ) = 1,19 ) .
4.2.1.9 . Ethylacetat . 4.2.1.10 . Chloroform . 4.2.1.11 . Diisopropylether . 4.2.1.12 . Tetrachlorkohlenstoff . 4.2.1.13 . Eisessig . 4.2.1.14 . Kaliumjodid 1 % ( m/v ) in Wasser . 4.2.1.15 . Platintetrachlorid 0,1 % ( m/v ) in Wasser . 4.2.1.16 . Laufmittel : 4.2.1.16.1 . Ethylacetat-Chloroform-Diisopropylether -Eisessig ( 20 : 20 : 10 : 10 ) ( v/v/v/v ) . 4.2.1.16.2 . Chloroform-Eisessig ( 90 : 20 ) ( v/v ) . 4.2.1.17 . Sprühmittel : 4.2.1.17.1 . Mische unmittelbar vor Gebrauch gleiche Volumen von Lösung 4.2.1.14 und 4.2.1.15 . 4.2.1.17.2 . Bromlösung 5 % ( m/v ) . Löse 5 g Brom in 100 ml Tetrachlorkohlenstoff ( 4.2.1.12 ) .
4.2.1.17.3 . Fluoreszeinlösung 0,1 % ( m/v ) . Löse 100 mg Fluoreszein in 100 ml Ethanol 95 % . 4.2.1.17.4 . Hexaammoniumheptamolybdat 10 % ( m/v ) in Wasser . 4.2.1.18 . Referenzlösungen : 4.2.1.18.1 . Thioglykolsäure 0,4 % ( m/v ) in Wasser . 4.2.1.18.2 . Dithioglykolsäure 0,4 % ( m/v ) in Wasser . 4.2.1.18.3 . Thiomilchsäure 0,4 % ( m/v ) in Wasser . 4.2.1.18.4 . 3-Mercaptopropionsäure 0,4 % ( m/v ) in Wasser . 4.2.1.18.5 . Thioglycerin 0,4 % ( m/v ) in Wasser . 4.2.2 . Geräte Übliche Geräte für die Dünnschichtchromatographie . 4.2.3 . Verfahren 4.2.3.1 . Behandlung der Proben Die Probe mit Salzsäure ( 4.2.1.8 ) ansäuern ( pH = 1 ) und , falls erforderlich , filtrieren .
In gewissen Fällen ist es ratsam , die Probe zu verdünnen . Dann wird das Ansäuern mit Salzsäure vor der Verdünnung vorgenommen . 4.2.3.2 . Entwicklung Bringe 1 ml der Probenlösung ( 4.2.3.1 ) und je 1 ml der fünf Referenzlösungen ( 4.2.1.18 ) auf die Platte . Trockne vorsichtig in einem schwachen Stickstoffstrom und entwickle mit dem Fließmittel ( 4.2.1.16.1 ) oder ( 4.2.1.16.2 ) . Trockne so rasch wie möglich unter Stickstoff zur Vermeidung der Oxidation der Thiole . 4.2.3.3 . Anfärbung Besprühe die Platte mit einem der drei Reagenzien ( 4.2.1.17.1 ) , ( 4.2.1.17.3 ) oder ( 4.2.1.17.4 ) .
Wurde die Platte mit Reagenz ( 4.2.1.17.3 ) besprüht , wird sie weiter mit Bromdampf behandelt : stelle sie in ein mit Brom ( 4.2.1.17.2 ) gesättigtes Gefäß , bis die Flecke sichtbar werden . Die Anfärbung mit dem Sprühmittel ( 4.2.1.17.4 ) ist nur dann zufriedenstellend , wenn das Trocknen der Platte 1/2 Stunde nicht überschreitet . 4.2.3.4 . Auswertung Vergleiche die Rf-Werte und die Farbe der Referenzlösungen mit denen der Probenlösung . Die hier angegebenen Rf-Mittelwerte können nur als Anhaltspunkte und nicht zum direkten Vergleich dienen . Sie sind abhängig von - dem Aktivierungszustand der DC-Platte während des Chromatographierens , - der Temperatur des Chromatographiegefässes .
Beispiele für auf einer Kieselgelschicht erhaltene Rf-Werte * Fließmittel * * 4.2.1.16.1 * 4.2.1.16.2 * Thioglykolsäure * 0,25 * 0,80 * Thiomilchsäure * 0,40 * 0,95 * Dithioglykolsäure * 0,00 * 0,35 * 3-Mercaptopropionsäure * 0,45 * 0,95 * Thioglycerin * 0,45 * 0,35 * 5 . QUANTITATIVE BESTIMMUNG (*) Die Bestimmung beginnt immer mit der Jodometrie . 5.1 . Jodometrie 5.1.1 . Prinzip Die quantitative Bestimmung erfolgt durch Oxidation der SH-Gruppe durch I2 in saurem Medium nach folgender Gleichung : 2 HOOC-CH2SH + I2 * ( HOOC-CH2-S)2 + 2 I - + 2 H+ 5.1.2 . Reagenzien Jodlösung 0,1 N . 5.1.3 .
Geräte Übliche Laborgeräte . 5.1.4 . Verfahren Wäge in einen 150 ml-Erlenmeyer-Kolben mit Stopfen , der 50 ml destilliertes Wasser enthält , etwa 0,5 bis 1 g der Probe genau ein . Füge 5 ml der Salzsäure ( 4.1.1.2 ) ( pH-Wert der Lösung etwa 0 ) hinzu und titriere mit der 0,1 N-Jodlösung ( 5.1.2 ) bis zum Auftreten einer Gelbfärbung . Es kann auch ein Indikator verwendet werden ( z.B . Stärkelösung oder Tetrachlorkohlenstoff ) . 5.1.5 . Berechnung Der Gehalt an Thioglykolsäure wird nach folgender Formel berechnet : % ( m/m ) = 92 * n * 100/1 000 * 10 * m = 0,92 n/m m : Masse in g der untersuchten Probe , n :
Volumen der verbrauchten 0,1 N-Jodlösung . 5.1.6 . Bemerkungen Liegt das für Thioglykolsäure errechnete Ergebnis um 0,1 % oder mehr unter der zulässigen Hoechstmenge , so erübrigt es sich , weitere quantitative Bestimmungen vorzunehmen . Ist das Ergebnis gleich oder höher als die zulässige Hoechstmenge und hat der qualitative Nachweis die Anwesenheit weiterer Reduktionsmittel angezeigt , so muß eine weitere quantitative Bestimmung durch Gaschromatographie durchgeführt werden . 5.2 . Gaschromatographie 5.2.1 . Prinzip Die Thioglykolsäure wird durch Fällen mit Cadmium-di(acetat)-Lösung von der Matrix getrennt .
Nach Methylierung durch Diazomethan - in situ hergestellt oder zuvor in etherischer Lösung bereitet - wird das Methylderivat der Thioglykolsäure quantitativ durch Gas-Flüssig-Chromatographie mit Methylcaprylat als interner Standard bestimmt . 5.2.2 . Reagenzien Alle Reagenzien müssen analysenrein sein . 5.2.2.1 . Thioglykolsäure 98 % . 5.2.2.2 . Salzsäure konzentriert ( d ( 20,4 ) = 1,19 ) . 5.2.2.3 . Methanol . 5.2.2.4 . Cadmiumdi(acetat ) * 2H2O , 10 % ( m/v ) in Wasser . 5.2.2.5 . Methylcaprylatlösung , 2 % ( m/v ) in Methanol . 5.2.2.6 . Acetat-Pufferlösung - pH 5 : Natriumacetat , 3 H2O :
77 g , Eisessig : 27,5 ml , mit entmineralisiertem Wasser zu 1 I auffuellen . 5.2.2.7 . Salzsäurelösung , 3 N in Methanol , frisch hergestellt . 5.2.2.8 . N-Methyl-N-Nitroso-N'-Nitroguanidin . 5.2.2.9 . Natronlauge 5 N . 5.2.2.10 . Jodlösung 0,1 N . 5.2.2.11 . Diethylether . 5.2.2.12 . Diazomethaniösung , hergestellt aus dem N-Methyl-N-Nitroso-p-Toluolsulfonamid ( Fieser , Reagents for Organic Synthesis Ed . Wiley 1967 ) . Die Lösung enthält etwa 1,5 g Diazomethan in 100 ml Ether ( 5.2.2.11 ) . Diazomethan ist ein giftiges und sehr instabiles Gas ; es ist deshalb erforderlich , alle Handhabungen unter einem starken Abzug durchzuführen und die Verwendung von Geräten mit Schliffverbindungen zu vermeiden ( es gibt spezielle für diesen Zweck bestimmte Geräte ) .
5.2.3 . Geräte 5.2.3.1 . Übliches Laborgerät . 5.2.3.2 . Gerät zur in situ-Herstellung von Diazomethan ( Anal . Chem . 45 , 1973 , 2302 ) . 5.2.3.3 . Gerät zur Herstellung von Diazomethan nach Fieser . 5.2.4 . Probenvorbereitung Wäge in ein 50 ml Zentrifugenglas die Probe genau ein , die der vermuteten Thioglykolsäuremenge von 50 bis 70 mg entspricht . Mit einigen Tropfen konzentrierter HCL ( 5.2.2.2 ) bis zum Erreichen eines pH-Wertes * 3 ansäuern . Füge hinzu : 5 ml entmineralisiertes Wasser , 10 ml Acetatpuffer ( 5.2.2.6 ) . Mit Indikatorpapier nachprüfen , daß der pH-Wert etwa 5 beträgt .
Dann : 5 ml Cadmiumdi(acetat)lösung ( 5.2.2.4 ) . 10 Minuten stehen lassen und dann mindestens 15 Minuten lang bei 4 000 g zentrifugieren . Die obenstehende Flüssigkeit abtrennen . Diese kann ( z.B . bei einer Creme ) unlösliches Fett enthalten , letzteres darf nicht mit den am Boden des Röhrchens angesammelten Cadmiummercaptid verwechselt werden . Zu dem Obenschwimmenden einige Tropfen Cadmiumdi(acetat)lösung ( 5.2.2.4 ) hinzugeben und nachprüfen , daß keine Ausfällung mehr eintritt . Wenn der vorausgegangene Nachweis ergeben hat , daß ausser Thiolen keine anderen Reduktionsmittel vorliegen , so ist im Obenschwimmenden durch Jodometrie nachzuprüfen , daß die hierin vorliegende Thiolmenge 6 bis 8 % der anfänglichen Menge nicht überschreitet .
In das den Niederschlag enthaltende Zentrifugenglas 10 ml Methanol ( 5.2.2.3 ) geben , den Niederschlag mit einem Glasstab gut umrühren und erneut mindestens 15 Minuten lang bei 4 000 g zentrifugieren . Das Obenschwimmende dekantieren und mittels Jodometrie auf die vollständige Entfernung von Thiolen prüfen . Wasche den Niederschlag ein zweites Mal nach gleichem Verfahren . Anschließend werden in das Zentrifugenglas gegeben : - 2 ml der Methylcaprylat-Lösung ( 5.2.2.5 ) , - 5 ml der methanolischen Salzsäure ( 5.2.2.7 ) . Das Mercaptid vollständig auflösen ( dabei kann eine geringe Menge der Ausfällung ungelöst zurückbleiben ) .
Dies ist Lösung S . In einem aliquoten Teil der Lösung S überprüfe jodometrisch , daß der Thiolgehalt mindestens 90 % des unter 5.1 erhaltenen beträgt . 5.2.5 . Methylierung Die Methylierung wird entweder mit in situ hergestelltem ( 5.2.5.1 ) oder mit zuvor bereiteter Diazomethanlösung ( 5.2.5.2 ) durchgeführt . 5.2.5.1 Methylierung - in situ Gib 50 ml der Lösung S in das 1 ml Ether ( 5.2.2.11 ) enthaltende Methylierungsgefäß ( 5.2.3.2 ) und methyliere nach Methode 5.2.3.2 mit etwa 300 mg N-Methyl-N-Nitroso-N'-Nitroguanidin ( 5.2.2.8 ) . Nach 15 Minuten ( die Etherlösung muß gelb sein und somit einen Überschuß an Diazomethan anzeigen ) überführe die Probenlösung in ein fest verschließbares 2 ml Gefäß .
Über Nacht im Kühlschrank aufbewahren . Methyliere zwei Proben gleichzeitig . 5.2.5.2 . Methylierung mit zuvor hergestellter Diazomethanlösung Gib in einen mit Stopfen versehenen 5 ml Kolben 1 ml Diazomethanlösung ( 5.2.2.12 ) und dann 50 ml der Lösung S . Über Nacht im Kühlschrank stehen lassen . 5.2.6 . Herstellung des Standards Stelle eine Standardlösung von Thioglykolsäure bekannten Gehalts her , die etwa 60 mg reine Thioglykolsäure in 2 ml enthält . Dies ist Lösung E . Fälle , prüfe und methyliere , wie unter 5.2.4 und 5.2.5 beschrieben . 5.2.7 Gaschromatographische Bedingungen 5.2.7.1 .
Säule : rostfreier Stahl Länge : 2 m Durchmesser : 3 mm 5.2.7.2 . Säulenfuellung : 20 % Didecylphthalat/Chromosorb WAW 80-100 mesh . 5.2.7.3 . Detektor : FID . Eine geeignete Empfindlichkeitseinstellung des Elektrometers des FID ist 8 mal 10 -10 A . 5.2.7.4 . Gase : Trägergas : Stickstoff 2,2 bar , Durchfluß 35 ml/min . Detektor : die zu verwendenden Gase entsprechend den Angaben des Herstellers 5.2.7.5 . Temperaturen : Injektor : 200 * C , Detektor : 200 * C , Säule : 90 * C . 5.2.7.6 . Schreibervorschub : 5 mm/min 5.2.7.7 . Einspritzmenge : 3 ml ; fünf Einspritzungen je Probe 5.2.7.8 .
Die Chromatographiebedingungen sind Richtwerte . Mit ihnen ist eine Auflösung R gleich oder besser als 1,5 zu erreichen . R = 2 ( d' r2 - d' r1 ) / ( W1 + W2 ) r1 und r2 : Retentionszeiten in Minuten , W1 und W2 : Peakbreite bei halber Höhe in mm , d' : Schreibervorschub in mm/min . 5.2.8 . Berechnung 5.2.8.1 . Responsefaktor der Thioglykolsäure Es bedeuten : t : Thioglykolsäure k t : ihr Proportionalitätsfaktor , m' t : ihre Masse in mg in der Mischung , S' t : ihre Peakfläche ; c : Methylcaprylat m' c : seine Masse in mg in der Mischung , S' c : seine Peakfläche k t = m' t/m' c * S' c/S' t Dieser Responsefaktor ist abhängig von der verwendeten Apparatur .
5.2.8.2 . Gehalt an Thioglykolsäure in der Probe Es bedeuten : t : Thioglykolsäure K t : ihr Proportionalitätsfaktor , S t : ihre Peakfläche ; c : Methylcaprylat m c : seine Masse ( in mg ) in der Mischung , S c : seine Peakfläche ; M : die Masse ( in mg ) der Probe % ( m/m ) Thioglykolsäure in der Probe : m c/M * k t * S t/S c * 100 6 . WIEDERHOLBARKEIT ( 2 ) Bei einem Thioglykolsäuregehalt von 8 % ( m/m ) darf die Differenz zwischen zwei an der gleichen Probe durchgeführten Parallelbestimmungen 0,8 % ( m/m ) nicht überschreiten . NACHWEIS UND QUANTITATIVE BESTIMMUNG VON HEXACHLOROPHEN A .
IDENTIFIZIERUNG 1 . ZWECK UND ANWENDUNGSBEREICH Dieses Verfahren ist für alle kosmetischen Mittel anwendbar . 2 . PRINZIP Hexachlorophen in der Probe wird mit Ethylacetat extrahiert und durch Dünnschichtchromatographie nachgewiesen . 3 . REAGENZIEN Alle Reagenzien müssen analysenrein sein . 3.1 . Schwefelsäure 4 M . 3.2 . Celite AW . 3.3 . Ethylacetat . 3.4 . Fließmittel : Benzol mit 1 % v/v Eisessig . 3.5 . Sprühmittel 1 : Rhodamin-B-Lösung : 100 mg Rhodamin B werden in einer Mischung von 150 ml Diethylether , 70 ml absolutem Ethanol und 16 ml Wasser gelöst . 3.6 . Sprühmittel 2 : 2,6-Dibrom-4-(chlorimino)cyclohexa-2,5-dienonlösung :
400 mg 2,6-Dibrom-4-(chlorimino)cyclohexa-2,5-dienon in 100 ml Methanol lösen ( täglich neu zubereiten ) Natriumkarbonatlösung : 10 g Natriumkarbonat in 100 ml entmineralisiertem Wasser lösen . 3.7 . Referenzlösung : 0,05 % m/v Lösung von Hexachlorophen in Ethylacetat ( 3.3 ) . 4 . GERÄTE 4.1 . DC-Fertigplatten Kieselgel F254 , 20 mal 20 cm . 4.2 . Übliches Gerät für Dünnschichtchromatographie . 4.3 . Auf 26 * C temperierbares Bad . 5 . VORBEREITUNG DER PROBE 5.1 . 1 g der homogenisierten Probe mit 1 g Celite AW ( 3.2 ) und 1 ml Schwefelsäure ( 3.1 ) gründlich mischen . 5.2 . Zwei Stunden lang bei 100 * C trocknen lassen .
5.3 . Abkühlen lassen und getrockneten Rückstand fein pulverisieren . 5.4 . Zweimal mit jeweils 10 ml Ethylacetat ( 3.3 ) extrahieren , nach jeder Extraktion zentrifugieren und die Ethylacetatschichten vereinigen . 5.5 . Bei 60 * C eindampfen lassen . 5.6 . Den Rückstand in 2 ml Ethylacetat lösen . 6 . VERFAHREN 6.1 . 2 ml der Probelösung ( 5.6 ) und 2 ml der Referenzlösung ( 3.7 ) auf eine DC-Platte ( 4.1 ) auftragen . 6.2 . Das auf 26 * C temperierte Chromatographiegefäß mit dem Fließmittel ( 3.4 ) sättigen . 6.3 . Die DC-Platte in das Gefäß stellen und bis zu einer Höhe von 15 cm entwickeln lassen .
6.4 . Die DC-Platte entnehmen und im Trockenschrank bei 105 * C trocknen lassen . 6.5 . Entwicklung : Hexachlorophenflecken nach 6.5.1 oder 6.5.2 sichtbar machen . 6.5.1 . Sprühmittel 1 ( 3.5 ) gleichmässig auf die Platte sprühen . Nach 30 Minuten Platte unter UV-Licht ( 254 nm ) betrachten . 6.5.2 . Sprühmittel 2 ( 3.6 ) : Die Platte gleichmässig mit der 2,6-Dibrom-4-(chlorimino)cyclohexa-2,5-dienonlösung des Sprühmittels 2 ( 3.6 ) besprühen . Anschließend mit Natriumkarbonatiösung ( 3.6 ) sprühen . Platte nach 10minütiger Trocknung bei Raumtemperatur im Tageslicht betrachten . 7 .
AUSWERTUNG DER ERGEBNISSE 7.1 . Sprühmittel 1 ( 3.5 ) : Hexachlorophen erscheint als bläulicher Fleck auf einem gelb-orange fluoreszierenden Hintergrund , es hat einen Rf-Wert von etwa 0,5 . 7.2 . Sprühmittel 2 ( 3.6 ) : Hexachlorophen erscheint als türkisfarbener Fleck auf weissem Grund mit einem Rf-Wert von etwa 0,5 . B . QUANTITATIVE BESTIMMUNG 1 . ZWECK UND ANWENDUNGSBEREICH Dieses Verfahren ist für alle kosmetischen Mittel anwendbar . 2 . DEFINITION Der nach dieser Methode bestimmte Gehalt der Probe an Hexachlorophen wird in Massenprozent ( m/m ) ausgedrückt . 3 . PRINZIP Hexachlorophen wird nach Umwandlung in das Methylderivat gaschromatographisch mit einem Elektroneneinfangdetektor bestimmt .
Bei diesem Verfahren wird ein interner Standard verwendet . 4 . REAGENZIEN Alle Reagenzien müssen analysenrein sein . 4.1 . Ethylacetat . 4.2 . N-Methyl-N-nitroso-p-toluolsulfonamid ( Diazald ) . 4.3 . Diethylether . 4.4 . Methanol . 4.5 . 2-(2-Ethoxyethoxy)ethanol ( Carbitol ) . 4.6 . Ameisensäure . 4.7 . Kaliumhydroxid - wässerige Lösung 50 % m/m , unmittelbar vor Gebrauch zubereiten . 4.8 . Hexan zur Spektroskopie . 4.9 . Bromchlorophen ( Standard Nr . 1 ) . 4.10 . 4,4',6,6'-Tetrachlor-2,2'-thiodiphenol ( Standard Nr . 2 ) . 4.11 . 2,4,4'-Trichlor-2-hydroxy-diphenylether ( Standard Nr . 3 ) .
4.12 . Aceton . 4.13 . Schwefelsäure 4 M . 4.14 . Celite AW . 4.15 . Ameisensäure-Ethylacetatlösung 10 % v/v . 4.16 . Hexachlorophen . 5 . GERÄTE 5.1 . Übliche Laborgeräte . 5.2 . Apparatur für die Herstellung von Diazomethan - Millimole Size - ( vgl . Anal . Chem . 45 , 2302 - 3 , 1973 ) . 5.3 . Gaschromatograph mit 63Ni-Elektroneneinfangdetektor . 6 . VERFAHREN 6.1 . Zubereitung von Standardlösungen Der Standard ist so zu wählen , daß er durch keinen in dem zu analysierenden Produkt enthaltenen Stoff gestört wird . Standard Nr . 1 ist normalerweise am besten geeignet . 6.1.1 . Etwa 50 mg des Standards Nr .
1 ( 4.9 ) , 2 ( 4.10 ) oder 3 ( 4.11 ) und 50 mg Hexachlorophen ( 4.16 ) genau wägen und in einen 100-ml-Meßkolben geben . Mit Ethylacetat auffuellen ( Lösung A ) . 10 ml der Lösung A mit Ethylacetat auf 100 ml verdünnen ( Lösung B ) . 6.1.2 . Etwa 50 mg des Standards Nr . 1 ( 4.9 ) , 2 ( 4.10 ) oder 3 ( 4.11 ) genau wägen und in einen 100-ml-Meßkolben geben . Mit Ethylacetat auffuellen ( Lösung C ) . 6.2 . Zubereitung der Probe ( 3 ) 1 g der homogenisierten Probe wird genau gewogen und gründlich mit 1 ml Schwefelsäure ( 4.13 ) , 15 ml Aceton ( 4.12 ) und 8 g Celite AW ( 4.14 ) gemischt .
Die Mischung wird 30 Minuten lang auf dem Dampfbad luftgetrocknet , anschließend 1 1/2 Stunden in einem Umluft-Trockenschrank getrocknet . Abkühlen , den Rückstand zu Pulver fein zerreiben und in eine Glassäule überführen . Mit Ethylacetat eluieren und 100 ml auffangen . 2 ml der internen Standardlösung ( 6.1.2 ) hinzufügen . 6.3 . Methylierung der Probe Alle Reagenzien und Geräte zwei Stunden lang auf eine Temperatur zwischen 0 * C und 4 * C kühlen . In den Aussenteil der Diazomethanapparatur ( 5.2 ) 1,2 ml der nach 6.2 erhaltenen Lösung und 0,1 ml Methanol ( 4.4 ) fuellen . Etwa 200 mg Diazald ( 4.2 ) in den mittleren Behälter fuellen , 1 ml Carbitol ( 4.5 ) und 1 ml Diethylether ( 4.3 ) hinzufügen und lösen .
Die Apparatur zusammensetzen , halb in ein Bad von 0 * C tauchen und mit einer Spritze etwa 1 ml der gekühlten Kaliumhydroxidlösung ( 4.7 ) in den zentralen Behälter einführen . Durch Bildung von Diazomethan färbt sich die Lösung gelb ; die Gelbfärbung muß beständig sein . Hält sich die gelbe Farbe nicht , so wird der Methylierungsvorgang mit weiteren 200 mg Diazald ( 4.2 ) wiederholt ( 4 ) . Nach 15 Minuten die Apparatur aus dem Bad nehmen und bei Raumtemperatur zwölf Stunden lang geschlossen stehen lassen . Dann die Apparatur öffnen , das überschüssige Diazomethan durch Hinzufügen weniger Tropfen einer 10 % v/v Lösung von Ameisensäure in Ethylacetat ( 4.15 ) entfernen und die organische Lösung in einen 25-ml-Meßkolben bringen .
Mit Hexan ( 4.8 ) auffuellen . 1,5 ml dieser Lösung in den Chromatographen einspritzen . 6.4 . Methylierung der Standardlösung Alle Reagenzien und Geräte werden zwei Stunden lang auf 0 * C bis 4 * C gekühlt . In den äusseren Teil der Diazomethanapparatur werden eingefuellt : 0,2 ml Lösung B ( 6.1.1 ) , 1,0 ml Ethylacetat ( 4.1 ) , 0,1 ml Methanol ( 4.4 ) . Den Methylierungsvorgang wie in 6.3 beschrieben fortsetzen . 1,5 ml der resultierenden Lösung in den Chromatographen einspritzen . 7 . GASCHROMATOGRAPHIEBEDINGUNGEN Die stationäre Phase muß ein Auflösungsvermögen R von mindestens 1,5 ergeben .
R = 2 ( d'r2 - d'r1 ) / ( W1 + W2 ) . wobei : r1 und r2 : Retentionszeiten in Minuten , W1 und W2 : Peakbreite bei halber Höhe in mm , d' : Schreibervorschub in mm/min . Unter den folgenden Verfahrensbedingungen kann dieses Ergebnis erzielt werden : Säule : rostfreier Stahl . Länge : 170 cm . Durchmesser : 3 mm . Säulenfuellung : 10 % OV 17 auf Chromosorb WAW 80-100 mesh . Temperaturen : Säule , Detektor , Injektor : 280 * C . Trägergas : Stickstoff , sauerstofffrei ; Druck : 2,3 bar , Durchsatz : 30 ml/min . 8 . BERECHNUNG 8.1 . Proportionalitätsköffizient von Hexachlorophen Dieser Koeffizient wird entsprechend dem gewählten Standard im Verhältnis zur Standardmischung berechnet .
Dabei ist : h : Hexachlorophen , k h : sein Proportionalitätsköffizient , m' h : seine Masse in der Standardmischung in g , A' h : seine Peakfläche , s : der gewählte Standard , m' s : seine Masse in der Standardmischung in g , A' s : seine Peakfläche ; daraus folgt : k h = m' h/m' s mal A' s/A' h 8.2 . Gehalt von Hexachlorophen in der Probe h : Hexachlorophen , k h : sein Proportionalitätsköffizient , A h : seine Peakfläche , s : der gewählte Standard , m s : seine Masse in der Mischung in g , A s : seine Peakfläche , M : Masse der Probe in g ; daraus folgt : prozentualer Massenanteil von Hexachlorophen in der Probe : m s mal k h mal A h mal 100/M mal A s 9 .
WIEDERHOLBARKEIT ( 2 ) Bei einem Hexachlorophengehalt von 0,1 % ( m/m ) darf die Differenz zwischen zwei an der gleichen Probe durchgeführten Parallelbestimmungen 0,005 % nicht überschreiten . QUANTITATIVE BESTIMMUNG DES TOSYLCHLORAMIDUM NATRICUM ( CHLORAMIN T ) 1 . ANWENDUNGSBEREICH Die Methode beschreibt die quantitative dünnschichtchromatographische Bestimmung von Tosylchloramidum natricum ( Chloramin T ) in kosmetischen Erzeugnissen . 2 . DEFINITION Der nach dieser Methode bestimmte Gehalt der Probe an Chloramin T wird in Massenprozent ( m/m ) ausgedrückt . 3 . PRINZIP Chloramin T wird durch Kochen mit Salzsäure quantitativ zu 4-Toluolsulfonamid hydrolysiert .
Das gebildete Sulfonamid wird nach dünnschichtchromatographischer Trennung photodensitometrisch bestimmt . 4 . REAGENZIEN Alle Reagenzien müssen analysenrein sein . 4.1 . Tosylchloramidum natricum ( Chloramin T ) . 4.2 . 4-Toluolsulfonamid-Vergleichslösung : 50 mg 4-Toluolsulfonamid in 100 ml Ethanol ( 4.5 ) . 4.3 . Konzentrierte Salzsäure 37 % ( m/m ) d ( 20,4 ) = 1,18 . 4.4 . Diethylether . 4.5 . Ethanol 96 % ( v/v ) . 4.6 . Fließmittel 4.6.1 . 1-Butanol/Ethanol ( 4.5 ) /Wasser 40 : 4 : 9 ( v/v/v ) oder 4.6.2 . Chloroform/Aceton 6 : 4 ( v/v ) . 4.7 . DC-Fertigplatten , Kieselgel 60 ohne Fluoreszenzindikator .
4.8 . Kaliumpermanganat . 4.9 . Salzsäure 15 % ( m/m ) . 4.10 . Sprühreagenz : 1 %ige Lösung ( m/v ) von 2-Toluidin in Ethanol ( 4.5 ) . 5 . GERÄTE 5.1 . Übliches Laborgerät . 5.2 . Ausrüstung für die Dünnschichtchromatographie . 5.3 . Photodensitometer . 6 . VERFAHREN 6.1 . Hydrolyse In einen 50-ml-Kolben werden etwa 1 g der Probe ( m ) genau eingewogen , 5 ml Wasser und 5 ml Salzsäure ( 4.3 ) zugesetzt und 1 Stunde unter Rückfluß gekocht . Die noch warme Suspension wird sofort mit Wasser in einen 50-ml-Meßkolben überführt . Nach dem Abkühlen wird mit Wasser bis zur Marke aufgefuellt .
Anschließend wird mindestens fünf Minuten bei 3 000 U/min zentrifugiert und die überstehende Flüssigkeit filtriert . 6.2 . Extraktion 6.2.1 . 30,0 ml des Filtrats werden entnommen und dreimal mit je 15 ml Diethylether ( 4.4 ) extrahiert . Die Etherextrakte werden in einem 50-ml-Meßkolben gesammelt und mit Diethylether ( 4.4 ) aufgefuellt . ( Falls erforderlich wird der Etherextrakt getrocknet ) . 6.2.2 . 25,0 ml des Etherextraktes werden unter Stickstoff zur Trockene eingeengt . Der Rückstand wird mit 1,00 ml Ethanol ( 4.5 ) wieder aufgenommen . 6.3 . Dünnschichtchromatographie 6.3.1 . 20 ml des in Ethanol ( 4.5 ) gelösten Rückstandes werden punktförmig auf eine Dünnschichtplatte ( 4.7 ) aufgetragen .
Ebenso werden 8 , 12 , 16 und 20 ml der 4-Toluolsulfonamid-Vergleichslösung ( 4.2 ) aufgetragen . 6.3.2 . Die Platte wird bis zu einer Höhe von 15 cm im Fließmittel ( 4.6.1 oder 4.6.2 ) entwickelt . 6.3.3 . Nach vollständiger Verdunstung des Fließmittels bringt man die Platte für zwei bis drei Minuten in eine Chlordampfatmosphäre , die man durch Aufgießen von ca . 100 ml Salzsäure ( 4.9 ) auf ca . 2 g Kaliumpermanganat ( 4.8 ) in einen geschlossenen Gefäß erhält . Der Chlorüberschuß wird entfernt , indem man die Platte mindestens fünf Minuten auf 100 * C erwärmt . Anschließend wird die Platte mit dem Sprühreagenz ( 4.10 ) besprüht .
6.4 . Messung Nach etwa 1 Stunde wird die Intensität der Färbung photodensitometrisch bei 525 nm bestimmt . 6.5 . Erstellung der Eichgeraden Die für die vier 4-Toluolsulfonamidflecken ermittelten Peakhöhenwerte werden graphisch gegen die entsprechenden 4-Toluolsulfonamidmengen ( d.h . 4 , 6 , 8 , 10 mg 4-Toluolsulfonamid pro Fleck ) aufgetragen . 7 . ANMERKUNG Die Hydrolyse kann kontrolliert werden , indem man 0,1 - und 0,2 %ige Lösungen ( m/v ) von Chloramin T ( 4.1 ) wie unter Ziffer 6 behandelt . 8 . BERECHNUNG Der in Massenprozent ausgedrückte Gehalt der Probe an Chloramin T wird nach folgender Formel berechnet : % ( m/m ) Tosylchloramidum natricum = 1,33 mal a/60 mal m dabei sind :
1,33 : Umrechnungsfaktor 4-Toluolsulfonamid/Chloramin T , a : aus der Eichgeraden abgelesene Menge 4-Toluolsulfonamid der Probe in mg , m : Masse der Probe in g . 9 . WIEDERHOLBARKEIT ( 2 ) Bei einem Gehalt an Chloramin T von 0,2 % ( m/m ) dürfen die Ergebnisse von zwei mit der gleichen Probe parallel durchgeführten Bestimmungen höchstens um einen absoluten Wert von 0,03 % voneinander abweichen . QUANTITATIVE BESTIMMUNG DES GESAMTFLUORIDS IN ZAHNPASTEN 1 . ANWENDUNGSBEREICH Dieses Verfahren dient der Bestimmung des Gesamtfluoridgehalts in Zahnpasten . Es eignet sich für Gehalte bis zu 0,25 % .
2 . DEFINITION Der nach dieser Methode bestimmte Gehalt der Probe an Fluorid wird in Massenprozent ausgedrückt . 3 . PRINZIP Die Bestimmung erfolgt gaschromatographisch . Das Fluorid wird durch direkte Reaktion mit Triethylchlorsilan ( TECS ) in saurer Lösung zu Triethylfluorsilan ( TEFS ) umgewandelt und gleichzeitig mit Xylol , das Cyclohexan als inneren Standard enthält , extrahiert . 4 . REAGENZIEN Alle Reagenzien müssen analysenrein sein . 4.1 . Natriumfluorid , bei 120 * C bis zur Gewichtskonstanz getrocknet . 4.2 . Wasser , doppelt destilliert oder von vergleichbarer Qualität . 4.3 .
Konzentrierte Salzsäure d ( 20,4 ) = 1,19 . 4.4 . Cyclohexan ( CH ) . 4.5 . Xylol , das im Chromatrogramm vor dem Lösungsmittelpeak keine Peaks enthält , wenn man unter den gleichen Bedingungen wie bei der Probe chromatographiert . Falls erforderlich , durch Destillation reinigen ( 5.8 ) . 4.6 . Triethylchlorsilan ( TECS Merck oder gleichwertiges Erzeugnis ) . 4.7 . Fluorid-Standardlösungen 4.7.1 . Stammlösung : 0,250 mg F-/ml . 138,1 mg Natriumfluorid ( 4.1 ) genau einwägen und in Wasser ( 4.2 ) lösen . Lösung quantitativ in einen 250-ml-Meßkolben ( 5.5 ) geben , bis zur Marke mit Wasser ( 4.2 ) auffuellen und mischen .
4.7.2 . Verdünnte Stammlösung : 0,050 mg F-/ml . Mit der Pipette 20,0 ml Stammlösung ( 4.7.1 ) in einen 100-ml-Meßkolben ( 5.5 ) geben , bis zur Marke auffuellen und mischen . 4.8 . Interner Standard 1,0 ml Cyclohexan ( 4.4 ) und 5,0 ml Xylol ( 4.5 ) mischen . 4.9 . Triethylchlorsilan/Interne Standard-Lösung Mit einer Pipette ( 5.7 ) 0,6 ml TECS ( 4.6 ) und 0,12 ml des Internen Standards ( 4.8 ) in einen 10-ml-Meßkolben geben . Mit Xylol ( 4.5 ) zur Marke auffuellen und mischen . Täglich frisch zubereiten . 4.10 . Perchlorsäure 70 % ( m/v ) . 4.11 . Perchlorsäure 20 % ( m/v ) in Wasser ( 4.2 ) .
5 . GERÄTE 5.1 . Übliches Laborgerät . 5.2 . Gaschromatograph mit Flammenionisationsdetektor . 5.3 . Vortex-Homogenisator oder gleichwertiges Gerät . 5.4 . Schüttelmaschine für Reagenzgläser oder gleichwertiges Gerät . 5.5 . Meßkolben aus Polypropylen , 100 und 250 ml . 5.6 . Zentrifugengläser aus Glas , 20 ml mit Schraubverschluß und Tefloneinlage oder gleichwertige Gläser und Verschlüsse durch mehrstuendiges Auslaugen in Perchlorsäure ( 4.11 ) reinigen , anschließend fünfmal mit Wasser ( 4.2 ) spülen und bei 100 * C trocknen . 5.7 . Pipette mit verstellbarem Volumen zwischen 50 und 200 ml mit Wegwerfspitzen .
5.8 . Destillationsapparatur mit Schneider-Destillieraufsatz mit drei Kugeln oder vergleichbarer Vigreux-Kolonne . 6 . VERFAHREN 6.1 . Vorbereitung der Probe 6.1.1 . Eine noch nicht geöffnete Tube Zahnpasta auswählen , aufschneiden und den gesamten Inhalt entnehmen . In einen Kunststoffbehälter geben , eingehend mischen und vor Verderb geschützt aufbewahren . 6.1.2 . Genau 150 mg der Probe ( m ) in ein Zentrifugenglas ( 5.6 ) einwägen , 5 ml Wasser ( 4.2 ) hinzufügen und homogenisieren . 6.1.3 . 1,0 ml Xylol ( 4.5 ) hinzugeben . 6.1.4 . Tropfenweise 5 ml Salzsäure ( 4.3 ) hinzufügen und homogenisieren ( 5.3 ) .
6.1.5 . Mit einer Pipette 0,5 ml Triethylchlorsilan/Interne Standardlösung ( 4.9 ) in das Zentrifugenglas ( 5.6 ) geben . 6.1.6 . Das Glas mit dem Schraubverschluß ( 5.6 ) verschließen und 45 Minuten lang mit 150 Erschütterungen pro Minute gründlich schütteln ( 5.4 ) . 6.1.7 . Zehn Minuten mit der Geschwindigkeit zentrifugieren , die erforderlich ist , um eine gute Phasentrennung zu erhalten . Das Glas öffnen , die organische Schicht entnehmen und 3 ml der organischen Phase in die Säule des Gaschromatographen ( 5.2 ) injizieren . Anmerkung : Nach etwa 20 Minuten sind alle Komponenten von der GC-Säule eluiert .
6.1.8 . Einspritzung wiederholen , das durchschnittliche Verhältnis der Peakfläche ATEFS/ACH berechnen und die entsprechende Menge Fluorid in mg ( m1 ) aus der Eichgeraden ( 6.3 ) ablesen . 6.1.9 . Gesamtfluoridgehalt der Probe in Massenprozent nach 7 berechnen . 6.2 . Chromatographiebedingungen 6.2.1 . Säule : Edelstahl . Länge : 180 cm . Durchmesser : 3 mm . Füllung : Gaschrom Q 80-100 mesh . Stationäre Phase : Siliconöl DC 200 ( oder vergleichbares ) : 20 % . Die Säule wird jeweils über Nacht mit 25 ml Stickstoff/Minute bei 100 * C konditioniert . Nach jeder vierten oder fünften Einspritzung muß die Säule 30 Minuten bei 100 * C ausgeheizt werden .
Temperaturen : Säule : 70 * C . Injektor : 150 * C . Detektor : 250 * C . Trägergas : 35 ml Stickstoff/Minute . 6.3 . Erstellung der Eichgeraden 6.3.1 . Mit einer Pipette werden 0 , 1 , 2 , 3 , 4 und 5 ml der verdünnten Fluorid-Stammlösung ( 4.7.2 ) in sechs verschiedene Zentrifugengläser ( 5.6 ) gegeben . Das Volumen wird mit Wasser ( 4.2 ) jeweils auf 5,0 ml ergänzt . 6.3.2 . Es wird unter 6.1.3 bis 6.1.6 verfahren . 6.3.3 . 3 ml der organischen Phase werden in die Säule des Gaschromatographen ( 5.2 ) injiziert . 6.3.4 . Einspritzung wiederholen und das durchschnittliche Verhältnis der Peakflächen ATEFS/ACH berechnen .
6.3.5 . Es wird eine Eichgerade erstellt aus der jeweiligen Konzentration des Fluorids ( mg ) der Standardlösung ( 6.3.1 ) und den dazugehörigen nach 6.3.4 berechneten Verhälnissen der Peakflächen ATEFS/ACH . Die Punkte auf dem Diagramm werden durch die geeignetste Gerade verbunden , die durch Regressionsanalyse zu ermitteln ist . 7 . BERECHNUNG Der in Massenprozent ausgedrückte Gehalt der Probe an Gesamtfluorid wird nach folgender Formel berechnet : % ( m/m ) Fluorid m1/m mal 100 m : Masse der Probe in mg ( 6.1.2 ) , m1 : aus der Eichgeraden abgelesene Menge Fluorid der Probe in mg ( 6.1.8 ) .
8 . WIEDERHOLBARKEIT ( 2 ) Bei einem Fluoridgehalt von 0,15 % ( m/m ) dürfen die Ergebnisse von zwei mit der gleichen Probe parallel durchgeführten Bestimmungen höchstens um einen absoluten Wert von 0,012 % voneinander abweichen . NACHWEIS UND QUANTITATIVE BESTIMMUNG VON QUECKSILBERORGANISCHEN VERBINDUNGEN ANWENDUNGSBEREICH Die nachstehend beschriebene Methode kann zum Nachweis und zur quantitativen Bestimmung von quecksilberorganischen Verbindungen angewandt werden , die als Konservierungsmittel in kosmetischen Erzeugnissen für die Augen verwendet werden . Sie gilt für Thiomersal ( INN ) ( Natrium-2-(ethylmercuriothio)benzoat ) sowie für Phenylquecksilber und seine Salze ( einschließlich Borat ) .
A . NACHWEIS 1 . PRINZIP Quecksilberorganische Verbindungen bilden Dithizonat-Komplexe . Nach Extraktion der Dithizonate mit Kohlenstofftetrachlorid wird ein Dünnschichtchromatogramm erstellt . Die Dithizonate zeigen sich auf dem Chromatogramm als orangefarbene Flecke . 2 . REAGENZIEN Alle Reagenzien müssen analysenrein sein . 2.1 . Schwefelsäure 25 % ( v/v ) . 2.2 . 1,5-Diphenyl-3-thiocarbazon ( Dithizon ) : 0,8 mg in 100 ml Kohlenstofftetrachlorid ( 2.4 ) . 2.3 . Stickstoff . 2.4 . Kohlenstofftetrachlorid . 2.5 . Fließmittel : Hexan/Aceton 90 : 10 ( v/v ) . 2.6 . Standardlösungen ( 0,001 % in Wasser ) : - Natrium-2-(ethylmercuriothio)benzoat , - Ethylquecksilberchlorid oder Methylquecksilberchlorid , - Phenylquecksilbernitrat oder Phenylquecksilberacetat , - Quecksilberdichlorid oder Quecksilberdi(acetat ) .
2.7 . DC-Fertigplatten , Kieselgel 60 ( z . B . Merck 5721 oder gleichwertige ) . 2.8 . Natriumchlorid . 3 . GERÄTE 3.1 . Übliches Laborgerät . 3.2 . Ausrüstung für die Dünnschichtchromatographie . 3.3 . Phasentrennungsfilter . 4 . VERFAHREN 4.1 . Extraktion 4.1.1 . 1 g Probe und 20 ml destilliertes Wasser werden in einem Zentrifugenglas vermischt . Die Dispersion wird im Wasserbad auf 60 * C erwärmt . Nach Zugabe von 4 g Natriumchlorid ( 2.8 ) wird geschüttelt und abgekühlt . 4.1.2 . Mindestens 20 Minuten bei 4 500 U/min zentrifugieren , um den grössten Teil der festen Phase abzutrennen ; in einem Scheidetrichter filtrieren und 0,25 ml Schwefelsäure ( 2.1 ) hinzufügen .
4.1.3 . Mehrmals mit 2 bis 3 ml Dithizonlösung ( 2.2 ) extrahieren , bis die letzte organische Phase grün bleibt . 4.1.4 . Die organischen Phasen durch ein Phasentrennungsfilter ( 3.3 ) filtrieren . 4.1.5 . Unter Stickstoff ( 2.3 ) bis zur Trockene einengen . 4.1.6 . In 0,5 ml Kohlenstofftetrachlorid ( 2.4 ) aufnehmen und 50 ml dieser Lösung sofort auf eine Dünnschichtplatte ( 2.7 ) auftragen ( 4.2.1 ) . 4.2 . Trennung und Bestimmung 4.2.1 . Gleichzeitig 10 ml der Standardlösungen ( 2.6 ) wie unter 4.1 behandeln und 50 ml dieser Lösungen ( 4.1.6 ) auf dieselbe Dünnschichtplatte auftragen .
4.2.2 . Die Platte bis zu einer Höhe von 15 cm im Fließmittel ( 2.5 ) entwickeln . Die quecksilberorganischen Verbindungen erscheinen in Form von Farbflecken , deren Färbung stabil ist , sofern die Platte sofort nach Verdunstung des Fließmittels mit einer Glasplatte abgedeckt wird . Folgende Rf-Werte wurden erhalten : * Rf-Wert * Farbe * Thiomersal * 0,33 * Orange * Ethylquecksilberchlorid * 0,29 * Orange * Methylquecksilberchlorid * 0,29 * Orange * Phenylquecksilber und seine Salze * 0,21 * Orange * Quecksilberdichlorid * 0,10 * Orange * Quecksilberdi(acetat ) * 0,10 * Orange * 1,5-Diphenyl-3-thiocarbazon * 0,09 * rosa * B .
QUANTITATIVE BESTIMMUNG 1 . DEFINITION Der nach dieser Methode bestimmte Gehalt der Probe an quecksilberorganischen Verbindungen wird in Massenprozent ( m/m ) Quecksilber ausgedrückt . 2 . PRINZIP Diese Methode beschreibt die quantitative Bestimmung des Quecksilbers nach Mineralisierung . Es ist daher notwendig , vorher sicherzustellen , daß kein mineralisches Quecksilber in der Probe ist . Das freigesetzte Quecksilber wird durch flammenlose Atomabsorption bestimmt . 3 . REAGENZIEN Alle Reagenzien müssen analysenrein sein . 3.1 . Konzentrierte Salpetersäure ( d ( 20,4 ) = 1,41 ) . 3.2 . Konzentrierte Schwefelsäure ( d ( 20,4 ) = 1,84 ) .
3.3 . Zweifachdestilliertes Wasser . 3.4 . Kaliumpermanganat : Lösung 7 % ( m/v ) . 3.5 . Hydroxylammoniumchlorid : Lösung 1,5 % ( m/v ) . 3.6 . Dikaliumperoxodisulfat : Lösung 5 % ( m/v ) . 3.7 . Zinndichlorid : Lösung 10 % ( m/v ) . 3.8 . Konzentrierte Salzsäure ( d ( 20,4 ) = 1,18 ) . 3.9 . Mit 1 %igem Palladiumdichlorid ( m/m ) imprägnierte Glaswolle . 4 . GERÄTE 4.1 . Übliche Laborgeräte . 4.2 . Gerät für die Bestimmung von Quecksilber mit flammenloser Atomabsorption ( Kaltverdampfungsverfahren ) einschließlich der hierfür erforderlichen Gläser ; Mindestlänge der Meßzelle :
10 cm . 5 . VERFAHREN Es sind alle für die Quecksilber-Spurenanalyse üblichen Vorsicherungsmaßnahmen zu ergreifen . 5.1 . Mineralisierung 5.1.1 . Etwa 150 mg Probe in einen luftdicht verschließbaren Kolben genau einwägen ( m ) . 10 ml Salpetersäure ( 3.1 ) hinzufügen , drei Stunden im Wasserbad auf 55 * C erwärmen und regelmässig schütteln . Parallel dazu einen Blindversuch durchführen . 5.1.2 . Nach Abkühlung 10 ml Schwefelsäure ( 3.2 ) hinzufügen und nochmals 30 Minuten in das Wasserbad ( 55 * C ) stellen . 5.1.3 . Den Kolben in ein Eisbad stellen und vorsichtig 20 ml Wasser ( 3.3 ) hinzugeben .
5.1.4 . Portionsweise fügt man 2 ml Kaliumpermanganatlösung ( 3.4 ) hinzu , bis die Lösung gefärbt bleibt und stellt den Kolben nochmals 15 Minuten in das Wasserbad ( 55 * C ) . 5.1.5 . Nach der Zugabe von 4 ml Dikaliumperoxodisulfatlösung ( 3.6 ) weitere 30 Minuten im Wasserbad ( 55 * C ) erwärmen . 5.1.6 . Abkühlen lassen und den Inhalt des Kolbens in einen 100 ml Meßkolben geben . Den Kolben mit 5 ml Hydroxylammoniumchlorid ( 3.5 ) spülen und anschließend viermal mit 10 ml Wasser ( 3.3 ) nachspülen . Die Lösung muß farblos sein . Mit Wasser ( 3.3 ) auf 100 ml auffuellen . 5.2 . Bestimmung 5.2.1 .
10 ml der Lösung ( 5.1.6 ) entnehmen und in das Glasgefaß für die Quecksilberbestimmung mittels Kaltverdampfung ( 4.2 ) geben . Mit 100 ml Wasser ( 3.3 ) und anschließend 5 ml Schwefelsäure ( 3.2 ) sowie 5 ml Zinndichloridlösung ( 3.7 ) verdünnen . Nach jeder Stoffzugabe mischen . 30 Sekunden warten , bis alles in Ionenform vorhandene Quecksilber in metallisches Quecksilber überführt worden ist , das metallische Quecksilber mit einem Luftstrom in die Kuevette des Instruments für die flammenlose Atomabsorptionsmessung ( 4.1 ) bringen und die Messung durchführen ( n ) . n ist die gemessene Absorption .
5.2.2 . Mit Palladiumdichlorid imprägnierte Glaswolle ( 3.9 ) zwischen Quecksilberreduktionsbehälter und Meßzelle des Instrumentes ( 4.2 ) bringen und den Vorgang von 5.2.1 wiederholen . Wenn der Meßwert nicht gleich Null ist , war die Mineralisierung unvollständig und muß wiederholt werden . 6 . BERECHNUNG Der Gehalt der Probe an Quecksilber ausgedrückt in Massenprozent wird nach folgender Formel berechnet : % ( m/m ) Quecksilber = n/m n : Gehalt an Quecksilber in mg , der am Gerät abgelesen wird , m : Masse der Probe in mg . 7 . ANMERKUNG 7.1 . Um eine bessere Mineralisierung zu erreichen , kann es erforderlich sein , die Probe vorher zu verdünnen .
7.2 . Vermutet man eine Absorption des Quecksilbers durch das Substrat , ist die quantitative Bestimmung nach Standard-Addition durchzuführen . 8 . WIEDERHOLBARKEIT ( 2 ) Bei einem Gehalt an Quecksilber von 0,007 % ( m/m ) dürfen die Ergebnisse von zwei mit der gleichen Probe parallel durchgeführten Bestimmungen höchstens um einen absoluten Wert von 0,00035 % voneinander abweichen . QUANTITATIVE BESTIMMUNG DER ALKALI - UND ERDALKALISULFIDE 1 . ANWENDUNGSBEREICH Die Methode beschreibt die quantitative Bestimmung der Sulfide in kosmetischen Erzeugnissen . Die Anwesenheit von Thiolen und anderen reduzierenden Stoffen ( einschließlich Sulfit ) stört nicht .
2 . DEFINITION Der nach dieser Methode bestimmte Gehalt der Probe an Sulfiden wird in Massenprozent Schwefel ausgedrückt . 3 . PRINZIP Nach dem Ansäuern der Probe wird der entstehende Schwefelwasserstoff mit Stickstoff ausgetrieben und als Cadmiumsulfid gefällt . Dieses wird filtriert , gewaschen und mittels Jodometrie quantitativ bestimmt . 4 . REAGENZIEN Alle Reagenzien müssen analysenrein sein . 4.1 . Konzentrierte Salzsäure ( d ( 20,4 ) = 1,19 ) . 4.2 . Natriumthiosulfatlösung , 0,1 N . 4.3 . Jodlösung 0,1 N . 4.4 . Dinatriumsulfid . 4.5 . Cadmiumdi(acetat ) . 4.6 . Konzentrierter Ammoniak ( d ( 20,4 ) = 0,90 ) .
4.7 . Ammoniakalische Cadmiumacetat-Lösung : 10 g Cadmiumdi(acetat ) ( 4.5 ) und etwa 50 ml Wasser zusammengeben , so lange Ammoniak ( 4.6 ) zugeben , bis der Niederschlag wieder gelöst ist ( etwa 20 ml ) und mit Wasser auf 100 ml auffuellen . 4.8 . Stickstoff . 4.9 . Ammoniak M . 5 . GERÄTE 5.1 . Übliches Laborgerät . 5.2 . 100 ml Dreihalskolben mit Normschliffen . 5.3 . Zwei 150 ml Schlifferlenmeyerkolben mit Gaseinleitungs - und Gasauslaßrohr . 5.4 . Schnellauftrichter . 6 . VERFAHREN 6.1 . Abtrennung der Sulfide 6.1.1 . Es wird eine zuvor noch nicht geöffnete Packung verwendet . Eine genau abgewogene Menge des Produktes ( m ) , die höchstens 30 mg Sulfidionen enthalten darf , wird in einen Dreihalskolben ( 5.2 ) gegeben .
Es werden 60 ml Wasser und zwei Tropfen Antischaummittel hinzugefügt . 6.1.2 . In die beiden Erlenmeyerkolben ( 5.3 ) werden jeweils 50 ml der Lösung 4.7 gegeben . 6.1.3 . Einen Tropftrichter , das Einleitungsrohr sowie das Auslaßrohr an den Dreihalskolben ( 5.2 ) anschließen . Das Auslaßrohr und die in Reihe angeordneten Erlenmeyerkolben werden mit PVC-Schläuchen verbunden . Anmerkung : Die Apparatur muß folgendermassen auf ihre Dichtigkeit geprüft werden : Unter gleichen Versuchsbedingungen werden 10 ml einer Sulfidlösung , die aus Dinatriumsulfid ( 4.4 ) hergestellt wurde und X mg Sulfid ( jodometrisch bestimmt ) enthält , analysiert .
Y ist die Menge Sulfid in mg , die am Ende der Bestimmung ermittelt wird . Der Unterschied der beiden Mengen X und Y darf 3 % nicht überschreiten . 6.1.4 . 15 Minuten lang wird Stickstoff ( 4.8 ) mit einem Durchsatz von zwei Blasen pro Sekunde in den Dreihalskolben ( 5.2 ) eingeleitet , um die Luft auszutreiben . 6.1.5 . Der Kolben wird auf 85 mehr oder weniger 5 * C erwärmt . 6.1.6 . Nach Abstellen des Stickstoffstroms ( 4.8 ) werden 40 ml Salzsäure ( 4.1 ) zugetropft . 6.1.7 . Nachdem fast die gesamte Säure hinzugegeben wurde , wird der Stickstoffstrom ( 4.8 ) erneut angestellt . Der verbleibende Rest der Säure verhindert ein Entweichen des Schwefelwasserstoffes .
6.1.8 . Der Dreihalskolben ( 5.2 ) wird noch 30 Minuten erwärmt und anschließend abgekühlt . Der Stickstoff ( 4.8 ) wird weitere 1 1/2 Stunden durchgeleitet . 6.2 . Titration 6.2.1 . Das Cadmiumsulfid wird über den Schnellauftrichter ( 5.4 ) abfiltriert . 6.2.2 . Die Erlenmeyerkolben ( 5.3 ) werden zunächst mit Ammoniak ( 4.9 ) gespült und die Flüssigkeit auf das Filter gegeben . Dann werden die Kolben mit Wasser gespült und dieses zum Waschen des Niederschlags benutzt . 6.2.3 . Der Niederschlag wird mit weiteren 100 ml Wasser gewaschen . 6.2.4 . Das Filter wird in den ersten Erlenmeyerkolben gelegt , der zur Ausfällung diente .
Es werden 25,0 ml ( n1 ) der Jodlösung ( 4.3 ) , etwa 20 ml Salzsäure ( 4.1 ) und 50 ml Wasser hinzugefügt . 6.2.5 . Das überschüssige Jod wird mit Natriumthiosulfatlösung ( 4.2 ) bestimmt ( n2 ) . 7 . BERECHNUNG Der Sulfidgehalt der Probe wird nach folgender Formel berechnet und in Massenprozent ( m/m ) Schwefel ausgedrückt : % ( m/m ) Schwefel = 32 ( n1x1 - n2x2 ) /20 m n1 : Volumen der verwendeten Jodlösung ( 4.3 ) in ml , x1 : Normalität dieser Lösung , n2 : Volumen der Natriumthiosulfatlösung ( 4.2 ) in ml , x2 : Normalität dieser Lösung , m : Masse der Probe in g . 8 . WIEDERHOLBARKEIT ( 2 ) Bei einem Schwefelgehalt von etwa 2 % ( m/m ) darf der Unterschied zwischen den Ergebnissen zweier parallel ausgeführten Bestimmungen an der gleichen Probe 0,2 % absolut nicht überschreiten .
( 1 ) ABl . Nr . L 383 vom 31 . 12 . 1980 , S . 27 . ( 2 ) Siehe ISO-Norm 5725 . (*) Bemerkung : Die Bestimmung der Thioglykolsäure muß an einem noch nicht verwendeten Produkt aus einem frisch geöffneten Behälter zur Vermeidung von Oxidation durchgeführt werden . ( 3 ) Da Hexachlorophen in den verschiedensten Erzeugnissen vorhanden sein kann , muß zuerst die Wiederfindung von Hexachlorophen in der Probe mit diesem Verfahren ermittelt werden , bevor Ergebnisse festgehalten werden . Wird nur eine geringe Wiederfindung ermittelt , so können Änderungen , wie andere Lösungsmittel ( Benzol anstelle von Ethylacetat ) usw . mit Zustimmung der beteiligten Partner vorgenommen werden .
( 4 ) Die Fortdauer der Gelbfärbung weist auf einen Überschuß an Diazomethan hin , der für eine vollständige Methylierung der Probe notwendig ist .