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Delegierte Verordnung (EU) 2025/1143 der Kommission vom 12. Juni 2025 zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates durch technische Regulierungsstandards für die Zulassungs- und organisatorischen Anforderungen an genehmigte Veröffentlichungssysteme und genehmigte Meldemechanismen sowie die Zulassungsanforderungen für Bereitsteller konsolidierter Datenticker und zur Aufhebung der Delegierten Verordnung (EU) 2017/571 der Kommission

CELEX
32025R1143
Document type
REG_DEL
Sector
Legislation
Date of document
2025-06-12
In force since
2025-11-23
Status
In force

Text

Article-level text, parsed from the formex manifestation.

Article 1 Informationen an zuständige Behörden(Artikel 27d Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Ein Antragsteller, der nach Artikel 27d der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 eine Zulassung für den Betrieb eines APA oder ARM beantragt, legt der ESMA oder gegebenenfalls der zuständigen nationalen Behörde die in den Artikeln 2 bis 7 aufgeführten Informationen sowie Informationen im Hinblick auf sämtliche organisatorischen Anforderungen gemäß Abschnitt II dieses Kapitels vor.

2 Ein APA oder ARM unterrichtet die ESMA oder gegebenenfalls die zuständige nationale Behörde unverzüglich über jede wesentliche Änderung der zum Zeitpunkt der Zulassung oder danach übermittelten Informationen.

Article 2 Informationen zur Organisation(Artikel 27d Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Der in Artikel 27d Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 genannte Geschäftsplan umfasst Folgendes: a) Informationen zum organisatorischen Aufbau des Antragstellers, einschließlich eines Organigramms und einer Beschreibung der personellen, technischen und rechtlichen Ressourcen für seine Geschäftstätigkeiten, b) Informationen über die betrieblichen Trennungskonzepte und -verfahren zur Gewährleistung der Trennung zwischen dem APA oder ARM und jeder anderen vom Antragsteller ausgeübten Tätigkeit, c) Informationen über die Compliance-Grundsätze und -Verfahren des Antragstellers, der die Zulassung für den Betrieb eines APA oder eines ARM beantragt, einschließlich: i) des Namens der für die Genehmigung und Umsetzung dieser Strategien verantwortlichen Person oder Personen; ii) der Vorkehrungen für die Überwachung und Umsetzung der Compliance-Grundsätze und -Verfahren; iii) der Maßnahmen, die im Falle eines Verstoßes, der zur Nichteinhaltung der Bedingungen für die Erstzulassung führen könnte, zu ergreifen sind; iv) einer Beschreibung des Verfahrens für die Meldung von Verstößen, die zur Nichteinhaltung der Bedingungen für die Erstzulassung führen könnten, an die ESMA oder gegebenenfalls an die nationale zuständige Behörde; d) eine Liste sämtlicher ausgelagerter Aufgaben und Ressourcen, die für die Überwachung der ausgelagerten Aufgaben zugewiesen werden.

2 Ein Antragsteller, der nach Artikel 27d der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 die Zulassung für den Betrieb eines APA oder eines ARM beantragt, der andere Dienstleistungen als Datenbereitstellungsdienste anbietet, muss diese Dienstleistungen in dem gemäß Absatz 1 Buchstabe a vorgelegten Organigramm beschreiben.

Article 3 Informationen über die Eigentumsverhältnisse(Artikel 27d Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Ein Antragsteller, der die Zulassung für den Betrieb eines APA oder eines ARM gemäß Artikel 27d der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 beantragt, muss in seinen Antrag auf Zulassung Folgendes aufnehmen: a) eine Liste aller Personen oder Unternehmen, die direkt oder indirekt mindestens 10 % des Kapitals oder der Stimmrechte des Antragstellers halten oder deren Beteiligung einen maßgeblichen Einfluss auf den Antragsteller ermöglicht, b) eine Liste sämtlicher Unternehmen, bei denen eine unter Buchstabe a genannte Person oder Einheit mindestens 10 % des Kapitals oder der Stimmrechte hält oder einen maßgeblichen Einfluss auf diese Person oder Einheit ausübt, und c) ein Diagramm, aus dem die Eigentumsverhältnisse zwischen dem Mutterunternehmen, etwaigen Tochterunternehmen und anderen verbundenen Unternehmen oder Zweigniederlassungen hervorgehen.

2 In der in Absatz 1 Buchstabe c genannten Übersicht werden die Unternehmen mit ihrer vollständigen Bezeichnung, ihrer Rechtsstellung und ihrer Geschäftsanschrift aufgeführt.

Article 4 Informationen zur Unternehmensführung(Artikel 27d Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Ein Antragsteller, der die Zulassung für den Betrieb eines APA oder eines ARM gemäß Artikel 27d der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 beantragt, muss in seinen Antrag auf Zulassung Informationen zu den internen Strategien zur Unternehmensführung und -kontrolle sowie zu den Verfahren aufnehmen, die sein Leitungsorgan, seine Geschäftsleitung und gegebenenfalls seine Ausschüsse betreffen.

2 Die in Absatz 1 genannten Informationen umfassen: a) eine Beschreibung der Verfahren für die Auswahl, Bestellung, Leistungsbewertung und Abberufung der Geschäftsleitung und der Mitglieder des Leitungsorgans, b) eine Beschreibung der Berichtslinien und der Häufigkeit der Berichterstattung an die Geschäftsleitung und das Leitungsorgan und c) eine Beschreibung der Strategien und Verfahren für den Zugang zu Unterlagen für Mitglieder des Leitungsorgans.

Article 5 Informationen zu den Mitgliedern des Leitungsorgans(Artikel 27f Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Ein Antragsteller, der die Zulassung für den Betrieb eines APA oder eines ARM gemäß Artikel 27d der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 beantragt, muss in seinen Antrag auf Zulassung für jedes Mitglied des Leitungsorgans folgende Informationen aufnehmen: a) Namen, Geburtsdatum und -ort, persönliche nationale Identifikationsnummer oder eine entsprechende Nummer, Anschrift und Kontaktdaten, b) Position, für die das betreffende Mitglied bestellt wurde oder wird, c) Lebenslauf, der ausreichende Erfahrungen und Kenntnisse nachweist, um den übertragenen Verpflichtungen in angemessener Weise nachzukommen, d) Nachweis für das Fehlen von Vorstrafen im Zusammenhang mit Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Erbringung von Finanz- oder Datendienstleistungen, betrügerischen Handlungen oder Veruntreuungen, insbesondere durch eine amtliche Bescheinigung, oder, sofern eine solche Bescheinigung im jeweiligen Mitgliedstaat nicht ausgestellt wird, eine Selbsterklärung über den guten Leumund und die Ermächtigung der ESMA oder gegebenenfalls der zuständigen nationalen Behörde zur Einholung von Erkundigungen, ob das Mitglied in Verbindung mit Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, der Erbringung von Finanz- oder Datendienstleistungen oder wegen betrügerischer Handlungen oder Veruntreuungen strafrechtlich verurteilt wurde, e) eine Selbsterklärung über den guten Leumund und die Ermächtigung der ESMA oder gegebenenfalls der nationalen zuständigen Behörde zur Einholung von Erkundigungen, ob i) das betreffende Mitglied im Rahmen eines Disziplinarverfahrens einer Aufsichtsbehörde oder einer staatlichen Stelle mit einer nachteiligen Entscheidung belegt wurde; ii) das betreffende Mitglied in einem zivilrechtlichen Verfahren in Verbindung mit der Erbringung von Finanz- oder Datendienstleistungen oder wegen eines Fehlverhaltens oder Betrugs bei der Führung eines Geschäfts eine nachteilige gerichtliche Entscheidung erhalten hat; iii) das betreffende Mitglied dem Leitungsorgan eines Unternehmens angehört hat, das von einer Regulierungsbehörde eine nachteilige Entscheidung erhalten hat oder einer Sanktion unterworfen wurde oder dem von einer Regulierungsbehörde die Registrierung oder Zulassung entzogen wurde; iv) dem betreffenden Mitglied von einer Regulierungsbehörde das Recht auf Ausübung von Tätigkeiten, die eine Registrierung oder Zulassung erfordern, verweigert wurde; v) das betreffende Mitglied wegen Betrugs, Veruntreuung oder in Verbindung mit der Erbringung von Finanz- oder Datendienstleistungen von einer Berufsorganisation mit einer Geldstrafe belegt, suspendiert, für ungeeignet erklärt oder einer anderen Sanktion unterworfen wurde; vi) das betreffende Mitglied infolge von Fehlverhalten oder missbräuchlichen Praktiken in einem Unternehmen eines Geschäftsleitungspostens oder einer Führungsposition enthoben, entlassen oder einer anderen Position enthoben wurde; f) die Zeit, die mindestens für die Ausübung der Aufgaben des Mitglieds innerhalb des APA oder ARM aufzuwenden ist, und g) die Offenlegung aller potenziellen Interessenkonflikte, die bei der Wahrnehmung der Aufgaben bestehen oder auftreten können, sowie eine Erläuterung, wie diese geregelt werden.

2 Die in Absatz 1 genannten Informationen werden auch in die Mitteilungen nach Artikel 27f Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 in Bezug auf APA und ARM aufgenommen. Ein APA oder ARM teilt der ESMA oder gegebenenfalls seiner zuständigen nationalen Behörde elektronisch jede Änderung der Zusammensetzung seines Leitungsorgans mit, bevor diese Änderung wirksam wird. Kann eine solche Mitteilung in begründeten Fällen nicht vor Wirksamwerden der Änderungen erfolgen, ist sie innerhalb von zehn Arbeitstagen nach der Änderung nachzureichen.

3 Die in Absatz 1 genannten Informationen werden vom APA oder ARM so auf einem Datenträger gespeichert, dass sie zur künftigen Einsicht zugänglich sind und eine unveränderte Wiedergabe der gespeicherten Informationen möglich ist. Ein APA oder ARM muss diese Informationen auf dem neuesten Stand halten.

4 Ein APA oder ARM darf die in Absatz 1 Buchstaben d und e genannten Informationen nicht länger als fünf Jahre, nachdem das betreffende Mitglied seine Tätigkeit beendet hat, aufbewahren.

5 Enthält der in Absatz 1 Buchstabe d genannte Nachweis Informationen über andere als die in der genannten Bestimmung aufgeführten strafrechtlichen Verurteilungen, so stellt ein APA oder ARM sicher, dass nur Personen, die für die Beurteilung der Eignung der Mitglieder des Leitungsorgans verantwortlich sind, Zugang zu diesen Informationen haben. Diese Informationen werden getrennt von anderen Informationen über ein Mitglied des Leitungsorgans gespeichert. Der Zugriff auf diese Informationen wird aufgezeichnet. Die betreffenden Informationen werden nicht gespeichert, wenn sie Kandidaten betreffen, die nicht als Mitglied des Leitungsorgans benannt wurden.

6 Die ESMA oder gegebenenfalls die zuständige nationale Behörde darf die in Absatz 1 Buchstaben d und e genannten Informationen nicht länger als fünf Jahre, nachdem das betreffende Mitglied des Leitungsorgans seine Tätigkeit beendet hat, aufbewahren.

Article 6 Informationen über interne Kontrollen(Artikel 27d Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Ein Antragsteller, der die Zulassung für den Betrieb eines APA oder eines ARM gemäß Artikel 27d der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 beantragt, muss in seinen Antrag auf Zulassung detaillierte Informationen über sein internes Kontrollwesen aufnehmen. Dazu gehören auch Informationen über seine Funktionen für die interne Kontrolle, Compliance, das Risikomanagement und die Innenrevision.

2 Die in Absatz 1 genannten detaillierten Angaben umfassen: a) einen Überblick über die Organisation der Funktionen für die interne Kontrolle, Compliance, das Risikomanagement und die Innenrevision des Antragstellers, auch wenn der Antragsteller auf ausgelagerte Funktionen zurückgreift, b) eine Bewertung der wichtigsten Risiken, die sich aus dem Betrieb des APA oder des ARM ergeben können, c) die internen Kontrollstrategien des Antragstellers und die für deren konsistente und wirksame Umsetzung eingerichteten Verfahren, d) alle etwaigen Strategien, Verfahren und Handbücher für die Überwachung und Bewertung der Angemessenheit und Wirksamkeit der Systeme des Antragstellers, e) alle etwaigen Strategien, Verfahren und Handbücher für die Kontrolle und den Schutz der Informationsverarbeitungssysteme des Antragstellers und f) die Identität der internen Stellen, die für die Bewertung von Feststellungen, die sich aus der Durchführung der internen Kontrolle ergeben, und für die Entscheidung über deren Ergebnisse zuständig sind.

3 In Bezug auf die Funktion der Innenrevision des Antragstellers enthalten die in Absatz 1 genannten detaillierten Informationen Folgendes: a) Informationen über die Einhaltung nationaler oder internationaler professioneller Standards durch den Antragsteller, b) jegliches Regelwerk sowie die Methodik und die Verfahren der Innenrevisionsfunktion, c) eine Erläuterung, wie eine etwaige Innenrevisionsmethodik unter Berücksichtigung der Art der Geschäfte, komplexer Gegebenheiten und Risiken des Antragstellers entwickelt und angewandt wird, und d) wenn es einen internen Prüfungsausschuss gibt: i) Informationen über dessen Zusammensetzung, Kompetenzen und Zuständigkeiten; ii) sein dreijähriges Arbeitsprogramm für die Zeit ab Antragstellung, in dem auf die Art und den Umfang der Geschäfte, der komplexen Gegebenheiten und der Risiken des Antragstellers eingegangen wird.

Article 7 Informationen zur digitalen operationalen Resilienz(Artikel 27d Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Ein Antragsteller, der die Zulassung für den Betrieb eines APA oder eines ARM gemäß Artikel 27d der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 beantragt, muss in seinem Antrag auf Zulassung Nachweise für die Einhaltung der Anforderungen an die Organisation und die Fähigkeiten des IKT-Risikomanagements, die Strategie und Tests für die operationale Resilienz, die Behandlung von Vorfällen und das Management des IKT-Drittparteienrisikos gemäß der Verordnung (EU) 2022/2554 vorlegen.

2 Die in Absatz 1 genannten Informationen umfassen Unterlagen über die Vorkehrungen des Antragstellers gemäß der Verordnung (EU) 2022/2554 im Zusammenhang mit: a) dem IKT-Risikomanagement, b) der Handhabung IKT-bezogener Vorfälle, c) Tests der digitalen operationalen Resilienz und der d) der Überwachung des IKT-Drittparteienrisikos.

3 Die in Absatz 1 genannten Informationen tragen der Größe und dem Gesamtrisikoprofil sowie der Art, dem Umfang und der Komplexität der Dienstleistungen, Tätigkeiten und Geschäfte des Antragstellers Rechnung.

Article 8 Interessenkonflikte(Artikel 27g Absatz 3 und Artikel 27i Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Ein APA oder ARM trifft wirksame administrative Vorkehrungen und behält diese bei, um Interessenkonflikte mit Kunden, die mit dessen Dienstleistungen ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen möchten, oder mit sonstigen Unternehmen zu vermeiden, die Daten vom APA oder ARM erwerben. Diese Vorkehrungen umfassen Strategien und Verfahren zur Erkennung, Regelung und Offenlegung von bestehenden und potenziellen Interessenkonflikten und beinhalten: a) ein Verzeichnis von bestehenden und potenziellen Interessenkonflikten, einschließlich deren Beschreibung, Erkennung, Vermeidung, Regelung und Offenlegung, b) die Trennung von Aufgaben und Unternehmensfunktionen innerhalb des APA oder ARM, einschließlich: i) Maßnahmen zur Vermeidung oder Kontrolle des Informationsaustauschs, wenn Interessenkonflikte auftreten können; ii) der getrennten Überwachung der jeweiligen Personen, deren Hauptaufgaben Interessen betrifft, die möglicherweise den Interessen eines Kunden zuwiderlaufen; c) eine Beschreibung der Gebührenpolitik zur Bestimmung der vom APA oder ARM und von Unternehmen, zu denen der APA oder ARM enge Verbindungen hat, in Rechnung gestellten Gebühren, d) eine Beschreibung der Vergütungspolitik für die Mitglieder des Leitungsorgans und der Geschäftsleitung sowie e) die Regeln für die Annahme von Geld, Geschenken oder Vorteilen durch Mitarbeiter des APA oder ARM und sein Leitungsorgan.

2 Das Verzeichnis der Interessenkonflikte gemäß Absatz 1 Buchstabe a enthält insbesondere auch Interessenkonflikte, die sich aus Situationen ergeben, in denen der APA oder ARM: a) zum Schaden eines Kunden einen finanziellen Gewinn erzielt oder einen finanziellen Verlust vermeidet, b) ein Interesse am Ergebnis einer für einen Kunden erbrachten Dienstleistung hat, das sich vom Interesse des Kunden am Ergebnis der Dienstleistung unterscheidet, c) gegebenenfalls ein Interesse daran hat, den eigenen Interessen oder den Interessen eines anderen Kunden oder einer Gruppe von Kunden Vorrang gegenüber den Interessen eines Kunden einzuräumen, für den die Dienstleistung erbracht wird, d) für die für einen Kunden erbrachte Dienstleistung von einer anderen Person als einem Kunden neben der Provision oder den Gebühren für eine solche Dienstleistung einen Anreiz in Form von Geld, Waren oder Dienstleistungen erhält oder möglicherweise erhält.

Article 9 Organisatorische Anforderungen an die Auslagerung(Artikel 27g Absatz 3 und Artikel 27i Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Sofern ein APA oder ARM Drittdienstleister mit der Durchführung von Tätigkeiten in seinem Namen beauftragt, einschließlich Unternehmen, zu denen er enge Verbindungen hat, so stellt er sicher, dass der Drittdienstleister über die Fähigkeiten und Kapazitäten verfügt, um die Tätigkeiten zuverlässig und professionell durchzuführen. Ein APA oder ARM legt fest, welche Tätigkeiten auszulagern sind, einschließlich in welchem Umfang personelle und technische Ressourcen für die Durchführung sämtlicher dieser Tätigkeiten erforderlich sind.

2 Ein APA oder ARM, der Tätigkeiten auslagert, stellt sicher, dass die Auslagerung nicht seine Fähigkeiten oder Möglichkeiten einschränkt, Aufgaben der Geschäftsleitung oder des Leitungsorgans auszuüben.

3 Ein APA oder ARM ist weiterhin für die ausgelagerten Tätigkeiten verantwortlich und ergreift organisatorische Maßnahmen, um zu gewährleisten: a) dass er überprüft, ob der Drittdienstleister die ausgelagerten Tätigkeiten effektiv und unter Einhaltung anwendbarer Gesetze und regulatorischer Anforderungen durchführt und erkannte Mängel angemessen beseitigt; b) dass die Risiken bezüglich der ausgelagerten Tätigkeiten erkannt und in angemessener Weise regelmäßig überwacht werden; c) dass angemessene Kontrollverfahren in Bezug auf ausgelagerte Tätigkeiten vorgesehen werden, einschließlich der effektiven Überwachung der Tätigkeiten und deren Risiken innerhalb des APA oder ARM, und d) dass die Kontinuität ausgelagerter Tätigkeiten angemessen sichergestellt werden kann. Im Sinne von Buchstabe d holt der APA oder ARM Informationen zu den Notfallvorkehrungen des Drittdienstleisters ein, prüft deren Qualität und verlangt gegebenenfalls Nachbesserungen.

4 Ein APA oder ARM stellt sicher, dass der Drittdienstleister im Zusammenhang mit ausgelagerten Tätigkeiten mit der ESMA oder gegebenenfalls der zuständigen nationalen Behörde zusammenarbeitet.

5 Wenn ein APA oder ARM eine kritische oder wichtige Funktion auslagert, stellt es bzw. er der ESMA oder gegebenenfalls der zuständigen nationalen Behörde Folgendes zur Verfügung: a) genaue Angaben zum Drittdienstleister, b) organisatorische Maßnahmen im Hinblick auf eine Auslagerung und deren Risiken gemäß Absatz 3 und c) interne oder externe Berichte zu den ausgelagerten Tätigkeiten.

Article 10 Handhabung unvollständiger oder potenziell fehlerhafter Informationen durch APA(Artikel 27g Absatz 5 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 APA ergreifen und erhalten angemessene Maßnahmen aufrecht, um zu gewährleisten, dass sie Handelsmeldungen, welche sie von Wertpapierfirmen erhalten und genau veröffentlichen, ohne dabei selbst irgendwelche Fehler einzubauen oder Informationen auszulassen, und korrigieren Fehler, wenn sie solche Fehler oder Lücken selbst verursacht haben.

2 APA müssen dauerhaft und in Echtzeit die Leistung ihrer IT-Systeme überwachen, wobei gewährleistet wird, dass eingegangene Handelsmeldungen erfolgreich veröffentlicht werden.

3 APA gleichen die eingegangenen und die zu veröffentlichenden Handelsmeldungen in regelmäßigen Abständen ab, wobei sie die korrekte Veröffentlichung von Informationen sicherstellen.

4 Ein APA bestätigt der meldepflichtigen Wertpapierfirma gegenüber den Eingang einer Handelsmeldung, einschließlich der vom APA zugewiesenen Transaktionskennziffer. Ein APA muss sich im Rahmen der nachfolgenden Kommunikation mit der meldepflichtigen Firma im Zusammenhang mit einer spezifischen Handelsmeldung immer auf die Transaktionskennziffer beziehen.

5 Ein APA ergreift und erhält angemessene Systeme aufrecht, um eingehende Handelsmeldungen zu identifizieren, die unvollständig sind oder Informationen enthalten, die wahrscheinlich falsch sind. Diese Maßnahmen umfassen automatische Preis- und Volumenwarnungen, wobei Folgendes berücksichtigt wird: a) die Branche und das Segment, in dem ein Finanzinstrument gehandelt wird, b) der Liquiditätsgrad, einschließlich der Handelsvolumina in der Vergangenheit, c) angemessene Preis- und Volumenschwellenwerte, und d) sofern erforderlich, sonstige Parameter entsprechend den Eigenschaften des Finanzinstruments.

6 Wenn ein APA bestimmt, dass eine Handelsmeldung unvollständig ist oder Informationen enthält, die wahrscheinlich fehlerhaft sind, darf dieser die entsprechende Handelsmeldung nicht veröffentlichen und muss die Wertpapierfirma unterrichten, welche die betreffende Handelsmeldung vorgelegt hat.

7 In besonderen Situationen müssen APA Informationen in einer Handelsmeldung auf Verlangen des die Informationen vorlegenden Unternehmens löschen und ändern, wenn dieses Unternehmen aus technischen Gründen nicht in der Lage ist, die eigenen Informationen zu löschen oder zu ändern.

8 APA müssen nichtdiskretionäre Richtlinien zur Löschung und Änderung von Informationen in Handelsmeldungen veröffentlichen, in denen die Strafen aufgeführt werden, die APA gegen Wertpapierfirmen verhängen können, die Handelsmeldungen mit unvollständigen oder fehlerhaften Informationen vorlegen, die zur Löschung oder zur Änderung von Handelsmeldungen führen.

Article 11 Handhabung unvollständiger oder potenziell fehlerhafter Informationen durch ARM(Artikel 27i Absatz 4 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Ein ARM ergreift und erhält angemessene Systeme aufrecht, um Geschäftsmeldungen zu identifizieren, die unvollständig sind oder Informationen enthalten, die wahrscheinlich falsch sind. Ein ARM nimmt eine Prüfung der Geschäftsmeldungen vor dem Hintergrund der Anforderungen vor, die gemäß Artikel 26 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 für das Feld, das Format und den Inhalt von Feldern im Einklang mit Tabelle 1 von Anhang I der Delegierten Verordnung (EU) 2017/590 der Kommission festgelegt wurden.

2 Ein ARM ergreift und erhält angemessene Maßnahmen aufrecht, um Geschäftsmeldungen, die Fehler oder Lücken enthalten, die von diesem ARM selbst verursacht wurden, zu identifizieren und um solche Fehler oder Lücken zu korrigieren, einschließlich der Löschung oder Änderung. Ein ARM führt eine Prüfung für das Feld, das Format und den Inhalt von Feldern gemäß Tabelle 2 von Anhang I der Delegierten Verordnung (EU) 2017/590 durch.

3 Ein ARM überwacht fortlaufend und in Echtzeit die Leistung seines Systems, sodass gewährleistet ist, dass eine Geschäftsmeldung, die dieser erhalten hat, der zuständigen Behörde erfolgreich im Einklang mit Artikel 26 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 gemeldet wird.

4 Ein ARM muss auf Anforderung der ESMA oder gegebenenfalls der nationalen zuständigen Behörde oder der zuständigen Behörde, welcher der ARM Geschäftsmeldungen vorlegt, in regelmäßigen Abständen einen Abgleich zwischen den Informationen, die der ARM zum Zwecke der Meldung von Geschäften von Kunden erhält oder für Kunden generiert, und Datenproben der Informationen vornehmen, die von der zuständigen Behörde zur Verfügung gestellt werden.

5 Etwaige Korrekturen, einschließlich der Löschung oder Änderung von Geschäftsmeldungen, bei denen es sich nicht um die Korrektur von Fehlern oder Lücken durch den ARM handelt, werden ausschließlich auf Verlangen eines Kunden und pro einzelner Geschäftsmeldung vorgenommen. Wenn ein ARM eine Geschäftsmeldung auf Aufforderung eines Kunden löscht oder ändert, muss dieser dem Kunden die aktualisierte Geschäftsmeldung zur Verfügung stellen.

6 Sollte ein ARM vor der Vorlage einer Geschäftsmeldung einen Fehler oder eine Lücke identifizieren, der/die von einem Kunden verursacht wurde, darf dieser die entsprechende Geschäftsmeldung nicht einreichen und muss die Wertpapierfirma unverzüglich über die Einzelheiten des Fehlers oder der Lücke in Kenntnis setzen, damit der Kunde in der Lage ist, aktualisierte Informationen zur Verfügung zu stellen.

7 Wenn ein ARM irgendwelcher Fehler oder Lücke gewahr wird, die vom ARM selbst verursacht wurden, muss dieser unverzüglich eine korrekte und vollständige Meldung einreichen.

8 Ein ARM muss den Kunden ohne Verzögerung genau über einen Fehler oder eine Lücke in Kenntnis setzen und dem Kunden eine aktualisierte Geschäftsmeldung zukommen lassen. Darüber hinaus muss ein ARM die ESMA oder gegebenenfalls die nationale zuständige Behörde und die zuständige Behörde, welcher der ARM die Geschäftsmeldung vorgelegt hat, über den Fehler oder die Lücke in Kenntnis setzen.

9 Die Verpflichtung zur Korrektur oder Löschung von fehlerhaften Geschäftsmeldungen oder Meldungen, in denen Geschäfte ausgelassen wurden, erstreckt sich nicht auf Fehler oder Lücken, welche mehr als fünf Jahre vor dem Datum aufgetreten sind, an dem der ARM einen solchen Fehler oder eine solche Lücke bemerkt.

Article 12 Konnektivität von ARM(Artikel 27i Absatz 4 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Ein ARM muss über Richtlinien, Systeme und technische Fähigkeiten verfügen, um die technischen Spezifikationen für die Vorlage von Geschäftsmeldungen einzuhalten, die von der ESMA oder gegebenenfalls der nationalen zuständigen Behörde und von sonstigen Behörden, denen der ARM Geschäftsmeldungen zuschickt, vorgegeben wurden.

2 Ein ARM wendet angemessene Richtlinien, Systeme und technische Fähigkeiten an, um von Kunden Geschäftsmeldungen zu empfangen und die Informationen an die Kunden zurückzuschicken. Der ARM stellt dem Kunden eine Kopie der Geschäftsmeldung zur Verfügung, welche der ARM den zuständigen Behörden im Auftrag des Kunden vorgelegt hat.

Article 13 Anforderungen an die Maschinenlesbarkeit für APA(Artikel 27g Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 APA veröffentlichen Informationen gemäß Artikel 27 g Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 in maschinenlesbarer Weise.

2 Nur die Informationen, die sämtliche der folgenden Anforderungen erfüllen, dürfen als Informationen betrachtet werden, die in maschinenlesbarer Form veröffentlicht wurden: a) sie sind in einem Dateiformat abgefasst, das so strukturiert ist, dass Softwareanwendungen konkrete Daten leicht identifizieren, erkennen und extrahieren können, b) sie werden auf einer geeigneten IT-Struktur gespeichert, sodass ein automatischer Zugriff möglich ist, c) sie sind widerstandsfähig genug, um Kontinuität und Ordnungsmäßigkeit bei der Erbringung der Dienstleistungen sowie einen angemessenen Zugriff im Hinblick auf die Geschwindigkeit zu gewährleisten, und d) auf sie kann mithilfe einer kostenlosen und öffentlich verfügbaren Computer-Software zugegriffen werden und sie können dadurch gelesen, genutzt und kopiert werden. Für die Zwecke von Buchstabe a des ersten Unterabsatzes wird das Dateiformat durch freie, nicht firmeneigene und offene Standards spezifiziert. Das Dateiformat umfasst die Arten von Dateien oder Nachrichten, die Regeln zu deren Identifizierung und den Namen und den Datentyp von Feldern, die diese enthalten.

3 APA müssen: a) der Öffentlichkeit Anweisungen zur Verfügung stellen, in denen sie erklären, wie und wo auf die Daten einfach zugegriffen und diese verwendet werden können, einschließlich der Identifizierung des Dateiformats, b) etwaige Änderungen der Anweisungen gemäß Buchstabe a spätestens drei Monate vor deren Wirksamkeit veröffentlichen, es sei denn, es besteht ein dringendes und ordnungsgemäß begründetes Bedürfnis, weshalb Änderungen an den Anweisungen früher wirksam werden müssen, und c) einen Link auf die Anweisungen gemäß Buchstabe a auf der Startseite ihrer Internetpräsenz zur Verfügung stellen.

Article 14 Von APA zu veröffentlichende Angaben zu Geschäften(Artikel 27g Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

Ein APA veröffentlicht: a) bei Geschäften im Hinblick auf Aktien, Aktienzertifikate, börsengehandelte Fonds (ETF), Zertifikate und andere vergleichbare Finanzinstrumente die Angaben zu einem Geschäft gemäß Tabelle 3 von Anhang I der Delegierten Verordnung (EU) 2017/587 der Kommission und verwendet die geeigneten Kennzeichnungen gemäß Tabelle 4 von Anhang I der Delegierten Verordnung (EU) 2017/587; b) bei Geschäften im Hinblick auf Schuldverschreibungen, strukturierte Finanzprodukte, Emissionszertifikate und Derivate die Angaben zu einem Geschäft gemäß Tabelle 2 von Anhang II der Delegierten Verordnung (EU) 2017/583 der Kommission und verwendet die geeigneten Kennzeichnungen gemäß Tabelle 3 von Anhang II der Delegierten Verordnung (EU) 2017/583.

Article 15 Informationen an die ESMA(Artikel 27db Absatz 1 und Artikel 27f Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Ein Antragsteller, der die Zulassung für den Betrieb eines konsolidierten Datentickers gemäß Artikel 27db der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 beantragt, übermittelt der ESMA die in den Artikeln 16 bis 29 genannten Informationen.

2 Ein CTP unterrichtet die ESMA unverzüglich über jede wesentliche Änderung der zum Zeitpunkt der Zulassung oder danach übermittelten Informationen.

Article 16 Informationen über die Eigentumsverhältnisse(Artikel 27da Absatz 2 Buchstabe d der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Ein Antragsteller, der die Zulassung für den Betrieb eines konsolidierten Datentickers gemäß Artikel 27db der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 beantragt, muss in seinen Antrag auf Zulassung Folgendes aufnehmen: a) eine Liste aller Personen oder Unternehmen, die direkt oder indirekt mindestens 10 % des Kapitals oder der Stimmrechte des Antragstellers halten oder deren Beteiligung einen maßgeblichen Einfluss auf den Antragsteller ermöglicht, b) eine Liste sämtlicher Unternehmen, bei denen eine unter Buchstabe a genannte Person oder Einheit mindestens 10 % des Kapitals oder der Stimmrechte hält oder einen maßgeblichen Einfluss auf diese Person oder Einheit ausübt, und c) ein Diagramm, aus dem die Eigentumsverhältnisse zwischen dem Mutterunternehmen, etwaigen Tochterunternehmen und anderen verbundenen Unternehmen oder Zweigniederlassungen hervorgehen.

2 In der in Absatz 1 Buchstabe c erwähnten Übersicht werden die Unternehmen mit ihrer vollständigen Bezeichnung, ihrer Rechtsstellung und ihrer Geschäftsanschrift aufgeführt.

Article 17 Informationen zur Organisation(Artikel 27da Absatz 2 Buchstabe d der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Ein Antragsteller, der die Zulassung für den Betrieb eines konsolidierten Datentickers gemäß Artikel 27db der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 beantragt, muss in seinen Antrag auf Zulassung Folgendes zur Organisation aufnehmen: a) Informationen zum organisatorischen Aufbau des Antragstellers, einschließlich eines Organigramms und einer Beschreibung der personellen, technischen und rechtlichen Ressourcen für seine Geschäftstätigkeiten; b) Informationen über die betrieblichen Trennungskonzepte und -verfahren zur Gewährleistung der Trennung zwischen dem CTP und allen anderen vom Antragsteller ausgeübten Tätigkeiten, c) Informationen zu den Compliance-Grundsätzen und -Verfahren des CTP, einschließlich: i) des Namens der für die Genehmigung und Umsetzung dieser Strategien verantwortlichen Person oder Personen; ii) der Vorkehrungen für die Überwachung und Umsetzung der Compliance-Grundsätze und -Verfahren; iii) der Maßnahmen, die im Falle eines Verstoßes, der zur Nichteinhaltung der Bedingungen für die Erstzulassung führen könnte, zu ergreifen sind; iv) einer Beschreibung des Verfahrens für die Meldung von Verstößen, die zur Nichteinhaltung der Bedingungen für die Erstzulassung führen könnten, an die ESMA; d) eine Liste sämtlicher ausgelagerter Aufgaben und Ressourcen, die für die Überwachung der ausgelagerten Aufgaben zugewiesen werden.

2 Ein CTP, der andere Dienstleistungen als Datenbereitstellungsdienste anbietet, muss diese Dienstleistungen in dem gemäß Absatz 1 Buchstabe a vorgelegten Organigramm beschreiben.

Article 18 Informationen zur Unternehmensführung(Artikel 27da Absatz 2 Buchstabe d der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Ein Antragsteller, der die Zulassung für den Betrieb eines konsolidierten Datentickers gemäß Artikel 27db der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 beantragt, muss in seinen Antrag auf Zulassung Informationen zu den internen Strategien zur Unternehmensführung und -kontrolle sowie zu den Verfahren aufnehmen, die sein Leitungsorgan, seine Geschäftsleitung und gegebenenfalls seine Ausschüsse betreffen.

2 Die in Absatz 1 genannten Informationen umfassen: a) eine Beschreibung der Verfahren für die Auswahl, Bestellung, Leistungsbewertung und Abberufung der Geschäftsleitung und der Mitglieder des Leitungsorgans, b) eine Beschreibung der Berichtslinien und der Häufigkeit der Berichterstattung an die Geschäftsleitung und das Leitungsorgan und c) eine Beschreibung der Strategien und Verfahren für den Zugang zu Unterlagen für Mitglieder des Leitungsorgans.

Article 19 Informationen zu den Mitgliedern des Leitungsorgans(Artikel 27da Absatz 2 Buchstabe d und Artikel 27f Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Ein Antragsteller, der die Zulassung für den Betrieb eines konsolidierten Datentickers gemäß Artikel 27db der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 beantragt, muss in seinen Antrag auf Zulassung Folgendes aufnehmen: a) Namen, Geburtsdatum und -ort, persönliche nationale Identifikationsnummer oder eine entsprechende Nummer, Anschrift und Kontaktdaten, b) Position, für die das betreffende Mitglied bestellt wurde oder bestellt wird, c) Lebenslauf, der ausreichende Erfahrungen und Kenntnisse nachweist, um den übertragenen Verpflichtungen in angemessener Weise nachzukommen, d) Nachweis für das Fehlen von Vorstrafen im Zusammenhang mit Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Erbringung von Finanz- oder Datendienstleistungen, betrügerischen Handlungen oder Veruntreuungen, insbesondere durch eine amtliche Bescheinigung, oder, sofern eine solche Bescheinigung im jeweiligen Mitgliedstaat nicht ausgestellt wird, eine Selbsterklärung über den guten Leumund und die Ermächtigung der ESMA zur Einholung von Erkundigungen, ob das Mitglied in Verbindung mit Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, der Erbringung von Finanz- oder Datendienstleistungen oder wegen betrügerischer Handlungen oder Veruntreuungen strafrechtlich verurteilt wurde, e) eine Selbsterklärung über den guten Leumund und die Ermächtigung der ESMA zur Einholung von Erkundigungen, ob: i) das betreffende Mitglied im Rahmen eines Disziplinarverfahrens einer Aufsichtsbehörde oder einer staatlichen Stelle mit einer nachteiligen Entscheidung belegt wurde; ii) das betreffende Mitglied in einem zivilrechtlichen Verfahren in Verbindung mit der Erbringung von Finanz- oder Datendienstleistungen oder wegen eines Fehlverhaltens oder Betrugs bei der Führung eines Geschäfts eine nachteilige gerichtliche Entscheidung erhalten hat; iii) das betreffende Mitglied dem Leitungsorgan eines Unternehmens angehört hat, das von einer Regulierungsbehörde eine nachteilige Entscheidung erhalten hat oder einer Sanktion unterworfen wurde oder dem von einer Regulierungsbehörde die Registrierung oder Zulassung entzogen wurde; iv) dem betreffenden Mitglied von einer Regulierungsbehörde das Recht auf Ausübung von Tätigkeiten, die eine Registrierung oder Zulassung erfordern, verweigert wurde; v) das betreffende Mitglied wegen Betrugs, Veruntreuung oder in Verbindung mit der Erbringung von Finanz- oder Datendienstleistungen von einer Berufsorganisation mit einer Geldstrafe belegt, suspendiert, für ungeeignet erklärt oder einer anderen Sanktion unterworfen wurde; vi) das betreffende Mitglied infolge von Fehlverhalten oder missbräuchlichen Praktiken in einem Unternehmen eines Geschäftsleitungspostens oder einer Führungsposition enthoben, entlassen oder einer anderen Position enthoben wurde; f) die Zeit, die mindestens für die Ausübung der Aufgaben des Mitglieds innerhalb des CTP aufzuwenden ist, und g) die Offenlegung aller potenziellen Interessenkonflikte, die bei der Wahrnehmung der Aufgaben bestehen oder auftreten können, sowie eine Erläuterung, wie diese geregelt werden.

2 Die in Absatz 1 genannten Informationen werden auch in die Mitteilungen nach Artikel 27f Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 in Bezug auf CTP aufgenommen. Ein CTP teilt der ESMA elektronisch jede Änderung der Zusammensetzung seines Leitungsorgans mit, bevor eine solche Änderung wirksam wird. Kann eine solche Mitteilung in begründeten Fällen nicht vor Wirksamwerden der Änderungen erfolgen, ist sie innerhalb von zehn Arbeitstagen nach der Änderung nachzureichen.

3 Die in Absatz 1 genannten Informationen werden vom CTP so auf einem Datenträger gespeichert, dass sie zur künftigen Einsicht zugänglich sind und eine unveränderte Wiedergabe der gespeicherten Informationen möglich ist. Ein CTP muss diese Informationen auf dem neuesten Stand halten.

4 Ein CTP darf die in Absatz 1 Buchstaben d und e genannten Informationen nicht länger als fünf Jahre, nachdem das betreffende Mitglied seine Tätigkeit beendet hat, aufbewahren.

5 Enthält der in Absatz 1 Buchstabe d genannte Nachweis Informationen über andere als die in der genannten Bestimmung aufgeführten strafrechtlichen Verurteilungen, so stellt ein CTP sicher, dass nur Personen, die für die Beurteilung der Eignung der Mitglieder des Leitungsorgans verantwortlich sind, Zugang zu diesen Informationen haben. Diese Informationen werden getrennt von anderen Informationen über ein Mitglied des Leitungsorgans gespeichert. Der Zugriff auf diese Informationen wird aufgezeichnet. Die betreffenden Informationen werden nicht gespeichert, wenn sie Kandidaten betreffen, die nicht als Mitglied des Leitungsorgans benannt wurden.

6 Die ESMA darf die in Absatz 1 Buchstaben d und e genannten Informationen nicht länger als fünf Jahre, nachdem das betreffende Mitglied des Leitungsorgans seine Tätigkeit beendet hat, aufbewahren.

Article 20 Informationen über interne Kontrollen(Artikel 27da Absatz 2 Buchstabe d der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Ein Antragsteller, der die Zulassung für den Betrieb eines konsolidierten Datentickers gemäß Artikel 27db der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 beantragt, muss in seinen Antrag auf Zulassung detaillierte Informationen über sein internes Kontrollwesen aufnehmen. Dazu gehören auch Informationen über seine Funktionen für die interne Kontrolle, Compliance, die Risikomanagementfunktion und die Innenrevision.

2 Die in Absatz 1 dargelegten detaillierten Angaben umfassen: a) einen Überblick über die Organisation der Funktionen für die interne Kontrolle, Compliance, das Risikomanagement und die Innenrevision des Antragstellers, auch wenn der Antragsteller auf ausgelagerte Funktionen zurückgreift, b) eine Bewertung der wichtigsten Risiken, die sich aus dem Betrieb des konsolidierten Datentickers ergeben können, c) die internen Kontrollstrategien des Antragstellers und die für deren konsistente und wirksame Umsetzung eingerichteten Verfahren, d) alle etwaigen Strategien, Verfahren und Handbücher für die Überwachung und Bewertung der Angemessenheit und Wirksamkeit der Systeme des Antragstellers, e) alle etwaigen Strategien, Verfahren und Handbücher für die Kontrolle und den Schutz der Informationsverarbeitungssysteme des Antragstellers und f) die Identität der internen Stellen, die für die Bewertung von Feststellungen, die sich aus der Durchführung der internen Kontrolle ergeben, und für die Entscheidung über deren Ergebnisse zuständig sind.

3 In Bezug auf die Funktion der Innenrevision des Antragstellers enthalten die in Absatz 1 genannten detaillierten Informationen Folgendes: a) Informationen über die Einhaltung nationaler oder internationaler professioneller Standards durch den Antragsteller, b) jegliches Regelwerk sowie die Methodik und die Verfahren der Innenrevisionsfunktion, c) eine Erläuterung, wie eine etwaige Innenrevisionsmethodik unter Berücksichtigung der Art der Geschäfte, komplexer Gegebenheiten und Risiken des Antragstellers entwickelt und angewandt wird, und d) wenn es einen internen Prüfungsausschuss gibt: i) Informationen über dessen Zusammensetzung, Kompetenzen und Zuständigkeiten; ii) sein dreijähriges Arbeitsprogramm für die Zeit ab Antragstellung, in dem auf die Art und den Umfang der Geschäfte, der komplexen Gegebenheiten und der Risiken des Antragstellers eingegangen wird.

Article 21 Informationen über Interessenkonflikte(Artikel 27da Absatz 2 Buchstabe d der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

Ein Antragsteller, der die Zulassung für den Betrieb eines konsolidierten Datentickers gemäß Artikel 27db der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 beantragt, muss in seinen Antrag auf Zulassung Informationen über seine administrativen Vorkehrungen zur Vermeidung von Interessenkonflikten aufnehmen. Diese Vorkehrungen umfassen Strategien und Verfahren zur Erkennung, Regelung und Offenlegung von bestehenden und potenziellen Interessenkonflikten und beinhalten: a) ein Verzeichnis von bestehenden und potenziellen Interessenkonflikten, einschließlich deren Beschreibung, Erkennung, Vermeidung, Regelung und Offenlegung, b) die Trennung von Aufgaben und Unternehmensfunktionen innerhalb des CTP, einschließlich: i) Maßnahmen zur Vermeidung oder Kontrolle des Informationsaustauschs, wenn Interessenkonflikte auftreten können; ii) der getrennten Überwachung der jeweiligen Personen, deren Hauptaufgaben Interessen betrifft, die möglicherweise den Interessen eines Kunden zuwiderlaufen; c) eine Beschreibung der Vergütungspolitik für die Mitglieder des Leitungsorgans und der Geschäftsleitung sowie d) die Regeln für die Annahme von Geld, Geschenken oder Vorteilen durch Mitarbeiter des CTP und sein Leitungsorgan.

Article 22 Informationen zur Geschäftstätigkeit(Artikel 27da Absatz 2 Buchstaben g und i der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Ein Antragsteller, der die Zulassung für den Betrieb eines konsolidierten Datentickers gemäß Artikel 27db der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 beantragt, muss in seinen Antrag Folgendes aufnehmen: a) die erwarteten Gesamtinvestitionen für die Entwicklung des konsolidierten Datentickers, b) die erwarteten Betriebskosten für den Betrieb des konsolidierten Datentickers und c) eine Beschreibung des eigenkapitalfinanzierten liquiden Nettovermögens, mit dem potenzielle allgemeine Geschäftsverluste gedeckt werden sollen, um weiterhin Dienstleistungen erbringen zu können, wobei die unter den Buchstaben a und b genannten Informationen zu berücksichtigen sind.

2 Ein Antragsteller, der die Zulassung für den Betrieb des konsolidierten Datentickers für Schuldverschreibungen beantragt, legt auch Leistungsbeschreibungen, Satzungen, Verträge oder andere Unterlagen vor, um das Bestehen von Vereinbarungen für die Umverteilung der Einnahmen gemäß Artikel 27h Absatz 5 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 nachzuweisen.

Article 23 Informationen über die Auslagerung(Artikel 27da Absatz 2 Buchstaben a und l der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Ein Antragsteller auf Zulassung für den Betrieb eines konsolidierten Datentickers, der Drittdienstleister mit der Durchführung von Tätigkeiten in seinem Namen beauftragt, einschließlich Unternehmen, zu denen er enge Verbindungen hat, muss in seinem Antrag auf Zulassung bestätigen, dass der Drittdienstleister über die Fähigkeiten und Kapazitäten verfügt, um die Tätigkeiten zuverlässig und professionell durchzuführen.

2 Der Antragsteller legt fest, welche Tätigkeiten auszulagern sind, einschließlich in welchem Umfang personelle und technische Ressourcen für die Durchführung sämtlicher dieser Tätigkeiten erforderlich sind.

3 Der Antragsteller, der Tätigkeiten auslagert, erbringt den Nachweis, dass die Auslagerung nicht seine Fähigkeiten oder Möglichkeiten einschränkt, Aufgaben der Geschäftsleitung oder des Leitungsorgans auszuüben.

4 Der Antragsteller erbringt den Nachweis, dass er weiterhin für die ausgelagerten Tätigkeiten verantwortlich ist und ergreift organisatorische Maßnahmen, um zu gewährleisten: a) dass er überprüft, ob der Drittdienstleister die ausgelagerten Tätigkeiten effektiv und unter Einhaltung anwendbarer Gesetze und regulatorischer Anforderungen durchführt und erkannte Mängel angemessen beseitigt, b) dass die Risiken bezüglich der ausgelagerten Tätigkeiten erkannt und in angemessener Weise regelmäßig überwacht werden, c) dass angemessene Kontrollverfahren in Bezug auf ausgelagerte Tätigkeiten vorgesehen werden, einschließlich der effektiven Überwachung der Tätigkeiten und deren Risiken innerhalb des CTP, und d) dass die Kontinuität ausgelagerter Tätigkeiten angemessen sichergestellt werden kann. Für die Zwecke von Buchstabe d holt der Antragsteller Informationen zu den Notfallvorkehrungen des Drittdienstleisters ein, prüft deren Qualität und verlangt gegebenenfalls Nachbesserungen.

5 Wenn der Antragsteller eine kritische oder wichtige Funktion auslagert, stellt er der ESMA Folgendes zur Verfügung: a) genaue Angaben zum Drittdienstleister, b) organisatorische Maßnahmen und Strategien im Hinblick auf eine Auslagerung und deren Risiken gemäß Absatz 4 sowie c) interne oder externe Berichte zu den ausgelagerten Tätigkeiten.

Article 24 Informationen über Marktdatengebühren und Lizenzierungsmodelle(Artikel 27da Absatz 2 Buchstabe h der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

Ein Antragsteller, der die Zulassung für den Betrieb eines konsolidierten Datentickers gemäß Artikel 27db der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 beantragt, übermittelt der ESMA die in Artikel 17 der Delegierten Verordnung (EU) 2025/1156 genannten Informationen.

Article 25 Informationen zur digitalen operationalen Resilienz(Artikel 27da Absatz 2 Buchstaben a, b und l der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Ein Antragsteller, der die Zulassung für den Betrieb eines konsolidierten Datentickers gemäß Artikel 27db der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 beantragt, muss in seinem Antrag auf Zulassung Nachweise für die Einhaltung der Anforderungen an die Organisation und die Fähigkeiten des IKT-Risikomanagements, die Strategie und Tests für die operationale Resilienz, die Behandlung von Vorfällen und die Überwachung des IKT-Drittparteienrisikos gemäß der Verordnung (EU) 2022/2554 vorlegen.

2 Die in Absatz 1 genannten Informationen umfassen Unterlagen über die Vorkehrungen des Antragstellers gemäß der Verordnung (EU) 2022/2554 im Zusammenhang mit: a) dem IKT-Risikomanagement, b) der Handhabung IKT-bezogener Vorfälle, c) Tests der digitalen operationalen Resilienz und der d) der Überwachung des IKT-Drittparteienrisikos.

3 Die in Absatz 1 genannten Informationen tragen der Größe und dem Gesamtrisikoprofil sowie der Art, dem Umfang und der Komplexität der Dienstleistungen, Tätigkeiten und Geschäfte des Antragstellers Rechnung.

Article 26 Informationen zur Energieeffizienz(Artikel 27da Absatz 2 Buchstabe m der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

1 Ein Antragsteller, der die Zulassung für den Betrieb eines konsolidierten Datentickers gemäß Artikel 27db der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 beantragt, legt in seinem Antrag auf Zulassung Informationen über die erwartete Kennzahl zur eingesetzten Energie (Power Utilisation Effectiveness, PUE) gemäß ISO/IEC 30134-2:2016 und die bewährten Verfahren gemäß der aktuellen Fassung des Europäischen Verhaltenskodex für die Energieeffizienz von Datenzentren vor.

2 Für die Zwecke der in Absatz 1 genannten erwarteten Kennzahl zur eingesetzten Energie (Power Utilisation Effectiveness, PUE) berücksichtigt der Antragsteller die Tätigkeiten gemäß den Nummern 8.1 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 der Kommission .

Article 27 Informationen über Vorkehrungen in Bezug auf die Aufzeichnung von Daten(Artikel 27da Absatz 2 Buchstabe k der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

Ein Antragsteller, der gemäß Artikel 27db der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 die Zulassung für den Betrieb eines konsolidierten Datentickers beantragt, übermittelt der ESMA Informationen über die Vorkehrungen, die getroffen wurden, um sicherzustellen, dass: a) jede wichtige Phase des CTP-Geschäfts rekonstituiert werden kann, b) der ursprüngliche Inhalt einer Aufzeichnung, die sich auf seine Geschäftstätigkeit bezieht, gemäß Artikel 27ha Absatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 vor etwaigen Korrekturen oder anderen Änderungen aufgezeichnet, zurückverfolgt und abgerufen werden kann, c) Maßnahmen bestehen, um das unbefugte Verändern derartiger Aufzeichnung zu verhindern, d) die Sicherheit und Vertraulichkeit der aufgezeichneten Daten gewährleistet sind, e) das Aufzeichnungssystem einen Mechanismus zur Ermittlung und Berichtigung von Fehlern umfasst, f) die Aufzeichnungen bei einem Systemausfall zeitnah wiederhergestellt werden.

Article 28 Informationen über organisatorische Anforderungen(Artikel 27da Absatz 2 Buchstabe b der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

Ein Antragsteller, der die Zulassung für den Betrieb eines konsolidierten Datentickers gemäß Artikel 27db der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 beantragt, übermittelt der ESMA Informationen über die Vorkehrungen, die getroffen wurden, um die Einhaltung der in Artikel 27h der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 festgelegten organisatorischen Anforderungen sicherzustellen.

Article 29 Informationen über den Empfang, die Konsolidierung und die Verbreitung von Daten und die Datenqualität(Artikel 27da Absatz 2 Buchstaben c, e, f und j der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

Ein Antragsteller, der die Zulassung für den Betrieb eines konsolidierten Datentickers gemäß Artikel 27db der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 beantragt, übermittelt der ESMA Informationen über: a) die in Artikel 22a der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 genannten Übermittlungsprotokolle gemäß den Anforderungen in Artikel 2 der Delegierten Verordnung (EU) 2025/1155; b) die technischen Merkmale der Systeme, die eingesetzt werden, um sicherzustellen, dass die Geschwindigkeit der Verbreitung von zentralen Marktdaten und aufsichtsrechtlichen Daten für die Informationen, aufgrund deren der Bewerber ausgewählt wurde, angemessen ist; c) die Methoden zur Gewährleistung der Datenqualität gemäß den Anforderungen in Artikel 10 der Delegierten Verordnung (EU) 2025/1155; d) die Dokumentation, aus der hervorgeht, dass die für die Verbreitung von Marktdaten und die Konnektivität eingesetzten modernen Schnittstellentechnologien die Mindestanforderungen in Artikel 9 der Delegierten Verordnung (EU) 2025/1155 erfüllen.

Article 30 Informationen von gemeinsamen Bewerbern(Artikel 27da Absatz 2 Buchstabe n der Verordnung (EU) Nr. 600/2014)

Zusätzlich zu den in Artikel 15 festgelegten Anforderungen müssen gemeinsame Bewerber, die eine Zulassung für den Betrieb eines konsolidierten Datentickers beantragen, in ihrem Zulassungsantrag Informationen über die Notwendigkeit — in Bezug auf die technische und logistische Kapazität — für jeden der Bewerber, den konsolidierten Datenticker gemeinsam zu betreiben, vorlegen.

Article 31 Aufhebung

Die Delegierte Verordnung (EU) 2017/571 wird aufgehoben. Bezugnahmen auf die aufgehobene Verordnung gelten als Bezugnahmen auf die vorliegende Verordnung.

Article 32 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

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